Pfarrverband Erdweg

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Pfarrverbandsfahrt zu Domen, Klöstern und Städten links und rechts des Rheins vom 08. – 13. September 2010


Niederwalddenkmal






Für viele aus der Reisegruppe ist es das erste Mal, den Mittelrhein als Reiseziel zu erleben. So genießen wir am schönsten Tag unserer Reise die Schifffahrt von Rüdesheim bis nach St. Goarshausen bei Sonnenschein und blauem Himmel in vollen Zügen, vorbei am Mäuseturm in Bingen, dem Niederwalddenkmal, vielen, vielen Burgen, Weinlagen und dem Loreley-Felsen (wo ist nur die Loreley?).

Speyer Dom


Doch zuerst zum Reise-Anfang: Nach einem ausgezeichneten Frühstück im Bus erreichen wir am späten Vormittag des 08. September die frühere Kaiserstadt Speyer. Das Wahrzeichen, der bedeutende romanische Dom, grüßt uns schon von weitem. Der Salierkaiser Konrad II. legte 1030 den Grundstein für dieses großartige romanische Bauwerk, in dem acht Kaiser und Könige ihre letzte Ruhe gefunden haben.
Speyer Synagoge




Wir besuchen den Judenhof: das kultische Zentrum mit Männer- und Frauensynagoge und dem rituellen Kaltbad (Mikwe) - und die Dreifaltigkeits-kirche – und sehen auch eines der höchsten mittelalterlichen Stadttore Deutschlands (55m), das Altpörtel.
Weiter geht es nach Worms, einer weiteren bedeutenden Kaiserstadt, die im 9. Jahrhundert der Wintersitz Karls des Großen war. Die doppelchörige Basilika, ein Meisterwerk der Romanik, prägt sich uns mit vier Rund- und zwei achteckigen Vierungstürmen ein.
Worms Dommodell
jüdischer Friedhof
Danach besuchen wir den ältesten Judenfriedhof in Europa (etwa 2000 Gräber ab 1076) und das Lutherdenkmal. Und dann ist es Zeit zu Abendessen und Übernachtung im Hotel Asgard in Worms.

Am nächsten Tag erwartet uns das im Jahr 1136 im Rheingau von Burgund aus gegründete Zisterzienserkloster Eberbach (1802 aufgelöst). Die Gebäudereste und Rekonstruktionen lassen uns erahnen, welch gewaltige Anlage das gewesen ist. Die Führerin erzählt, dass zur Hochblüte im 12. und 13. Jahrhundert über 200 Priestermönche und 500 Konversen (Laien-Mönche) hier gelebt haben.
Kloster Eberbach
Kloster Eberbach Weinkeller
Wir können uns gut vorstellen, dass dieses Kloster auch eine wirtschaftliche „Großmacht“ darstellte; davon zeugen das reich ausgeschmückte Mönchs-refektorium, die riesigen Gebäudeeinheiten und auch das bis heute bewirtschaftete große, nun staatliche Weingut. Die romanische Basilika ist ein Schmuckstück besonderer Art. Trotzdem will keiner von uns im Mittelalter hier gelebt haben: ca. 35 Jahre Lebenserwartung, keine Heizmöglichkeit, nur vegetarisches Essen, wenig Schlaf (kurz nach Mitternacht begann die erste der sieben Gebetszeiten). Den Klosterladen mit Vinothek müssen wir natürlich aufsuchen und auch den guten Wein probieren (und kaufen).
Limburg Gasse
















Der Nachmittag gehört der Stadt Limburg. Schon von weitem grüßt der Dom von der Anhöhe. Durch die malerische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern wandern wir nach oben zum Dom mit seinem sieben Türmen.
Limburg Dom außen
In seiner Farbigkeit und Anlage eine vollendete Schöpfung der Spätromanik, so sagen es auch die Schwester und der Domschweizer, die uns durch das Kirchenschiff und die erste obere Rundempore führen.
Und weiter geht’s nach Bad Breisig zum Hotel „Anker“ direkt am Rhein (für 4 Tage unser Domizil).
Bad Breisig Anker

Bonn Adenauer

Freitag: Heute steht die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn auf dem Programm. Per Bus und zu Fuß erkunden wir das Bundesviertel, in dem nach wie vor Ministerien und Verwaltungen ihren Sitz haben. In der Bonner Rheinaue, gleich neben dem „Langen Eugen“ (benannt nach dem damaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier) und dem Schürmannbau überragt mit 162 Metern der ultramoderne Post-Tower die Stadt. Wir kommen an der Villa Hammerschmid (Amtssitz des Bundespräsidenten) und dem Palais Schaumburg (Kanzleramt) vorbei und wenden uns zum „Haus der Deutschen Geschichte“.
Bonn Bundesadler




60 Jahre Bundesrepublik Deutschland werden hier lebendig. Ein großartiger Lernort! Einige schauen noch die Sonderausstellung „Wir gegen uns“ – deutsche Sportgeschichte im Osten und Westen - an, bevor es weitergeht ins Siebengebirge und zum Wohnhaus mit Garten von Konrad Adenauer in Rhöndorf.
Rhöndorf Adenauerhaus
Hier begegnet uns ein großer Staatsmann, über den der Gästeführer Vieles zu berichten weiß.

Maria Laach






Am Samstag: Die berühmte Benediktinerabtei Maria Laach ist heute unser erstes Ziel. Inmitten einer wildromantischen Landschaft am Laacher See in der Vulkaneifel liegt das von Pfalzgraf Heinrich 1093 gegründete Kloster. Durch die Säkularisation 1802 wird ein Großteil des Inventars veräußert, so dass 1892 mit der Wiederbesiedelung der Abtei die Kirche eine neue Innenausstattung erhält. Wunderschön sind die neuen Glasfenster von Prof. Georg Meistermann (1984). In der Krypta verweilen wir zum Morgengebet.
Rüdesheim Drosselgasse

























In Rüdesheim angekommen suchen wir die Drosselgasse oder die Gondel zum Niederwald-denkmal oder eines der Glockenspiele oder einfach nur einen Ausschank mit Wein, Feder-weißem, Flammkuchen, ...
Und dann besteigen wir das Schiff nach St.Goarshausen, um das Weltkulturerbe „Romantischer Rhein“ kennen zu lernen.
Rheinschifffahrt
Lorelei

Köln Dom innen









Der Sonntag führt uns nach Köln. Mit seinen 157 hohen Türmen ist der Dom das Wahrzeichen der Stadt und das bekannteste Architekturdenkmal Deutschlands.
Den Gottesdienst gestalten der Domchor und ein Essener Jugendchor.
Und nachher genießen wir in einer typischen Kölner Braustube einige „Kölsch“ mit deftigen Kölner Spezialitäten.
Der Nachmittag gehört dem Innern des Domes (Führung) mit den alten und neuen wunderschönen Glasfenstern und anschließend einem Rundgang zu einigen der 12 romanischen Kirchen um den Dom. Köln wurde ja im zweiten Weltkrieg schwer zerstört, so dass die Bauten oberhalb alle relativ jung sind. Doch unter den Fundamenten, da prangt es römisch und vorrömisch!

Mainz Chagallfenster






Heute ist schon der letzte Tag. Wir besuchen auf dem Heimweg Mainz. In der Kirche St. Stephan bewundern wir die berühmten Glasfenster von Marc Chagall. Das herrliche Blau in so vielen Schattierungen und die leuchtenden Farben bei den Fenstern mit den biblischen Szenen begeistern uns sehr.
Mainz Dom
Mit dem Besuch im Dom St. Martin und einem Dankgebet schließen wir unsere Besichtigungstour ab. Die Heimreise beginnt.

Reiseleitung





Herzlich Vergelt’s Gott allen, die zum Gelingen der Reise beigetragen haben, besonders der Reiseleiterin Karin Holzhauser, Busfahrer Werner Riemensperger und für die geistliche Begleitung Gudrun Beck.
(Anneliese Bayer)

Gruppenfoto 2