Pfarrei St. Bernhard

Rothschwaiger Straße 53, 82256 Fürstenfeldbruck, Telefon 01841/3242-0, e-mail

Der heilige Bernhard, unser Pfarrpatron

Der heilige Bernhard, gez. von Herrn Deschauer
Die Urkunde über die Errichtung unserer am 23. September 1964 eingeweihten Pfarrkirche endet mit dem Satz: "Das neue Gotteshaus wurde dem besonderen Schutz und der Fürbitte des heiligen Bernhard von Clairvaux empfohlen, dessen Mönche vor 7OO Jahren das Land rodeten und pflügten, auf dem die neue Kirche erstand."

Die Beziehung zum Kloster Fürstenfeld

Damit wurde die neue katholische Pfarrei im Westen von Fürstenfeldbruck, die zunächst als Kuratie „Mariae Himmelfahrt” 12 Jahre lang ihre Gottesdienste in der Kirche des ehemaligen Klosters Fürstenfeld gehalten hatte, auch nach dem Bau eines eigenen Gotteshauses mit der Tradition des Zisterzienserordens verbunden.
Was bedeutet für uns die Erinnerung daran, dass unser Wohnort fast 600 Jahre Lang unter dem geistlichen Einfluss eines Zisterzienserklosters stand? Bekanntlich wurde dieses bei der Säkularisation 1803 aufgehoben, und vom Geist der Zisterzienser ist in Fürstenfeldbruck nicht viel übrig geblieben.

Ihre Bedeutung für uns heute

Soll die Wahl des heiligen Bernhard zum Kirchenpatron mehr als nur Brauch sein, wie er bei katholischen Kirchen eben üblich ist und in unserem Fall naheliegend war, dann müssen wir uns darauf besinnen, was dieser große Heilige des Zisterzienserordens unserer Zeit zu sagen hat. Dies zu erfassen ist allerdings gar nicht so leicht. Vielen wird unser Kirchenpatron mehr oder weniger fremd geblieben sein, ja befremdlich, manchen ist er vielleicht sogar unsympathisch.

Bernhard von Clairvaux - ein schwieriger Heiliger

Kein Zweifel, dieser von religiösem Eifer besessene Mönch, der schon in jungen Jahren durch überstrenge Askese seine Gesundheit ruinierte, der beherrscht war von dem Wunsch, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, in eines der zahlreichen von ihm gegründeten Klöster einzutreten, der zu einem Kreuzzug aufrief, welcher in einer unbeschreiblichen Katastrophe endete, dieser kämpferische Heilige aus dem „finsteren Mittelalter” macht es uns nicht leicht, ihn als Schutzpatron zu akzeptieren und zu verehren.

Dennoch anregend für das Christsein in unserer Zeit

Trotz dieser Schwierigkeit kann man auch für das Leben als Christ im 21. Jahrhundert wichtige spirituelle Impulse von ihm empfangen. Wer sich allgemein über Leben und Werk Bernhards von Clairvaux informieren möchte, der kann unsere Linkliste anklicken. Wer dagegen erfahren will, was vom Geist des Hl. Bernhard in unserer Pfarrkirche präsent ist und zum Besucher der Kirche spricht, für den stehen folgende pdf-Dateien zum Download bereit (Texte und Recherchen von Gerhard Schinke):