Pfarrverband Gaißach-Reichersbeuern

Dorf 16, 83674 Gaißach, Telefon: 08041-4674, E-Mail: St-Michael.Gaissach@erzbistum-muenchen.de

Für jeden ist etwas dabei ...

Eltern-Kind-Programm (für die Kleinsten)

Kinder und Jugend (Mama und Papa müssen ja nicht immer dabei sein ...)

Ministrantinnen/Ministranten (auch Mädchen sind herzlich willkommen)

Seniorinnen/Senioren (niemand wird vergessen)

Die Himmelsleiter an der Pfarrkirche St. Michael Gaißach

Himmelsleiter bei Schneefall
Die Himmelsleiter in Gaißach
Lichtobjekt "Himmelsleiter" am Kirchturm von St. Michael in Gaißach von Mitte März bis Dezember 2015.

Für neun Monate leuchtete das Kunstwerk des Gaißacher Künstlers e.lin (Erwin Wiegerling).

Die 28 Meter hohe Leiter (mit zwölf Sprossen und sieben Engelsflügeln versehen) versinnbildlichte die Engel, die in der biblischen Vision Jakobs als Boten zwischen Gott und den Menschen auf der Himmelsleiter auf und nieder steigen. Die Symbolfarben Farben ROT und BLAU der Leiter, wiederholten sich in den Abend- und Nachtstunden, wenn die Leiter beleuchtet war.
 
Anläßlich der Jahrtausendwende nahm sich der Künstler vor, Kunst zu den Menschen zu bringen (im Gegensatz zur Kunst in Museen und Kirchen). Temporäre Kunstobjekte sollten für den Zeitraum von 9 Monaten im öffentlichen Raum zu sehen sein.
 
Seit dem Millenniumsjahr 2000 wandert die " Himmelsleiter" des Gaißacher Künstlers e.lin durch Deutschland. Dort, an der ehem. Klosterkirche St. Mang in Füssen (Allgäu) stand die Himmelsleiter zum ersten Mal und gastierte seither in Kloster Seeon, Kultur. und Bildungszentrum (Chiemsee), München, ehem. Karmeliterkirche, Promenadeplatz Ratingen, kath. Kirche St. Peter und Paul (Westfalen), Götterswickerhamm, ev. Kirche (Ruhrmetropole Essen/Niederrhein), Wormbach, Hl. Kreuz, (Diözese Paderborn).
 
Es geht hier nicht um eine Touristenattraktion - sondern um eine Auseinandersetzung mit einem Symbol in einer modernen Interpretation - die Himmelsleiter als Sinnbild eines Lebensweges zur Vollkommenheit. Es ist eine Auseinandersetzung mit Tugenden und Lastern, mit Aufstieg und Absturz. Das Provozierende eines Kunstwerks kann dabei helfen.
 
Mit der Himmelsleiter wolltedie kath. Pfarrei St. Michael in Gaißach auf Initiative von Pfarrer Ludwig Scheiel zum Miteinander Reden, Nachdenken und Hinhören anregen - über Glaubensthemen, über die Geschichte des Isarwinkels und speziell der Dorfgeschichte, seiner Kultur und seiner  Natur.


 
 
Herzlich willkommen bei der Himmelsleiter an der
Pfarrkirche St
. Michael - Gaißach.
Sie befinden sich hier an einem der ältesten Christianisierungsorte des Isarwinkels. Bereits im Jahr 817 wird Keizahu, das spätere Gaißach, zum ersten mal urkundlich erwähnt. 


Hier, auf einer Felsnase die den Bergen vorgelagert ist, können Sie heute noch die Gegenwart Gottes erspüren.
Die Himmelsleiter geht biblisch auf die Jakobsgeschichte des Alten Testaments (Genesis, Kapitel 25-35) zurück.
Jakob erschwindelt sich von seinem älteren Bruder Esau das Erstlingsrecht seines Vaters. Daraufhin muss er vor seinem Bruder fliehen. In der Nacht hat er einen Traum. Er sieht eine Leiter, die vom Himmel zur Erde reicht. 
Engel steigen auf und ab und er sieht oben im Himmel Gott Vater, der ihn segnet (Gen. 28,12).
Obwohl Jakob in seinem Leben viele Fehler machte, steht Gott zu ihm. Sein Bruder Esau versöhnt sich mit ihm und Jakob kehrt nach Hause zurück.
Auf dem Heimweg kämpft er mit Gott, weiß aber nicht, dass es Gott ist und er wird wieder von diesem Gott gesegnet (Gen. 32, 23-33).
Diese Geschichte macht deutlich, dass Gott sich immer wieder uns Menschen zuwendet, um uns zu helfen und zu segnen.
Wir Menschen dürfen uns immer diesem Gott zuwenden.
Die Himmelsleiter an diesem Ort soll ein Zeichen sein, dass sich Gott uns auch heute immer wieder neu zuwendet.
Genießen Sie diesen Ort, die Ruhe und Stille in der Kirche und die Schönheit der Natur.
Lassen Sie Ereignisse der Zeitgeschichte vor ihren Augen vorbei ziehen, z.B. das Schneewunder des Isarwinkels  (in der Nacht zum 4. Mai 1945 gab es hier, in Gaißach, so viel Schnee, dass die Endkämpfe des 11. Weltkrieges, die hier sehr heftig tobten, buchstäblich im Schnee stecken blieben).
Betrachten Sie Ihr eigenes Leben, Höhen und Tiefen, Freuden und Sorgen und legen Sie alles vor Gott ab.
Lassen Sie sich mit neuer Kraft durchströmen.
Wunder und Zeichen der Gegenwart Gottes gibt es immer wieder.
Suchen Sie diese in Ihrem eigenen Leben, in der Natur, in Begegnungen die Sie erleben dürfen.
Die Himmelsleiter von Gaißach möge Ihnen dafür eine kleine Hilfe sein.
Verweilen Sie hier, legen Sie Ihre Lasten und Sorgen ab, lassen Sie sich von der Zuwendung Gottes neu erfüllen und wenden Sie sich wieder Gott zu.
Gottes Kraft und Hilfe, sein Segen, der von diesem Ort ausgeht, möge Ihr ganzes Leben begleiten.

                                                                           Ludwig Scheiel, Pfr. 
Theologischer Hintergrund:
  • Jakobsbericht im Alten Testament Genesis, Kap.. 25 - 35
  • Verbindung Gott - Mensch - Gott
Warum im Gaißach?
  • ältester Christiansierungsort des Isarwinkels
  • herausragender Standort der Pfarrkirche
  • geschichtliche Ereignisse

Was wird geboten?

Was wird außerdem geboten:
  • jeden Sonntagabend zum Beginn der neuen Woche ein Atemholen
  • viele Einzelveranstaltungen (-> Kirchenanzeiger)
  • Weg der Versöhnung - ein Pilgerweg vom Ortsteil Puchen über Gaißach St. Michael nach Bad Tölz
  • Weg der "Ent-Lastung"

Der Künstler

e.lin mit seiner Himmelsleiter
Der Künstler e.lin
e.lin (Erwin Wiegerling) wurde 1943 in Augsburg geboren und lebt in Benediktbeuern. Charakteristisch sind seine Arbeiten mit Materialien aus der Natur mit denen er Themen wie Heimat, Schöpfung, Werden und Vergehen nachspürt.
Zum Beispiel der mächtige Buchenstamm im Münchner Flughafen der, in Erde gebettet, im interreligiösen "Raum für Gebet und Stille "  allen Menschen offen steht; oder die mächtigen "Erdobjekte" auf der Insel des ehem. Kloster Seeon am Chiemsee die am Tag Kunstobjekte aus Sahara-Sand, oder aus Erde vom Benediktbeurer Moor zeigen, und nachts in den Primärfarben leuchten (www.e-lin.de).