Pfarrverband Gaißach-Reichersbeuern

Dorf 16, 83674 Gaißach, Telefon: 08041-4674, E-Mail: St-Michael.Gaissach@erzbistum-muenchen.de

Geschichtliches über den Ort und die Pfarrei

Die Landschaft
Der Isarwinkel liegt in einer lieblichen würmeiszeitlichen Moränenlandschaft zwischen der Voralpenkette im Süden und der Kreisstadt Bad Tölz im Norden.
Ca. 50 km nördlich liegt die Bayerische Landeshauptstadt München.
Der Ort
Die Besiedelung der Ortschaft Gaißach (vgl. Satellitenbild) erstreckt sich (bis auf ein Anwesen im südlichen Ortsteil Obergries) auf den Bereich östlich der Isar zwischen den Orten Lenggries und Bad Tölz.

Das Gemeindegebiet reicht aber auf der ganzen Nord-Süd-Achse weit über das westliche Isarufer hinaus und grenzt hier an die Gemeinde bzw. Pfarrei Wackersberg an.

Die Pfarrei

Bereits im Jahr 817 wird "Keizahu", das mit dem späteren Gaißach gleichzusetzen ist, erwähnt. Vermutlich wurde es mit einer Kirche von dem Archipresbyter Heriperth und seinem Neffen Sikihart dem Dom zu Freising geschenkt.

Eine Urkunde durch Bischof Konrad II von Freising Ende Februar 1268, welche die Verleihung von Gütern an einen gewissen Heinrich (der "Gaizzacher") bestätigt, deutete an, dass sich bereits in dieser Zeit ein Ortsadel in Gaißach gebildet hatte.

Gaißach bildete wahrscheinlich schon früh einen sakralen Mittelpunkt.
Ein Dokument aus dem 15. Jahrhundert deutet auf diese Tatsache hin. Darin wird die Segnung von "Tauff und Feuer" genannt.

Im Jahr 1476 ist ein "Gotzhaus sannd Michel zu Gayssach" urkundlich bezeugt.
1479 erfolgte die Anstellung eines eigenen Seelsorgers.

1383 und noch in der Pfarrbeschreibung aus dem Jahre 1575 wird Gaißach als Filiale von Königsdorf genannt.
Im 18. Jahrhundert ist die Kirche als eine Filialkirche der Pfarrei Mariae Himmelfahrt in (Bad) Tölz verzeichnet.
Seit 1837 besitzt Gaißach eine eigene Pfarrei.
Blick von Pfistern auf Gaißach-Dorf
Blick auf die Pfarrkirche St. Michael in Gaißach (v. Süden)
Luftbild von Gaißach-Dorf (aus Google)