Pfarrverband Gaißach-Reichersbeuern

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Puchenkapelle

Die Kapelle "zum abgebrannten Kreuz" im Ortsteil Puchen erinnert an den Pandurenüberfall im Mai 1742.

Kapelle "Zum abgebrannten Kreuz" in Gaißach-Puchen
Bayern und insbesondere die Gaißacher hatten damals unter den österreichischen Erbfolgekriegen (1740-1748) zu leiden.

Oberst Franz Freiherr von der Trenck (*1711 in Reggio di Calabria; † 14. Oktober 1749 in Brünn) mit seinen Panduren (ungarisch, bedeutet so viel wie "Leibwächter") mordete und brandschatzte in Gaißach, nachdem ein Gaißacher Bauer seinen Adjudaten Gondola bei einem Überfall nahe Dietramszell erschossen hatte.
Auch ein Wegkreuz in Puchen wurde von den Schergen des Trenck in Brand gesetzt.

Einem Wunder gleich brannte aber nur der obere Kreuzteil mit der Christusfigur ab. Die Marienfigur blieb unversehrt und so wurde als ewiges Zeichen an der gleichen Stelle eine Kapelle errichtet, deren Altar den verkohlten Kreuzstamm und die Marienstatue beherbergt.
Die bis dato letzte Renovierung wurde 2009 abgeschlossen.

Neben der Kapelle war lange Zeit auch ein kleines Gasthaus, das die Wallfahrer versorgte, der "Kapellenwirt".

Heute findet in der Kapelle einmal wöchentlich eine Hl. Messe statt (siehe Kirchenanzeiger und Termine).