Pfarrverband Geisenhausen

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Motting, Nebenkirche St. Vitus

Ein einheitlich spätromanisches Kirchlein (wohl 2. Hälfte 13 Jh.) befindet sich in Motting zwischen zwei Bauernhöfen auf einer kleinen hügelartigen Erhebung.

Motting 1
Der Bau setzt sich als einem eingezogenen quadratischen Chor mit zweiachsigem Langhaus zusammen.
Über dem Chorbogen schlanker Dachreiter mit rundbogigen Schallöffnungen –
hier zwei spätgotische Glocken – und Satteldach.
 
Portal an der südwestlichen Seite mit rechteckiger, schräg abgedeckter Mauerverstärkung. An der Westseite Deutsches Band zwischen zwei vorgestoßenen Backsteinschichten.

Im Innenraum im Chor Kreuzrippengewölbe über rübenförmigen Spitzkonsolen mit rundem Schlußstein. Im Langhaus neue Flachdecke. Hingewiesen sei auf die noch ursprünglichen rechteckig-schmalen Fensteröffnung mit schräger Laibung.

Der hochbarocke Altar gehört wieder der 2. Hälfte des 17. Jh. an und zeigt uns in der doppelrundbogigen Retabelnische die zeitgleichen Skulpturen der hl. Vitus erneuert.
 

Nach Entfernung der ehem. Seitenaltäre kamen große rundbogige barocke Mauernischen zu Vorschein, in denen sich nunmehr Skulpturen der hl. Maria mit Kind, 1984 von Virgil Oberbacher (St. Ulrich/Gröden) als Kopie einer spätgotischen Arbeit geschnitzt (Stiftung).