Pfarrverband Geisenhausen

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Partnerdiözese Honiara ____________________________________________________________

Erzbischof Adrian Smith vor dem Ruhestand

Eine Ära in unserer Partnerschaft mit der Erzdiözese Honiara auf den Salomonen geht zu Ende
Die Partnerschaft der Pfarrei mit Honiara kann mittlerweile auf ein 43-jähriges Bestehen und auf eine beispielhafte Kontinuität zurückblicken. Die Pfarrgemeinde kennt Honiara von den jährlichen Sternsinger-Spenden und von den Besuchen des Erzbischofs.
Die Partnerschaft kam im Jahre 1972 auf Initiative des Pfarrgemeinderats zustande. Dreh- und Angelpunkt der jahrelangen Partnerschaft waren die Erzbischöfe Daniel Stuyvenberg (1909-1989) und Adrian Smith (*1940), die für die Verteilung der Spenden und den Kontakt mit Geisenhausen verantwortlich waren, d.h. die Partnerschaft war (und ist) stets „Chefsache“ und die Korrespondenz und Spendenabwicklung wurde nicht auf Dritte delegiert.
Da Erzbischof Smith im Mai seinen 75. Geburtstag feierte und in Rom seine Versetzung in den Ruhestand formell bereits genehmigt wurde, werden die Amtsgeschäfte in absehbarer Zeit einem Nachfolger übertragen. Bis heute wartet er aber auf das endgültige Placet aus Rom. Offensichtlich ist es nicht so einfach einen Nachfolger zu finden, der in die großen Fußstapfen treten kann, die Adrian Smith hinterlässt. Aber auch als designierter Erzbischof will er seinen jüngsten Aussagen nach in Honiara bleiben und könnte dann auch die Partnerschaft weiterhin betreuen.
Die Zuwendungen an die Diözese sind in der Regel dreigeteilt: Sie bestehen aus Mess-Stipendien, den Sternsinger-Einnahmen und weiteren Erträgen (z.B. Weihnachtsbasar, Opferstock und private Spenden). Von der Pfarrgemeinde Geisenhausen aus gibt es keine konkrete Zweckbindung, man weiß aber, dass ein fester Rahmen vorgegeben ist, der die Verwendung der Gelder eingrenzt. Die Mess-Stipendien werden an die Pfarreien aufgeteilt, in denen auch die Messen gelesen werden. Die jährlichen Spenden und Einnahmen (einschließlich Sternsinger) wurden bislang vom Erzbischof je nach Bedarf verwendet. Das heißt nicht, dass die Pfarrei keine Kontrolle mehr darüber hatte, wohin das Geld tatsächlich ging. Der Partner hat uns stets aufgeschlüsselt, wofür das Geld ausgegeben wurde, zum Beispiel für die Ausbildung junger Priester, die Unterstützung von Laien bei ihrem kirchlichen Dienst, den Aufbau und die Ausstattung von Schulen und kirchlichen Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen. In den 90er Jahren richtete der Erzbischof einen Solidaritätsfonds für die Priester und Ordensleute in seinen weit verstreuten Pfarreien ein, damit dort der nötigste Bedarf gedeckt werden konnte. Da die Region von stetig wiederkehrenden Naturkatastrophen heimgesucht wird (Zyklone und Überschwemmungen), gab es Jahre, in denen der Löwenanteil unserer Spenden (nach Rückfrage und allgemeiner Zustimmung) für die Linderung des größten Leids hergenommen wurde.
Die Sternsinger-Spenden sollen in Zukunft über das Kindermissionswerk in Aachen nach Honiara weitergeleitet werden, das streng darauf achtet, dass die von Kindern gesammelten Gelder auch wirklich den Kindern in Honiara zugute kommen.
(Peter Brenninger)

Honiara Karte