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SAKRAMENTE


Das Wort Sakrament stammt vom kirchenlateinischen Begriff sacramentum "Heilszeichen, Heilsmittel, Heilsweg, sichtbares Zeichen der verborgenen Heilswirklichkeit" ab. In der Tradition der römisch-katholischen Kirche haben sich seit dem 13. Jahrhundert sieben Sakramente herausgebildet:

Taufe – Eucharistie – Firmung – Bußsakrament – Ehe – Weihe – Krankensalbung    

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Ausführliche Informationen siehe
>> Internetauftritt der Erzdiözese München und Freising

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(Bild) Taufstein

Taufe

Ein Kind wird geboren, ein neues Leben beginnt. Der kleine Mensch soll nicht nur die Geborgenheit seiner Familie erfahren, sondern auch in die Gemeinschaft seiner Kirche hineinwachsen. Dann erbitten die Eltern die Taufe für ihr Kind.

Das Sakrament der Taufe ist das Sakrament des Glaubens, des Vertrauens, der Geborgenheit und Führung. Es schenkt ein verlässliches Fundament für das Leben. Die Taufformel „Ich taufe Dich auf den Namen des Vaters + und des Sohnes + und des Heiligen Geistes“ bringt das in verdichteter Weise zum Ausdruck. Der Name Gottes bürgt für seine Nähe und Liebe. Der Name Jesus Christus schenkt eine konkrete Beziehung. Der Name des Heiligen Geistes öffnet das Tor zur Gemeinschaft des Glaubens und der Kirche mit ihren Riten und Sakramenten, mit ihrem Wertesystem und ihrer Lebensdeutung vom Evangelium her. Auch bisher ungetaufte Erwachsene können sich dazu entschließen, sich taufen zu lassen.

(Bild) Eucharistie

Eucharistie

„Tut dies zu meinem Gedächtnis“, sagte Jesus beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern. Damit hat er selbst das wichtigste Sakrament der Kirche ins Leben gerufen. Sein Auftrag lautet: Versammelt euch in meinem Namen, betet und singt miteinander, brecht das Brot und trinkt den Wein – dann bleibt ihr in enger Verbindung mit mir. Die Eucharistiefeier ist zentral für die Gemeinschaft der Kirche und die wichtigste Quelle, aus der Gläubige Kraft schöpfen können. Die Eucharistie ist ein bleibendes Geschenk für alle Christen. Die Einladung ergeht an alle, sich Sonntag für Sonntag tiefer in diese Gemeinschaft mit Christus hinein nehmen zu lassen.

(Bild) Hl. Geist

Firmung

Die Pfingstgeschichte liest sich wie das Drehbuch zu einem spannenden Film: „Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ (Apg. 2, 2-4).

Die Firmung greift das Pfingsterlebnis auf und will jungen Christen den Heiligen Geist vermitteln. Das passt auch gut in das Lebensalter, in dem die Firmung üblicherweise gespendet wird. Als 13- oder 14-jährige Jugendliche tut ihnen ein Sakrament der Stärkung gut. Es hilft ihnen beim Zugang zu ihren eigenen positiven Ressourcen, aber auch dabei, sich für den Heiligen Geist zu öffnen, der ihnen beisteht, wenn sie als junge Erwachsene verantwortungsvoll durchs Leben gehen wollen.

(Bild) Beichtstuhl

Bußsakrament

Jeder Mensch macht Fehler. Manchmal sind es kleine Fehler, die sich schnell korrigieren lassen. Es gibt aber auch falsche Entscheidungen, die nachwirken. Zum Beispiel, weil man jemandem Schaden zugefügt hat. Dann stellt sich die Frage, wie zwischen den betroffenen Menschen wieder Versöhnung hergestellt werden und wie man Vergebung bei Gott finden kann. Um diese Versöhnung geht es auch immer wieder in der Heiligen Schrift: Sie wird von Gott geschenkt, auch wenn der Einzelne sich falsch entschieden, gesündigt hat. Denn Gott ist wie der barmherzige Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn (Lk 15,11 ff). Immer wieder vergibt er. Jesus selbst weicht Sündern nicht aus, sondern er sucht ihre Nähe. Er zeigt ihnen, dass sie ihm wichtig sind.

(Bild) Ringe

Ehe

Wunderbare Liebesgeschichten ereignen sich jeden Tag: Zwei Menschen lernen einander kennen und sie sind glücklich, wenn der jeweils Andere da ist. Sie stellen fest, dass sie gut zusammenpassen und planen eine gemeinsame Zukunft: Miteinander leben, Verantwortung füreinander übernehmen, gemeinsam unter einem Dach wohnen, den Alltag miteinander teilen, die Beziehung unter den Segen Gottes stellen, heiraten…

Die christliche Ehe ist ein Sakrament, das alle Mitfeiernden tief bewegt. Die Eheleute spenden es sich im katholischen Verständnis gegenseitig. In ihrer Liebe ist Gott gegenwärtig. Das ist etwas zutiefst Heiliges. Der Priester oder Diakon, der das Paar traut, assistiert ihnen dabei, aber er spendet es nicht – im Gegensatz zu allen anderen Sakramenten.

Weihe

Manchen trifft seine Berufung ganz plötzlich: Ich will Priester werden, um Gott und den Menschen zu dienen. Bei anderen vollzieht sich die Entscheidung dazu eher langsam. Manch ein Priesteramtskandidat hat nach Schule und Studium beziehungsweise Berufsausbildung schon einige Jahre in einem anderen Beruf gearbeitet, Geld verdient, Erfolge genossen. Doch da war immer eine seltsame Unzufriedenheit im Hintergrund: Soll das schon alles gewesen sein? Und irgendwann kristallisiert sich das Berufsziel Pfarrer klar heraus.

Das Weihesakrament bezieht sich auf die drei Weihestufen, die die Kirche heute kennt:  
  • Diakon
  • Priester
  • Bischof
Daneben gibt es weitere interessante Perspektiven, um einer Berufung in der Kirche zu folgen: Sei es die Weihe zum Diakon, ein kirchlicher Beruf wie Gemeindereferent/in, Pastoralrefrent/in, Religionslehrer/in, der Eintritt in einen Orden oder eine andere Form des geweihten Lebens. Hier gibt es weitere Informationen:

Krankensalbung

Kein menschliches Leben wird von Krankheit, Leid und Belastungen verschont. Sie gehören zu unserer Endlichkeit. Jesus Christus hat sich vom Leid kranker Menschen berühren lassen und sich ihnen zugewendet. Die katholische Kirche bietet das Sakrament der Krankensalbung an.

Lange Zeit war dieses Sakrament als so genannte letzte Ölung nahe an die Todesgrenze gerückt und wurde damit als Kräftigung für den Übergang in eine andere Existenz gedeutet. Heute wird die Krankensalbung in Zeiten schwerer Erkrankungen gefeiert. Dieses Sakrament steht für Heilung, Stärkung und Bewältigung der schwierigen Situation. Gott wird darin als Freund der Kranken erkennbar und das heilende Wirken Jesu vergegenwärtigt.

Texte aus dem Internetauftritt des Erzbistums München und Freising