Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

13. Station: Hoffnung haben Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

„Josef aus Arimathäa war ein Jünger Jesu, aber aus Furcht vor den Juden nur heimlich. Er bat Pilatus, den Leichnam Jesu abnehmen zu dürfen, und Pilatus erlaubte es.“ (Joh 19,38.)
Jesus hängt leblos in dem langen Tuch, mit dem er behutsam vom Kreuz abgenommen wird. Maria streckt ihre Arme aus, um ihren toten Sohn voll zärtlicher Innigkeit in Empfang nehmen zu können.

Die Prophezeiung des greisen Simeon (Lk 2,34f.) hat sich bewahrheitet. Doch Maria steht aufrecht in ihrer Liebe trotz des bodenlosen Schmerzes über das so grausame Ende ihres Kindes. Ihr Weg mit Jesus ist Ausdruck größter Mutterliebe. Glaubt sie bereits an die von Jesus selbst angekündigte Auferstehung (Mk 8,31)? Hat sie bereits die Hoffnung, dass das Kreuz und der Tod das Heil der Menschen in sich birgt.
    Maria ist Schale und Kelch, die ganz „Empfangende“,
auch in diesem so unsäglichem Schmerz.
Wer alles annehmen und empfangen kann,
wird zwar nicht frei von Leid und Schmerz,
aber er kann Gott erspüren, der ihn befreit von letzten Sorgen
Am stärksten bin ich dann, wenn ich Gott „er-geben“ bin.
Dann kann seine Kraft in meiner Schwachheit wirken
und ich „durch die Wunde“ gehen.

Herr, öffne mich und lass mich immer mehr annehmen und empfangen,
damit du in meiner Schwachheit wirken kannst. Lass mich immer hoffen.