Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

7. Station: Fallen Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

„Wer also zu stehen meint, der gebe Acht, dass er nicht fällt.“ (1Kor 10,12.)
Wieder gerät das Kreuz in eine unkontrollierbare Bewegung und schmettert Jesus zu Boden. Haltlos scheint sein Gesicht auf den Boden zu schlagen unter der erdrückenden Last des Kreuzes. Diese Station zählt nach Aussage der Künstlerin zu den „lautesten Situationen“ dieses Kreuzweges. Jesus ist schon einmal unter dem Kreuz gefallen. Ein zweites Mal auf demselben Weg zu fallen, ist besonders erniedrigend - doch auch dieser schlimmen Erfahrung hat sich Jesus nicht entzogen. Spätestens ab dieser Station wird immer deutlicher, wie tief Jesus herabgestiegen ist - er verkörpert in keiner Weise mehr den majestätischen Gottessohn.

Wieder drückt die Last zu Boden.
Es ist depremierend:
Anscheinend kann man das Kreuz nicht tragen,
ohne dass man fällt.
Die Angst zu fallen, die Angst, dass ich es nicht schaffe,
die Angst, dass es nicht so kommt, wie ich es erhoffe, blockiert mich.
Oft getraue ich mich nicht, mein Kreuz auf mich zu nehmen,
mein Leben selbst zu leben und Jesus nachzufolgen.

Herr, gib mir durch dein Beispiel die Kraft zum Risiko des Lebens.
Hilf mir, Geduld zu haben und immer wieder aufzustehen.