Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

5. Station: Mittragen Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

„Auf dem Weg trafen sie einen Mann aus Zyrene namens Simon; ihn zwangen sie, Jesus das Kreuz zu tragen.“ (Mt 27,32.)
Das Kreuz als Ausdruck aller Sünden der Menschen lastet auf Jesus. Der Sohn Gottes hat keine Kraft mehr. Da kommt ihm gezwungenermaßen ein Mann, der eigentlich nichts mit ihm zu tun hat, zu Hilfe. Auf den ersten Blick weiß man nicht genau, wer wem hilft, denn Jesus ist in dem, der hilft, und gleichzeitig auch in jenem, dem geholfen wird, - bis heute. Sie stehen sich gegenüber und dennoch schauen sie sich nicht in die Augen. Es ist schwer - dem Gefolterten, dem Schmerz - ins Auge zu schauen.

Aus den vielen Namenlosen am Weg
wird einer gezwungen mit dem Namen Simon.
Er ist müde, hat mit allem nichts zu tun -
ausgerechnet er soll helfen, die Last zu tragen.
Ich bin oft wie Simon: ich helfe, weil ich nicht auskann,
weil ich vor den anderen und vor mir selbst als hilfsbereit gelten möchte.
Der „gute Ruf“ wird zum Zwang, wenn nicht die Liebe angesprochen wird.

Herr, lass mich in Liebe Antwort geben, wenn irgendeine Not zu mir um Hilfe schreit.
Gib allen, denen ihr Kreuz zu schwer wird, die keine Kraft mehr haben, Menschen, die tragen helfen.