Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

4. Station: Mitleiden Jesus begegnet seiner Mutter

„Simeon segnete sie und sagte zu Maria, der Mutter Jesu: Dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird. Dadurch sollen die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“ (Lk 2,34f.)
Das „Ja“ Marias zu Gottes Plänen bei der Verkündigung ist erst am Kreuz vollendet. Das wird abgebildet in der angedeuteten Verkündigungsszene mit dem Engel am oberen linken Bildrand (Mt 1,20ff).

Das einzige Mal wird die Farbe Rot in der Darstellung von Maria verwandt - Zeichen ihres Einsseins mit Jesus in glühender Liebe. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich der scheinbare Kreis, der beide einschließt, als Herz. An dieser vierten Station mögen sich all jene angesprochen fühlen, die den Weg ihrer Kinder oder ihrer Lieben bedingungslos unter der Hingabe ihres Herzblutes besonders im Schmerz mitgehen.

Die Mutter geht mit. Sie möchte ihm ganz nahe sein.
Ob sie viel versteht oder nicht -
sie ist da und trägt mit, so gut sie kann!
Maria ist besonders im Schmerz eins mit ihrem Kind.
Auch wenn wir einander letztlich nicht begreifen
und das Leid, das eigene und das der anderen, nicht verstehen,
können wir uns nahe bleiben und einswerden im nicht verstandenen Kreuz.

Herr, bewahre mich, damit nicht die berechnende Vernunft
und meine schwachen, engen Argumente zum Maßstab meiner Liebe werden.