Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

3. Station: Erdrückt werden Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

„Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel. Doch Gott, der Herr wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden.“ (Jes 50,5-7.)
Das Kreuz entfaltet seine ganze niederschmetternde Wucht. Dies wird ausgedrückt in der zweimaligen Darstellung des Kreuzes wie in einem Bewegungsablauf.
Jesus verliert das Gleichgewicht und damit den Boden unter den Füßen. „Boden“ wird hier verstanden als die Sicherheiten,die im Leben tragen. Die Last ist schier nicht mehr zu tragen. Noch weiß sich Jesus getragen von seinem Vertrauen, dass der Vater ihm zur Seite steht. Dennoch stellt der erste Fall den Vorgeschmack absoluter Grenzerfahrung dar.

Diese Station möge als tröstliche Botschaft für alle verstanden werden, die im Leben um ihr inneres und äußeres Gleichgewicht ringen und immer wieder versuchen, nach dem Fall aufzustehen.

Die eigenen Kräfte reichen nie, um das Kreuz zu tragen,
das in meinem Leben steht.
Das Kreuz wankt durch meine Schwäche;
ich wanke durch seine Wucht.
Ich muss das Kreuz neu und anders auf mich nehmen.

Herr, wenn ich schwach bin, gib mir deine Kraft, um wieder „ja“ zu sagen.
Hilf mir, dass ich von meinen Sorgen nicht erdrückt werde.