Pfarrverband Haar

St. Konrad, St. Bonifatius, St. Martin

2. Station: Sein Kreuz tragen Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schulter

„Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt.“ (Joh 19,17.)
Der Kreuzesbalken ist der Inbegriff der Last der Sünden der Menschheit, die Jesus alles kosten werden. Jesus nimmt das Kreuz an, das ebenso der Inbegriff aller menschlichen Demütigung ist. Der dargestellte Kreuzesbalken ist verlängerbar bis ins Unendliche.Das Böse will durch den horizontalen Querbalken Himmel und Erde trennen - den Menschen abschneiden von allem, was ihn leben lässt. Doch durch die Annahme des Kreuzes wird Jesus das Gegenteil bewirken. Jesu Botschaft könnte hier heißen: „All“ das, was du in deinem Leben als Kreuz erfährst, was dich vom wirklichen Leben trennt, trage ich mit dir!

Jesus liebt die Menschen so wie sie sind,
gerade weil sie so lieblos sind und so viel Liebe brauchen.
Schuld, Bosheit, Egoismus liegen quer zur Liebe.
Das ist das Kreuz.
Jesus sagt Ja zum Willen des Vaters.
Das ist das Ja zum Menschen,
das Ja zur Liebe, das Ja zum Kreuz.
Im Schnittpunkt des Kreuzes sind die Gegen-Sätze aufgehoben.
Das ist das Geheimnis und die Mitte jeden Kreuzes.

Herr, gib mir den Mut, damit ich die Menschen und das Leben so nehme,
wie sie sind.