Pfarrverband Hausham-Agatharied

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Die Haushamer Orgel - ein fast einzigartiges Klangdenkmal in Bayern und in Süddeutschland: Seit dem 3. November spielt sie wieder!

Orgel
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Kurze Haushamer Orgelgeschichte: Das Provisorium


Der Wunsch nach einer Sanierung oder Modernisierung der historischen Koulen-Orgel in St. Anton war seit Jahrzehnten immer wieder im Gespräch. Aufgrund der Verschleißspuren wurden bis 1991 immer wieder verschiedene Angebote für Sanierungs-, eigentlich Modernisierungsmaßnahmen, eingeholt. Diese Erneuerungen sollten die vorhandenen Klangmöglichkeiten der Orgel erweitern, da man der vorhandenen Stimmung in der Stilrichtung der Romantik, in dem die Haushamer Orgel intoniert ist, nicht mehr viel abgewinnen konnte.

Doch zu einer groß angelegten Erneuerung und Sanierung kam es nicht. Letzte Anläufe scheiterten angesichts der Kosten der damaligen Kirchenrenovierung. So sah man sich nicht in der Lage, so ein Großprojekt anzugehen. Sicher hätte es auch noch allzu viele offene Fragen gegeben, ob und wie eine Sanierung oder ein Umbau zielführend gewesen wäre.

Seit Jahren tat nun ein elektronisches Provisorium seinen Dienst. Für 51.000 Mark wurde es 1991 angeschafft. Seither sind auch für dieses Gerät einige Tausend Mark bzw. Euro Überholungskosten zusammen gekommen, was Rechnungen im Archiv belegen.



Ein wichtiges Dokument der Orgelbaukunst


Die Sichtweise von Denkmalamt und Musikreferat zum hohen Wert unserer Orgel ist eindeutig:



„Nach den massiven Verlusten romantischer Orgeln in den Nachkriegsjahrzehnten stellt sie heute nicht nur das wichtigste Dokument für die Orgelbaukunst der renommierten Werkstätte Koulen dar, sondern zählt darüber hinaus – neben den wenigen erhalten gebliebenen spätromantischen Orgeln jener Baugröße (…) – zu den wichtigsten Beispielen des spätromantischen Orgelbaus in Bayern.“

Dr. Nikolaus Könner, Hauptkonservator, Bayer. Landesamt für Denkmalpflege



Start der Sanierung

Schriftzug Vergelt's Gott allen Spendern

2010 war der Wunsch nach einem neuerlichen Anlauf zu einer Orgelsanierung - unter veränderten Vorzeichen - reif. Natürlich hat sich die finanzielle Situation heute im Vergleich zu 1991 nicht wirklich verbessert. Doch das öffentliche Interesse sowie die nun offiziell anerkannte, überregionale Bedeutung der Haushamer Kirchenorgel mit ihrem historischen Bestand machten Mut zu einem neuen Start.



Gründung des "Orgelbauvereins"


Am 28. Januar 2011 konnte zur Unterstützung des Projektes ein „Orgelbauverein“ gegründet werden. Folgende Bürger haben sich dankenswerterweise für ein Amt im Verein bereit erklärt:

1.Vorsitzender: Arnfried Färber
Stv. Vorsitzender: Josef Obermeier
Kassenwart: Sebastian Klattenbacher
Schriftführer: Schwellensattel Alfred
Beisitzer: Pfr. Michael Mannhardt, Christa Höller, Walter Holzfurtner, Anastasia Reischl
Revisoren: Willi Eisenlöffel, Hugo Schreiber

Nach ausführlichen Gesprächen mit den Vertretern von Erzdiözese und Denkmalamt konnten Angebote von verschiedenen Fachfirmen eingeholt werden. Nächster Schritt war die Sichtung und Gegenüberstellung der Angebote. Nach dieser Phase wurden drei Firmen in die engere Wahl gezogen. Gespräche sollten dann eruieren, mit welcher Firma dann ein Vertrag geschlossen werden kann.

Wir sind am Ziel!

Nachdem uns das Erzbischöfliche Ordinariat sehr entgegenkommend eine Zwischenfinanzierung gewährt konnte noch im Herbst 2012 der Vertrag in Höhe von ca. 185.000 Euro mit der Firma Vleugels in Hardtheim geschlossen werden. Bis zum Sommer 2013 wurde gearbeitet und am 3. November 2013 konnte die Segnung in einem großen Festgottesdienst mit Monsignore Thomas Schlichting gefeiert werden. In den Haushamer Orgelfestwochen wird das Instrument der Öffentlichkeit präsentiert und selbstverständlich ist es auch in vielen Gottesdiensten zu hören.

Mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Koulenorgel ist ein Gemeinschaftsprojekt entstanden, das Hausham weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt gemacht hat.

Allen Spendern und Sponsoren sei ein herzliches "Vergelts Gott" gesagt! Um weitere Unterstützung wird gebeten, denn die Orgel muss erhalten werden (Wartungskosten). Außerdem sind noch nicht alle Kosten im Zusammenhang mit der Renovierung bezahlt; etwa 50.000 Euro fehlen uns noch (Stand: 12.11.2013).