Pfarrverband Im Würmtal

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Die Kirchweihe der neuen Pfarrkirche

Kirchweihe St. Vitus (klein)
Schon am 1. November 1953, an Allerheiligen, war es soweit: Die Kirch-weihe durch Josef Kardinal Wendel, dem Erzbischof der Diözese, stand an. In seiner Einladung schrieb Dr. Goldbrunner ganz ungerührt: „Der Festtag selbst wird uns früh wecken. Ausschlafen kann man an anderen Sonntagen. Um 7.45 Uhr sollen alle vor der Kirche versammelt sein zum Empfang des Kardinals." Der Festtag begann bereits um sechs Uhr mit Böllerschüssen und von halb sieben bis acht Uhr zog eine Musikkapelle durch das Dorf.

Die Kirchweihe umfasste die drei Teile Weihe der Kirche von außen, Weihe der Kirche von innen und erste heilige Messe und zog sich bis 12 Uhr hin – ein langer Vormittag, waren die Kirchenbänke doch bereits gestiftet, aber noch in Arbeit.
Auf dem Altar wurde erstmalig der neue Tabernakel mit einem Silberkreuz aufgestellt. Das Material für das Kreuz, sowie den Kelch und die Schale stammten aus einer Sammlung vom 6. Januar 1953, dem Dreikönigstag. Viele Stockdorfer folgten dem dringenden Aufruf ihres Pfarrkurats und spendeten was sie hatten: Tafelsilber, Schmuck und Münzen jeder Art. Mit der künstlerischen Gestaltung wurde Redemptoristen-Pater Dr. Paul Sieweck beauftragt. Als „Osterkreuz" wird das Silberkreuz auch heute noch am höchsten Festtag des Jahres verwendet.

Der Kirchenbau wurde weitgehend von der Diözese aus Kirchensteuern bezahlt und hat gemäß der Akten des Diözesanarchivs weniger als 300.000 DM gekostet. Die gesamte Innenausstattung wie Kirchenbänke, Tabernakel, Beichtstühle, Sakristeieinrichtung, Orgel, Glocken und vieles mehr musste allerdings aus Spenden von Mitgliedern, Freunden und Gönnern der Pfarrgemeinde St. Vitus finanziert werden.
Quelle: Broschüre des Kirchenbauvereins St. Vitus