Pfarrverband Im Würmtal

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Die Stockdorfer Glocken

In Stockdorf läuten insgesamt sieben Glocken. Die älteste Glocke hängt in der Alten St. Vitus Kirche. Sie wurde 1693 von Johann Jakob Schorer in München gegossen und trägt folgende Aufschrift:

ZU DER EHR GOTTES LEIDT MAN MICH
DIE LEWENDIGEN BERUEFF ICH
DIE DOTEN BEWEIN ICH

Für die neue Kirche ermöglichten es die Spenden der Familie Baier, drei Glocken und das Läutewerk anzuschaffen. Sie wurden am 17. September 1953 durch die Erdinger Glockengießerei von Karl Czudnochowsky gegos-sen und bereits am 27. September von Weihbischof Neuhäusler in Stockdorf geweiht. Am 17. Oktober fand dann ein einstündiges Einläuten statt.
Glocken St. Vitus

Diese drei Glocken bestehen aus Euphon, einer Kupfer-Zink-Legierung, die eine bis zu 10 Prozent höhere Schallgeschwindigkeit und eine geringere Dämpfung als Bronze besitzt. Die Bezeichnung ist selbst ein Euphemismus, denn dem Mangel an Zinnbronze, aus der Glocken für gewöhnlich gefertigt werden, ist es zu verdanken, dass diese Ersatzlegierung ihren Einsatz fand - in Erding übrigens als der einzigen deutsche Glockengießerei.

Für die Stimmung der Glocken zeichnete Hauptlehrer Alfons Maria Köbele verantwortlich. Ihre Inschriften lauten (die Initialen stehen für die Stifter Otto Baier, Wilhelm Baier und Lina Baier):


Ton a‘ 400 kg 90 cm Durchmesser
ZU UNS KOMME DEIN REICH St. Vitus O. B. 1953

Ton c‘‘ 250 kg 75 cm Durchmesser
UNSER TÄGLICH BROT GIB UNS HEUTE St. Antonius W. B. 1953

Ton d‘‘ 170 kg 68 cm Durchmesser
FRIEDE AUF ERDEN DEN MENSCHEN St. Maria L. B. 1953

Drei weitere Glocken erklingen in der 1959 geweihten evangelisch-lutherischen Apostelkirche zu Stockdorf. Sie tragen die Aufschriften:

„GOTT VATER DIR SEI PREIS HIER UND IM HIMMEL OBEN"
„HERR JESUS GOTTES SOHN DICH WILL ICH ALLZEIT LOBEN"
„O HEILIGER GEIST DEIN RUHM ERSCHALLE JE MEHR UND MEHR"
Quelle: Broschüre des Kirchenbauvereins St. Vitus