Pfarrverband Im Würmtal

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Die Filialkirche St. Martin in Martinsried

1180 erstmals urkundlich erwähnt, Patrozinium: 11. November

Auch wenn man es der kleinen Filialkirche St. Martin heute kaum ansieht, so ist sie doch eigentliche Ursprungskirche der heutigen Pfarrei St. Elisabeth. 100 Jahre lang (1824-1924) wurden von der eigenständigen Pfarrei Martinsried aus die Filialen Planegg, Krailling, Steinkirchen, Maria Eich und Neuried betreut. Erst nach dem Neubau einer eigenen Kirche in Planegg 1921 wurde der Sitz der Pfarrei dorthin verlegt.

Noch heute stellt St. Martin den spürbaren Mittelpunkt des alten Martinsried dar. Sie setzt damit einen interessanten dörflichen Kontrastpunkt zu den modernen Gebäuden des weiterhin wachsenden Forschungs- und Wissenschaftszentrums Martinsried.

Der heutige Kirchenbau steht an Stelle eines älteren wohl im Grundbestand romanischen Vorgängerbaus, der am Ende des 17. Jahrhunderts abgebrochen wurde. Der 1708 dem Heiligen Martin geweihte Neubau wird 1822 zu seiner heutigen Größe erweitert. Im Inneren wird der Kirchenraum von drei sehenswerten, von der Renaissance beeinflußten Hochaltären, sowie einem sehenswerten Prozessionskreuz und Kanzelkreuz aus dem 18. Jahrhundert geprägt.

Die Kirche ist dem Heiligen Martin von Tours geweiht. Der bis heute sehr populäre Heilige wirkte als Asket, Bischof und Wundertäter im 4. Jahrhundert nach Christus im heutigen Frankreich. Die in den alljährlichen Laternenumzügen gefeierte Mildtätigkeit gegenüber den Armen zeichnete ihn ebenso aus wie seine große asketische Frömmigkeit. Schon sehr früh verbreitete sich seine Verehrung, die ihn zum Schutzheiligen unzähliger Länder und Berufe werden ließ.

In der Kunst wird er entweder als römischer Reiter, der seinen Mantel teilt (vgl. Statue im Chorraum) oder im bischöflichen Ornat mit einer Gans als Begleiterin (vgl. Altarbild) dargestellt.