Pfarrverband Im Würmtal

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Der Kirchenbau und seine theologische Aussage

Geprägt durch den Neuaufbruch des II. Vatikanischen Konzils stellt der Kirchenbau die feiernd und betend um den Altar versammelte Gemeinde in den Mittelpunkt. In ihr wird Christus lebendig sichtbar, von ihr soll nichts ablenken.

Konsequent rückt somit der Volksaltar, aus lebendigem Nagelfluh gestaltet, selbst ein Symbol für die in Christus vereinte Gemeinde, in den Mittelpunkt des Kirchenraums. Hier konzentrieren sich alle Linien, hier kommt die durch vier mächtige Kuppeln betonte Lichtführung zu ihrer Entfaltung. Gleichzeitig erlaubt die Anordnung der Bänke ein ständiges Wahrnehmen der mitfeiernden Gemeinde.
Bild Kreuz in der Kirche St. Elisabeth
Nur so sind auch die massiven Wände aus unverputzten Beton, die den Kirchenraum prägen, zu verstehen. Diese bewusste Absage an jede Form von übermäßigem Schmuck ist als Form der asketischen Konzentration und wiederum als Rückverweis auf das konkrete Leben der Versammelten zu verstehen.

Welche Kraft diese scheinbar spröde Reduktion der Formen und Farben ermöglicht, zeigt sich am meisterhaft inszenierten Altarkreuz, dessen Korpus aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt und in seiner Verbindung mit einem schlichten, zeitgenössischen Metallkorpus große Kraft entwickelt