Pfarrverband Isarvorstadt

Der Pfarrverband Isarvorstadt besteht aus den beiden Pfarreien St. Anton und St. Andreas in München
19. November 2014

90 Jahre Pfarrei St. Andreas

Feierlichkeiten im Zeichen des stetigen Wandels

Von 28. bis 30. November feiert der Pfarrverband Isarvorstadt das 90-jährige Bestehen der Pfarrei St. Andreas. 1923 hatte das Bistum den Tanzsaal des Hotels Alhambra an der Adlzreiterstraße im neu entstandenen Schlachthofviertel in eine Kirche umgebaut. Hier errichtete sie 1924 dann eine neue Pfarrei mit dem hl. Andreas als Schutzpatron. Als Pfarrer berief es Dr. Emil Muhler, der die Pfarrei über Jahrzehnte prägen sollte. Sein sozialpolitisches Engagement und seine geradlinige Art brachten ihn nach 1933 in Konflikt mit den Nationalsozialisten und 1944 ins KZ Dachau. Dem Todesmarsch der KZ-Häftlinge entkommen kehrte er in eine Pfarrei zurück, die in Trümmern lag. Kirche, Schwesternheim und Kindergarten waren im Juli 1944 den Bomben des zweiten Weltkriegs zum Opfer gefallen.

1953 konnte die neue St.-Andreas-Kirche an der Zenettistraße geweiht werden. Bei ihrer Innenrestaurierung 2008 bis 2012 kam zu Tage, welch modernes Gotteshaus Ernst Maria Lang hier errichtet hatte. Sein Erscheinungsbild war der Entstehungszeit weit voraus. Vor Kurzem wurde es in die Denkmalliste aufgenommen.

Der stetige Wandel ist ein Kennzeichen der 90 Jahre Pfarreigeschichte. So hat sich das Schlachthofviertel vom Arbeiterviertel zum heute attraktiven Wohnviertel gewandelt. St. Andreas selbst bildet inzwischen seit 2011 zusammen mit St. Anton den Pfarrverband Isarvorstadt. Und der Wandel wird weitergehen.

Konzert und Festgottesdienst

Unter dem Motto Altes und Neues steht denn auch das Andreaskonzert mit dem Titel „ERWARTUNG“, mit dem der Pfarrverband in die Jubiläumsfeierlichkeiten am Freitag, 28. November, 20.00 Uhr in der Andreaskirche startet. Xander Zimmermann, Klavier, und Jürgen Schneider, Percussion, antworten in Improvisationen auf gregorianische Choräle des Advent, welche die Münchner Scholaren unter Leitung von Frater Gregor Baumhof OSB zur Aufführung bringen. Diese symbolhafte Begegnung von Alt und Neu präsentiert der Pfarrverband mit finanzieller Unterstützung des Bezirksausschusses 2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Der Eintritt ist frei, um Spenden zugunsten der Andreaskirche wird gebeten.

Am Samstag, 29. November, 18.00 Uhr feiert die Gemeinde dann mit Weihbischof Engelbert Siebler den Festgottesdienst. Die Andreas-Singers umrahmen die Messe mit der Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart. Zu Gast in St. Andreas ist dabei die griechisch-orthodoxe Gemeinde München mit Erzpriester Apostolos Malamoussis und dem Byzantinischen Kantorenchor. Denn der Apostel Andreas hat für die orthodoxe Kirche eine Rolle, die der seines Bruders Petrus für die römisch-katholische Kirche vergleichbar ist.

Elfter Andreasmarkt

Vor der Andreaskirche laden vom Abend des 28. November bis Sonntag, 30. November zum elften Mal die Buden des Andreasmarkts zum Verweilen ein. Das Angebot in den fünf Buden ist mit viel Liebe zum Detail von Gemeindemitgliedern in vielen Stunden handgefertigt. Es gibt Adventskränze, Advents- und Weihnachtsschmuck, Keramik, Gestricktes, kulinarische Köstlichkeiten und anderes mehr. Nicht fehlen dürfen natürlich Glühwein und alkoholfreier Anderl-Punsch und auch für Hungrige ist gesorgt. Der Erlös kommt wie jedes Jahr der Andreaskirche zugute.

Im Rahmenprogramm gibt es unter anderem Bläser-, Akkordeon- und Chormusik, Kasperltheater mit „Kasperls Spuikastl“ und Erzähltheater mit Oliver Mitgutsch. Und der Hl. Andreas verteilt wie jedes Jahr Fische an die Kinder. Ein Advents-Singen mit alpenländischer Musik, Chorgesang und afrikanischer Musik macht am Sonntag, 30.11., 16.00 Uhr den Abschluss. Das detaillierte Programm findet sich unter www.andreasmarkt.de.

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