Pfarrverband Isarvorstadt

Der Pfarrverband Isarvorstadt besteht aus den beiden Pfarreien St. Anton und St. Andreas in München
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Firmung

Die Firmung ist das Sakrament, das in der katholischen Kirche den Ritus am Übergang vom Kindsein zum Erwachsenwerden darstellt. Das Sakrament der Bestärkung durch den Geist Gottes ist ein wichtiger Schritt und eine notwendige Unterstützung für unsere Jugendlichen: Sie bringen ihrerseits viel Kraft, neue Ideen und kritische Aufmerksamkeit mit, haben es aber andererseits oft auch nicht leicht mit Schule und Ausbildung, mit den Erwartungen der Gesellschaft und den Aussichten auf die Zukunft.

Die Firmung für Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Klassen wird alle zwei bis drei Jahre gespendet. Die letzte Firmung für unsere Pfarrverbandspfarreien spendete Abt Johannes Eckert am 29. Juni 2013 in der Andreaskirche.

Weitere Infos zur Firmung finden Sie auf der Webseite unseres Erzbistums.

Die Glasfenster in der Taufkapelle der Andreaskirche stellen die sieben Gaben des Heiligen Geistes dar. In einer Betrachtung über sie schrieb Michael Steinbacher, 2004-2008 Pastoralreferent in St. Andreas, zu Heiligem Geist und Firmung:
Fenster Andreaskirche (7 Gaben des Hl. Geistes)

Siebenfach transparent

Die zwei farbigen Glasfenster von Wilhelm Braun in der Taufkapelle der Andreaskirche zeigen eine Taube, deren Kopf im hellgelben Nimbus wie ein nach oben gezogener Brennpunkt sieben Strahlenbündel aussendet. Diese farbigen Lichtbahnen durchbrechen und überlagern andere Wellenlinien und Kreise, verändern sie dabei und werden selbst verändert, ohne ihre Zielrichtung aufzugeben.

Das ganze Geschehen wirkt sehr kraftvoll und ungebändigt; alle Geraden, Kreis- und Wellenlinien zielen über den Rand des Bildes hinaus. Die Geisttaube scheint eben ins Blickfeld einzutauchen, mit einer Rasanz, dass sie im nächsten Augenblick schon wieder den Blicken des Betrachters entschwinden müsste.

Was würde sie hinterlassen? Ein Knistern und Glimmen, ein Schwingen und Pulsieren; niemand weiß, für wie lange. Wann weht dieser weiß und rot und gelb glühende Geistesbote wieder vorbei, erneut aufstrahlend und Schwingungen anstoßend?

In keinen Rahmen passend, über Grenzen hinaus wirkend, Starkes durchscheinen lassend, das sind alles Bilder und Erfahrungen von und mit dem Geist Gottes, die wir aus der Bibel kennen. Es gehört schon fast unverschämt viel Vertrauen und Hoffnung dazu, zu glauben, dass durch das Gebet, die Handauflegung und Salbung durch den Bischof dem Firmling eine irgendwie bestärkende, ermutigende und begeisternde Kraft zukommen könnte.

Dabei wünschen wir uns das so sehr: Menschen, die etwas durchscheinen lassen von Güte und Achtung, die sich nicht an die alten Einrahmungen oder Schubladen halten, die Mauern überwinden und Blockaden öffnen, die nicht in Getriebe und Betäubung sich verlieren sondern das Licht und die Kraft von “ganz wo anders” spüren, annehmen, abstrahlen. Menschen, die fromm und stark zugleich, gottesfürchtig und menschenmutig, klug und demütig, liebevoll und ... ? Wie viele Gaben des Heiligen Geistes waren es gleich noch mal?

Können wir diese Kraft denn zählen, eingrenzen, definieren?

Sie können ja noch einmal in der Bibel nachlesen, z. B.
Jes 11,2;
Gen 1,2;
Ez 37,5;
Ps 104; 1
Thess 5,20;
Röm 12,8; 1
Kor 12,9; 1
Kor 13,1;
Joh 14,16