Pfarrverband Isarvorstadt

Der Pfarrverband Isarvorstadt besteht aus den beiden Pfarreien St. Anton und St. Andreas in München
firmvorberitung-jugendkirche
Firmvorbereitung 2017 in der Jugendkirche

Firmung

Die Firmung ist das Sakrament, das das Hineinwachsen (Initiation) in der katholischen Kirche vollständig macht und besiegelt. Haben bei der Taufe noch Eltern und Paten einen „Glaubensvorschuss“ für das Kind gegeben, so werden die Jugendlichen jetzt selbst gefragt und können selbst ihr „Ja“ sprechen. Durch die Salbung mit dem Chrisam-Öl werden sie mit dem Geist Gottes bestärkt (firmare = stärken). Gerade auf dem Weg zum Erwachsenenwerden ist das eine notwendige Unterstützung für unsere Jugendlichen: Sie bringen ihrerseits viel Kraft, neue Ideen und kritische Aufmerksamkeit mit, haben es aber andererseits oft nicht leicht mit Schule und Ausbildung, mit den Erwartungen der Gesellschaft und den Aussichten auf die Zukunft. In diese Situation hinein sagt das Sakrament: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“.

Die Firmung für Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren findet in unserem Pfarrverband alle zwei Jahre statt. Dem geht eine halbjähige Vorbereitungszeit voraus.

Die nächste Firmung wird Prälat Erich Pfanzelt
am 02. Juli 2017 um 10 Uhr in der Antoniuskirche spenden.


Die letzte Firmung für unsere Pfarrverbandspfarreien spendete Abt Johannes Eckert am 27. Juni 2015 in der Andreaskirche.

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Weitere Infos zur Firmung finden Sie auf der Webseite unseres Erzbistums.

Fenster Andreaskirche (7 Gaben des Hl. Geistes)
Die Glasfenster in der Taufkapelle der Andreaskirche stellen die sieben Gaben des Heiligen Geistes dar.

Siebenfach transparent

Die zwei farbigen Glasfenster von Wilhelm Braun in der Taufkapelle der Andreaskirche zeigen eine Taube, deren Kopf im hellgelben Nimbus wie ein nach oben gezogener Brennpunkt sieben Strahlenbündel aussendet. Diese farbigen Lichtbahnen durchbrechen und überlagern andere Wellenlinien und Kreise, verändern sie dabei und werden selbst verändert, ohne ihre Zielrichtung aufzugeben.

Das ganze Geschehen wirkt sehr kraftvoll und ungebändigt; alle Geraden, Kreis- und Wellenlinien zielen über den Rand des Bildes hinaus. Die Geisttaube scheint eben ins Blickfeld einzutauchen, mit einer Rasanz, dass sie im nächsten Augenblick schon wieder den Blicken des Betrachters entschwinden müsste.

Was würde sie hinterlassen? Ein Knistern und Glimmen, ein Schwingen und Pulsieren; niemand weiß, für wie lange. Wann weht dieser weiß und rot und gelb glühende Geistesbote wieder vorbei, erneut aufstrahlend und Schwingungen anstoßend?

In keinen Rahmen passend, über Grenzen hinaus wirkend, Starkes durchscheinen lassend, das sind alles Bilder und Erfahrungen von und mit dem Geist Gottes, die wir aus der Bibel kennen. Es gehört schon fast unverschämt viel Vertrauen und Hoffnung dazu, zu glauben, dass durch das Gebet, die Handauflegung und Salbung durch den Bischof dem Firmling eine irgendwie bestärkende, ermutigende und begeisternde Kraft zukommen könnte.

Dabei wünschen wir uns das so sehr: Menschen, die etwas durchscheinen lassen von Güte und Achtung, die sich nicht an die alten Einrahmungen oder Schubladen halten, die Mauern überwinden und Blockaden öffnen, die nicht in Getriebe und Betäubung sich verlieren sondern das Licht und die Kraft von “ganz wo anders” spüren, annehmen, abstrahlen. Menschen, die fromm und stark zugleich, gottesfürchtig und menschenmutig, klug und demütig, liebevoll und ... ? Wie viele Gaben des Heiligen Geistes waren es gleich noch mal?

Können wir diese Kraft denn zählen, eingrenzen, definieren?

Michael Steinbacher
2004-2008 Pastoralreferent in St. Andreas
Betrachtung über  die sieben Gaben des Heiligen Geistes

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Hier die entsprechenden Bibelstellen zum Nachlesen:

Jes 11,2;
Gen 1,2;
Ez 37,5;
Ps 104; 1
Thess 5,20;
Röm 12,8; 1
Kor 12,9; 1
Kor 13,1;
Joh 14,16