Pfarrverband Isarvorstadt

Der Pfarrverband Isarvorstadt besteht aus den beiden Pfarreien St. Anton und St. Andreas in München
Die nigerianischen Schwestern 2014

Nigerianische Schwestern

Mit ihren leuchtenden blauen Gewändern sind unsere nigerianischen Schwestern nicht nur optisch ein echter Hingucker: Auch mit ihrem temperamentvollen Gesangseinsatz, der ansteckenden rhythmischen Musik auf ihren heimischen Instrumenten und ihrer unkonventionellen, oft recht spontanen Art setzen sie immer wieder Akzente.

Die fünfköpfige Gemeinschaft der Vereinigung der Schwestern vom "Immaculate Heart of Mary, Mother of Christ" (IHM) hat bei uns eine neue Heimat gefunden. Dafür hat die Kirchenverwaltung von St. Anton das ehemalige Wohnhaus der Mallersdorfer Schwestern an der Thalkirchner Straße, die im angrenzenden Kindergarten und -hort bis zum Jahr 2012 insgesamt 123 Jahre gewirkt hatten, aufwändig und unter großen finanziellen Anstrengungen sanieren lassen.

Die Hausobere Schwester Mary Odilia befindet sich in der Ausbildung zur Erzieherin, Schwester Miriam Bona hilft in der Hauswirtschaft im Kinderhaus St. Anton und ist die zweite Mesnerin der Antoniuskirche, Schwester Ebi arbeitet in der Pflege im Kreszentia-Stift, Schwester Immaculata kocht im Kapuzinerkloster und Schwester Ann-Therese macht ein Praktikum im Kindergarten St. Peter und lernt derzeit vor allem Deutsch. Eine sechste Schwester soll noch dazustoßen.

In der Unsöldstraße im Lehel und am Schliersee haben die afrikanischen Schwestern weitere Niederlassungen im Erzbistum. Die Gemeinschaft wurde 1937 vom irischstämmigen Erzbischof Charles Heerey (1890-1967) gegründet, der seit 1922 in Nigeria als Ordensgeistlicher der Missionsgesellschaft vom Heiligen Geist („Spiritaner“) und Missionar wirkte. Die Schwestern sollten sich für die Armen, speziell für Frauen und Kinder, einsetzen. Das Ordensmotto lautet: „Ad Jesum per Mariam” („Zu Jesus durch Maria“).

Text: Florian Ertl