Pfarrverband Isarvorstadt

Der Pfarrverband Isarvorstadt besteht aus den beiden Pfarreien St. Anton und St. Andreas in München

Fünf Jahre Pfarrverband Isarvorstadt Gemeinsames ist entstanden und gewachsen

Fünf Jahre ist es her, dass sich die Pfarrgemeinden St. Anton und St. Andreas im Pfarrverband Isarvorstadt zusammengeschlossen haben. Die beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Traudl Schröder und Uschi Kiefer ziehen aus diesem Anlass eine Zwischenbilanz.

PV-Errichtung
Weihbischof Engelbert Siebler übergibt den Kirchenschlüssel an P. Stefan M. Huppertz als Leiter des neuen Pfarrverbands.

Errichtung des Pfarrverbands

Am 5. November 2011 proklamierte der damalige Weihbischof Engelbert Siebler in einem Festgottesdienst den neuen Verbund. Schon zwei Jahre zuvor war den Kapuzinern von St. Anton auch die Seelsorge für St. Andreas übertragen worden. Denn 2009 war dort die 18-jährige Kooperation mit der italienischsprachigen Gemeinde München zu Ende gegangen; die italienischen Scalabrini-Missionare hatten die Pfarreibetreuung aufgegeben. Gleichzeitig sah der Strukturplan 2010-2020 des Erzbistums die verstärkte Bildung von Pfarrverbänden auch für München vor, was auf dem Land längst der Normalfall war. So machten sich die beiden Nachbarpfarreien auf Betreiben der beiden Pfarrgemeinderäte gemeinsam auf den Weg, um in dieser Konstellation – und damit einer anderen als der ursprünglich vom Erzbistum geplanten – als Pfarrverband in die Zukunft zu gehen.

Viel erreicht

Schon vor der offiziellen Errichtung des Pfarrverbands einigte man sich auf eine gemeinsame Gottesdienstordnung. Ein anfänglicher Modus mit festen Gottesdienstorten stieß auf viel Widerstand. Doch das nachfolgende Modell mit wöchentlich zwischen den beiden Pfarrkirchen wechselnden Sonntagsmessen und festen Werktagsmessen ist nun längst fest etabliert. Für die Hochfeste im Kirchenjahr gibt es eingespielte Regeln. Die Fronleichnamsprozession etwa führt von St. Andreas nach St. Anton, wo anschließend das Pfarrverbandsfest stattfindet. Seit 2012 hat der Pfarrverband einen gemeinsamen Kirchenmusiker, der den gemeinsamen Kirchenchor und den gemeinsamen Kinderchor leitet. Der Pfarrverband agiert als Ganzes wie eine Gemeinde und Arbeitskreise wie der für Liturgie, den Lektorendienst oder Soziales arbeiten als gemeinsame Sachausschüsse. Der Pfarrgemeinderat als demokratisch abgeordnetes Gremium musste zwar aus formalen Gründen in den beiden Pfarreien separat gewählt werden. Die beiden Räte aber arbeiten als ein Pfarrverbandsrat und tagen stets gemeinsam.

Einen großen Schub brachte ein Klausurwochenende im Herbst 2014 zu Beginn der Amtszeit des derzeitigen Pfarrgemeinderats. Seine Mitglieder setzten sich intensiv mit den rasanten Veränderungen in unserem Viertel auseinander und sammelten Ideen, wie auf die neue gesellschaftliche Struktur eingegangen werden könnte. Vieles davon ist inzwischen umgesetzt. Beispiele dafür sind die Schlag-12-Messe am Sonntagmittag einmal im Monat oder regelmäßige Angebote für Meditation und Stille. Bei der Taufe erhalten Täuflinge nun ein kleines Willkommenspaket u.a. mit einem weißen Lätzchen, das augenzwinkernd mit „Unbefleckt durch die Taufe“ bestickt ist. Mit dem Klosterforum hat sich ein Veranstaltungsformat etabliert, das sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzt. Und musikalische und kulturelle Veranstaltungen haben weiter einen hohen Stellenwert, etwa die Konzertreihen KLANG-ZEITEN und Andreaskonzert oder eine Passionsbilder-Ausstellung an den Kar- und Ostertagen 2016. Damit das alles auch bekannt wird, erscheint dreimal im Jahr unser Pfarrverbandsmagazin CAPPUCCINO, das zielgruppenorientierte E-Mail-Newsletter ergänzen. Für eine wiedererkennbare Außendarstellung hat der Pfarrgemeinderat außerdem ein einheitliches Erscheinungsbild verabschiedet. Trotz vieler Neuerungen haben im Gemeindeleben aber auch nach wie vor Traditionen der beiden Pfarreien Platz wie etwa die beiden Weinfeste, der Adventsbazar und der Andreasmarkt oder die regelmäßigen Veranstaltungen der KAB.

Ein Glück für den neuen Pfarrverband war es sicherlich, dass kurz vor seiner Errichtung P. Stefan Maria Huppertz von den Kapuzinern als Seelsorger in die Isarvorstadt berufen wurde. Mit Mitte dreißig wurde er Leiter des neuen Pfarrverbands und brachte viel Schwung mit an die Isar. 2014 kam ein weiterer junger Kapuziner dazu, Br. Dr. Stefan Walser, heute Kaplan bei uns. Mit ihrer weltoffenen Art haben die beiden sicherlich viel beigetragen zum positiven Image unseres Pfarrverbands, der nah an den Menschen im Viertel sein will. Bei seiner Klausur 2014 hat der Pfarrgemeinderat versucht, die Eigenschaften unseres Pfarrverbands zu beschreiben: „Wir sind eine Gemeinschaft mit vielen Facetten – wir sind spirituell, neugierig, tolerant und weltoffen, gastfreundlich, hilfsbereit, suchend und zweifelnd, fehlbar und nicht perfekt, ökologisch und fair und nicht zuletzt auch fröhlich.“ Nicht immer gelingt alles davon und nicht immer gleichzeitig. Doch die Ziele der Verantwortlichen sind damit sicherlich gut charakterisiert.

Feier des Jubiläums

Informationen zur Feier des fünfjährigen Jubiläums unseres Pfarrverbands finden Sie hier im Menüpunkt Veranstaltungen.