Pfarrverband Isen

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Reise in das Heilige Land(Bericht von Pfarrer Josef Kriechbaumer)

Eine Reise ins Hl. Land vom 16.-23.02.2011
„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ 27 Reisefreudige machten sich mit Pfarrer Josef Kriechbaumer auf den Weg nach Israel, um auf den Spuren des Herrn unterwegs zu sein. Die ersten drei Übernachtungen waren in einem Kibbutz am See Genesareth.
Die Pilgerfahrt begann mit einem Gottesdienst am See Genesareth. Die Mitfeiernden konnten auf den See hinausschauen. Ein Klippdachs saß auf einem Pfosten und war sehr andächtig dabei. Die Kirche auf dem Berg der Seligpreisungen oberhalb des Sees veranschaulichte sehr gut, wie Jesus wirkte: Scharen von Wanderarbeitern ließen sich von ihm begeistern und die Liebe und Güte Gottes erklären. „Selig, die…“ Es waren nicht die Reichen, die Mächtigen, die Starken, sondern genau diese armen Leute, die Jesus selig gepriesen hatte. Am See unten ist die Kirche von Tabgha, die Brotvermehrungskirche mit dem wunderbaren Mosaik, auf dem zwei Fische und ein Korb Brot zu sehen ist. Eine Schifffahrt auf dem See, der Besuch von Kafarnaum und der Petrusfisch als Mittagessen waren weitere Höhepunkte dieses 2. Tages.
Am 3. Tag ging es in den Hohen Norden, zu den Jordanquellen bei Banjas, dem ehemaligen Caesarea Philippi. Dort bekannte Petrus: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ Wunderbare Wanderungen am rauschenden Wasser zeigten uns, wie wichtig Wasser zum Leben ist.
Am 4. Tag besuchten wir Sepphoris, die einstige Hauptstadt von Galiläa, mit den Ausgrabungen aus römischer Zeit. In Nazareth betrachteten wir die Verkündigung des Herrn und seine Predigt in der Synagoge. Dort zeigte sich wieder einmal, dass der Profet in der Heimat nichts gilt. Durch das Jordantal ging es nach Jericho, mit 10.000 Jahren älteste Stadt der Welt. Eine Sykomore wurde uns als Baum des Zachäus gezeigt. Es folgten vier Nächte in Jerusalem.
Zur Westmauer des Tempelplatzes, der Klagemauer führte uns der Weg am 5. Tag. Betende Gläubige und viele Gebetswünsche auf Zetteln in der Mauer beeindruckten uns sehr. Dann ging es auf den Ölberg mit einem herrlichen Blick auf den Tempelplatz und die Altstadt von Jerusalem. Ein sehr starker Wind schmälerte ein wenig die Freude darüber. Eine zweite hl. Messe in der Kirche „Dominus flevit“ – der Herr weinte – ließ uns die Trauer des Herrn über die Stadt Jerusalem nachempfinden, weil sie nicht zur Umkehr bereit war. Dann ging es nach Bethlehem zur Geburtskirche von Jesus. Damit nicht jeder in diese Kirche hineinreiten konnte, wurde der Eingang zweimal verkleinert. Jeder Erwachsene muss deshalb gebückt zum „Stern von Bethlehem“ gehen. Das Weihnachtsevangelium und ein Weihnachtslied erinnerten uns an die Geburt von Jesus.
Für uns alle war der 6. Tag der Höhepunkt dieser Reise. Wir begannen den Tag bei der Kirche der Nationen im Garten Getsemane, dem Mariengrab und der Verratsgrotte. Dann ging es durch das Löwentor in die Altstadt. In der Annakirche sangen wir „Großer Gott“ und konnten den Nachhall von einigen Sekunden hören. Weiter ging es auf der Via Dolorosa, dem Kreuzweg des Herrn, Station um Station bis zur Grabeskirche. Das Lied „O Haupt voll Blut und Wunden“ begleitete uns auf diesem schmerzhaften Weg durch die Altstadt. Die letzten Stationen mit dem Osterevangelium fanden auf dem Dach der Grabeskirche statt. Die Grabeskirche, die sinnvollerweise auch Auferstehungskirche genannt wird, war das Ziel und der Höhepunkt unserer Pilgerreise. Dafür erhielten alle eine Pilgerurkunde. Am Nachmittag ging es zum Davidsgrab, zum Abendmahlssaal und in die Kirche der deutschen Benediktiner, die Dormitio. Dort soll Maria entschlafen, also gestorben sein.
Der 7. Tag bescherte uns einen Höhenunterschied von 1200 m. Es ging ans Tote Meer, zunächst nach Qumran, wo zur Zeit Jesu eine Sekte lebte. Dann fuhren wir mit der Seilbahn auf den Felsen von Massada, wo etwa 1000 Juden drei Jahre lang dem römischen Weltreich trotzten. Die Weltmacht fand nicht die Wasserleitung, die die Felsenfestung versorgte. Um diese zu erobern, schütteten sie eine Rampe auf. Mit den Belagerungsmaschinen eroberten sie schließlich diese Festung. Doch die Bewohner haben sich gegenseitig umgebracht, um nicht als Sklaven in die Hände der Römer zu fallen. Diese fanden neben den Toten auch Essensvorräte für weitere Jahre vor. Schließlich durfte das Bad im Toten Meer nicht fehlen. Weil es 30 % Salzgehalt hat, gibt es keinerlei Lebewesen darin – und wir können nicht untergehen. Es war ein besonderes Erlebnis!
Mit vielen Eindrücken ging es schließlich wieder zurück in die Heimat.
Die Reiseteilnehmer treffen sich zu einer Nachfeier am Freitag, 8. April um 20.00 Uhr im Pfarrheim von Isen. Bitte Bilder mitbringen! Wir haben auch einen Beamer zur Verfügung.

Die folgenden Reisefotos stellten uns freundlicherweise Michaela Rosenhuber und Karl Gorkotte zur Verfügung.
Palmen
Erste Runde unter Palmen
See
Gottesdienst am See Genezareth
64654
Klippdachs als aufmerksamer Beobachter
345
Vor Kirche der Seligpreisungen
325
An den Jordanquellen
123
An der Klagemauer
456
Eingang Geburtskirche
456
Kirche Grab Jungfrau Maria
234
Beten an der Kreuzwegstation
234
Eingang Grab Jesu Grabeskirche
456
Bei Qumran
567
Geschichtsunterricht Massada
678
Am sonnigen Toten Meer