Pfarrverband Isen

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Pfarrversammlung der Pfarrgemeinde St. Zeno Isen am 6.11.2011

Zur Pfarrversammlung konnten Dekan Josef Kriechbaumer, Diakon Willibald Greinsberger und die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Irmgard Hibler im Namen des Pfarrgemeinderates Isen Pfarrer im Ruhestand Thomas Zehetmaier, Bürgermeister Siegfried Fischer, Altbürgermeister Hans Edmund Lechner, Anne Huber von der Heimatredaktion des Dorfener Anzeigers, sowie etwa einhundert interessierte Frauen und Männer der Pfarrei begrüßen.

Irmgard Hibler führte durchs Programm und verlas gleich zu Anfang einen persönlichen Brief des aus gesundheitlichen Gründen verhinderten PGR-Vorsitzenden Manfred Rumpfinger, in dem er Grüße an die Pfarrei aussprach, sowie die Blickwinkel, die Schwerpunkte und Ziele seiner PGR.-Arbeit darstellte und auch bereits von einer Reihe schöner Ergebnisse und Neuerungen berichten konnte.
Die Versammlung bat Irmgard Hibler, den gemeinsamen Dank und herzliche Genesungswünsche an Manfred Rumpfinger weiterzuleiten.

Ebenfalls am Beginn der Veranstaltung stand die Preisverleihung des Luftballon-Weitflug-Wettbewerbes vom Pfarrfest: Drei Preisträger konnten sich über ihre Gewinne freuen - der Luftballon des Siegers flog bis Tschechien.

Kurz und prägnant - wie von ihm gewohnt - hielt Dekan Josef Kriechbaumer Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre, gab einen kurzen Ausblick auf das Bevorstehende und zeigte auch den aktuellen Stand im Kirchenverwaltungsbereich, bei kirchenbaulichen Maßnahmen, bei Kindergarten und bei der Verwaltung.
Neben vielem Positiven enthielt sein Bericht auch eine Zahl, die uns zu Denken geben sollte: Der Gottesdienstbesuch am Sonntag beschränkt sich auf nur ca. ein Fünftel der Pfarrangehörigen.

Diakon Willibald Greinsberger zeigte in seinem mit anschaulichen Beispielen aufgelockerten Referat seinen Aufgabenbereich und was ihm an seiner Arbeit (und darüber hinaus) am Herzen liegt - unter anderem, bei Kindern das Fundament des Glaubens zu legen.

Ein Bildervortrag des PGR und die Berichte von Patrizia Brambring (Nachbarschaftshilfe), Stilla Baumgartner (Frauengemeinschaft), Franziska Stangl (KLJB), Rudi Rulf (Kolping) Josef Stangl (Marianische Männerkongregation) und der mit viel Beifall bedachten Oberministrantin Marion Mittermaier beendeten die Rückschau.

Für musikalisch Auflockerung sorgten Gast Benno Meindl, Rosi Obermaier, Sabine Buchholz und Lorenz Gömbi. Und weil bei schöner Musik dem Zuhörer das Herz aufgeht, war der Boden bestens bereitet für Lorenz Gömbi, der mit einem fundierten und mit Zahlen untermauerten Bericht die dringende Notwendigkeit und die Kosten einer Renovierung der Orgel in St. Zeno darlegte.

Unter einem der letzten Programmpunkte konnten die Versammlungsteilnehmer ihre Anliegen vorbringen. Dekan Kriechbaumer sagte zu, den Wunsch nach Steigerung der Transparenz beim Spendenaufkommen, wie etwa einem "Spendenbarometer" (z.B. für die Orgelrenovierung), im Auge zu behalten.

Mit Dank an alle, die zum Gelingen der Pfarrversammlung beigetragen hatten, sowie an alle, die gekommen waren und alle, die sich in den unterschiedlichsten Formen in die Pfarrei einbringen und helfen, sie mit zu gestalten, schlossen Dekan Josef Kriechbaumer und stv. PGR-Vorsitzende Irmgard Hibler die Versammlung.

Kaffee und Kuchen leiteten dann über zum gemütlichen Teil des Beisammenseins.

Es kam an diesem Nachmittag ein Spenden-Reinerlös von 438,81 Euro für die Orgel zusammen.
Redebeitrag von Pfarrgemeinderatsvorsitzendem Manfred Rumpfinger zur Pfarrversammlung 2011

Sehr geehrte Seelsorger, liebe Freunde der Pfarrgemeinde,

leider kann ich heute wegen meiner Krebserkrankung und der damit verbundenen Behandlung im Klinikum Großhadern nicht bei Euch sein. Ich habe daher Frau Hibler gebeten, diesen kurzen Redebeitrag stellvertretend vorzutragen.
Seit März 2010 ist der derzeitige Pfarrgemeinderat nun schon wieder im Amt. Es ist dem gewählten Gremium von den vorangegangenen Pfarrgemeinderäten unter der Leitung von Franz Fischer, Marianne Brucker und Franz Banke ein reich bestelltes Feld übergeben worden. Diesen bunten Strauß an Veranstaltungen und Aktivitäten, hier sei nur der Pfarrfasching und das Pfarrfest zu nennen, aufrecht zu erhalten und vielleicht ein wenig auszubauen, bedarf großer Anstrengungen. Dank dem unermüdlichen Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer aus den verschiedenen kirchlichen Organisationen ist es dem neuen Pfarrgemeinderat meiner Meinung nach doch gelungen, das hohe „ererbte“ Niveau zu halten.
Es konnten in den letzten 1 ½ Jahren aber auch noch ein paar Elemente neu in das Leben der Pfarrgemeinde mit aufgenommen werden. Gerne erinnere ich mich z.B. an den ersten Paarsegnungsgottesdienst und an die neu eingeführten Taize´-Gebete zurück. Auch das Singen von rhythmischen Liedern im 10.00 Uhr Gottesdienst oder so manche interessante Veranstaltung im Rahmen der Erwachsenenbildung geht auf die Initiative des Pfarrgemeinderates zurück.
Doch all diese Bemühungen und Aktivitäten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in unserer Pfarrgemeinde wie in der katholischen Kirche allgemein einiges im Argen liegt. Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist rückläufig und der Glaube scheint in weiten Bevölkerungskreisen auch bei uns keine Rolle zu spielen. Besonders schmerzlich ist festzustellen, dass die Zahl der Kinder, der Jugendlichen und der jungen Erwachsenen, die an Kirche und Pfarrgemeinde interessiert sind, zurückgeht. Dieses Problem ist schon seit langem bekannt und ich kann Euch auch keine allumfassende Lösung präsentieren. Ich hab allerdings meine Zweifel, ob es der richtige Weg ist, mit immer mehr Aktivitäten und Events die fehlende Jugend wieder in die Kirche zu locken. Der in diesem Jahr stattgefundene und vom Vatikan aufwendig inszenierte Weltjugendtag z.B. erscheint mir eher ein Strohfeuer zu sein. Eine nachhaltige Wirkung erwarte ich mir davon nicht.
Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche hat einmal gesagt: „Ich würde gerne an den Erlöser glauben, wenn nur die Christen erlöster aussehen würden“. Damit hat Nietzsche, so meine ich, ein Grundproblem der Kirche und ihrer Pfarrgemeinden angesprochen. Diejenigen, die sich noch in der Kirche befinden und denen der Glaube auch noch etwas bedeutet, müssen einfach überzeugender werden. Dazu gehört, dass man mit seinen Kindern, selbst wenn diese längst erwachsen sind, wieder über den Glauben und was einem wichtig ist, spricht. Dass man sich auch am Arbeitsplatz oder im Verein als Christ zu erkennen gibt. Oder dass man letztlich auch wieder dem Sonntag die Bedeutung zukommen lässt, die unser Schöpfer vorgesehen hat, nämlich Ruhe und Besinnung und nicht Arbeit und Freizeitstress. Nur das überzeugende Vorbild, so meine Meinung, bietet die Chance, wieder mehr Menschen und vor allem auch jüngere Menschen für die Sache der Kirche und des Glaubens zu gewinnen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass wir, die wir noch Interesse an Kirchen und Glaube haben, uns nicht mit dem Besuch des Sonntagsgottesdienstes begnügen. Nützt das vielfältige Angebot, das die Pfarrgemeinde darüber hinaus anbietet. Sei es die Angebote der Erwachsenenbildung, die zusätzlichen liturgischen Angebote in der Fasten- oder Adventszeit, Exerzitien im Alltag oder vieles mehr. Der regelmäßige Blick in den Gottesdienstanzeiger, glaubt mir das, kann sehr lohnenswert sein.
Zum Schluss möchte ich Euch allen für Euer Kommen danken. Allein, dass man sich an einem Sonntagnachmittag für eine Pfarrversammlung Zeit nimmt, zeigt doch, dass man großes Interesse an der Pfarrgemeinde hat. Bleibt der Pfarrgemeinde treu, nutzt das Angebot der Pfarrgemeinde und geht mit gutem Beispiel voran.

Viele herzliche Grüße und Gottes Segen
Manfred Rumpfinger
Die folgenden Bilder hat uns freundlicherweise Hans Mittermaier zur Verfügung gestellt.
Hibler
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Rede 9
Rede 9a