Pfarrverband Isen

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St. Ulrich in Innerbittlbach

Eine Kirche in „Poitilinpach“ ist bereits für 758 belegt, als der Adelige Haholt mit seinem Sohn Arn, dem späteren Salzburger Erzbischof, eine Kirche dem Freisinger Bischof übergibt. Ob dabei die Kirche in Inner- oder Außerbittlbach gemeint war, ist umstritten, feststeht allerdings, dass Innerbittlbach uraltes Kulturland ist. Seit 768 kann man für Innerbittlbach einen Priester nachweisen, der von Freising eingesetzt wurde (das galt nicht für die Geistlichen von Außerbittlbach). Den Kirchenpatron St. Ulrich dürfte Innerbittlbach entsprechend einer damaligen Mode im 10. Jahrhundert erhalten haben. Das Gebäude selbst in seiner heutigen Form geht in Ansätzen wohl auf das 12. Jahrhundert zurück (romanisches Südfenster), das meiste wurde wohl 1480 erbaut, wie es die Inschrift am Chorbogen verrät. Die Kreuzigungsgruppe stammt aus dem Jahr 1540 – insgesamt überwiegt also die Gotik. Der Hochaltar wurde 1890 ursprünglich für die Kirche in Schönbrunn entworfen, fand dann aber in Innerbittlbach seine Bleibestätte. Bis 1827 gehörte Innerbittlbach zur Pfarrei Pemmering, dann wurde es zur Isener Filiale.

Reinold Härtel
Innerbittlbach