Pfarrverband Karlsfeld

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Ministranten

minis rom
Das Wort „Ministrant" kommt ursprünglich von dem lateinischen Begriff „ministrare“ und heißt in die deutsche Sprache übersetzt: „dienen“. Somit heißt Ministrant übersetzt „Diener“, was auch seiner Funktion entspricht, nämlich den Pfarrer im Gottesdienst (besonders in der Heiligen Messe) als Altardiener zu unterstützen bzw. zu assistieren. Häufig werden Ministranten auch abgekürzt als „Minis“ bezeichnet.
Den Ministrantendienst gibt es schon seit etwa dem 8. Jahrhundert, als es für den Priester üblich wurde, täglich eine Heilige Messe zu feiern. Hierzu ordnete die Kirche in den Synoden von Mainz 813 und Paris 829 an, dass für die Feier einer Messe wenigstens ein Ministrant anwesend sein musste. Dazu wurden dann in der Regel Jungen (Mädchen durften damals noch nicht ministrieren) ausgewählt, die später auch Priester werden sollten. Diese wurden dann auch in Liturgie und Latein geschult, um sich auf diese Weise auch schon auf die spätere Priesterweihe vorzubereiten.
 
Erst im 20. Jahrhundert unter Papst Pius XII. wurde erstmals unterschieden zwischen „normalen“ Messdienern und Ministranten, die sich auf dem Weg zum Priesterberuf befanden. Ab diesem Zeitpunkt entwickelte sich der Ministrantendienst zu seiner heutigen Form.
Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Status der Laien-Ministranten (also von allen, die kein Priester werden wollen) weiter aufgewertet: Ministranten üben „einen wahrhaft liturgischen Dienst“ aus und heißen ebenfalls „ministri“ (so wurden vormals Ministranten im Klerus-Stand genannt). Außerdem änderte sich damit auch etwas die Bedeutung des Messdienst: So sind Ministranten heute nicht nur Assistenten des Priesters, sondern sie übernehmen im Gottesdienst auch bestimmte Aufgaben stellvertretend für die Gemeinde. Seit 1994 sind nun offiziell auch Mädchen zum Altardienst zugelassen.
Minis
Wer den Ministrantendienst ausüben möchte, der muss ein paar Voraussetzungen mitbringen, die aber auch von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ausfallen. Es gibt allerdings einige Grundregeln:
Ein Ministrant muss getauft sein und sollte bereits zur Erstkommunion gegangen sein
Bevor jemand "offiziell" in die Gruppe der Ministranten aufgenommen wird, ist es auch bei den Ministranten in Karlsfeld üblich, vorher eine Art Ausbildung zu machen, um so alles Wichtige rund um den Messdienst zu erlernen. Außerdem kann sich dann jede(r) Interessierte noch eine Zeit lang überlegen, ob er diesen Dienst wirklichen übernehmen möchte.
Eine Ministrant sollte nicht nur über die verschiedenen Aufgaben beim Gottesdienst gut bescheid wissen und diese beherrschen (z. B. Kreuzträger, Leuchter, Weihrauch, Gabenbereitung, Kollekte, Buchdienst, ...), sondern auch den Kirchenraum und die Zeiten und Feste im Kirchenjahr kennen.
 
Im Verlauf der Geschichte hat es sich für den Gottesdienst eingebürgert, dass die Ministranten eine spezielle Kleidung tragen, was auch die Würde und Bedeutung ihres Dienstes unterstreicht. In Karlsfeld tragen die Ministranten ein weißes Gewand (Albe) und dazu eine Zingulum (eine Art Gürtel) in den entsprechenden liturgischen Farben des Kirchenjahres. Dazu tragen sie über der Albe ein Umhängekreuz.
 
Doch heißt Ministrant-sein nicht nur bestimmte Handgriffe beim Gottesdienst zu beherrschen und etwas mehr als die Altersgenossen über Gottesdienst und Kirche zu wissen. Ministrant-sein heißt mit Interesse und Freude einen Dienst tun für die Gemeinde, eine Aufgabe übernehmen, die vielseitig ist und immer wieder neuen ehrenamtlichen Einsatz fordert. 
„Der vorbildlich vollzogene Altardienst ist eine wortlose Verkündigung von der Größe des Geschehens in der Liturgie. Sie kann manchmal wirksamer sein als eine Predigt", wie es der Liturgiewissenschaftler und Priester Theodor Schnitzler einmal formuliert hat.
 
Außerhalb ihres liturgischen Dienstes treffen sich unsere Ministranten noch zu weiteren Aktivitäten: regelmäßige Gruppenstunden, gemeinsame Ausflüge, Fußballturniere, Romwallfahrt und vieles mehr.
Viele Ministranten sind auch bei der jährlichen Sternsingeraktion dabei.
Und so sind wir dankbar, dass sich immer wieder Kinder und Jugendliche in unserem Pfarrverband für diesen Dienst entscheiden und ihn mit Freude und Eifer über Jahre hinweg verrichten.
Ansprechpartner für die Minstranten sind im Seelsorgeteam Gemeindereferentin Angelika Wagner (für Sankt Josef) und Diakon Josef Enthofer (für Sankt Anna). Ministrantenleiter / -innen sind Sophie Bauer, Annika Hera, Nina Scheibenbogen (Sankt Josef) und Tobias Bendl, Paulina Pyka (Sankt Anna).
 
Mehr zum Ministrantendienst kann man hier nachlesen.