Pfarrverband Königsdorf-Beuerberg

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Bühnenaltar und "Heiliges Grab" der Königsdorfer Pfarrkirche

"In einem Garten begann dein Leiden, o mein Jesus,
und in einem Garten wird dein Leiden beschlossen;
in derselben Weise befreitest du uns von der Sünde,
welche im Garten des Paradieses war begangen worden,
und führtest uns nun durch deinen Opfertod
in den Himmelsgarten des ewigen Lebens !"

(aus einem Gebetbuch "Die christliche Hausmagd", 1. Hälfte des 18. Jh.)
Ölberg
















Diesen Gedanken vom Garten hat der Kulissenmaler des Bühnenaltars der Königsdorfer Kirche mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Palmen, Ranken und Blumen vor der Stadt Jerusalem und (heimischen) Bergen sind der Raum für das Gebet Jesu am Ölberg, für den Engel mit dem "bitteren Kelch des Leidens" und für die drei schlafenden Jünger im Vordergrund.
Heiliges Grab















Am Karfreitag ist, umgeben von Blumen und 58 farbigen Glaskugeln, das Heilige Grab mit dem Leichnam Jesu zu sehen. Links und rechts halten zwei römische Soldaten Wache.
Nach der Karfreitagsliturgie zeigt die verhüllte Monstranz vor dem himmelblauen Gemälde mit anbetenden Engeln, dass für den Gottessohn das Grab nicht das Ende ist.

Zum Gloria in der Feier der Osternacht erscheint mit Hilfe ausgeklügelter Technik der Auferstandene mit Siegesfahne über dem jetzt leeren Grab.
Auferstanden




















Die letzte Szene ist aus dem Evangelium des Ostertages genommen; sie zeigt Maria Magdalena bei ihrer Begegnung mit Jesus im Garten, im Hintergrund das leere Grab.
Entwickelt hat sich der Brauch solcher szenischer Darstellungen aus dem "geistlichen Osterspiel" im Mittelalter, um die "Passion dem Volk anschaulich zu machen".
Die leuchtend bunten "Heilig-Grab-Kugeln" sind Kunstlicht aus früher Theatertradition und gelten als Sonnen- und Glückssymbol.

Der Bühnenaltar in unserer Pfarrkirche entstand bei der Kirchenrenovierung und Umgestaltung 1785.

Nach der Gestaltung als Maialtar verdeckt das große Altarbild des Hl. Laurentius und seines Martyriums auf dem Rost den Bühnenaufbau bis zum nächsten Aschermittwoch.