Pfarrverband Königsdorf-Beuerberg

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Ein besonderer Segen für Mensch und Natur

Gedanken zum Wettersegen im Jahreskreis

Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter;
er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern.
Er segne die Felder, die Gärten und den Wald, und schenke euch die Früchte der Erde.
Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist.
Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen


In vielen Gottesdiensten hören wir in diesen Tagen den "Wettersegen" am Schluß der Messe.

Er klingt vertraut und ermutigt uns von Gott den Reichtum der Natur zu erhoffen und die Schöpfung zu genießen.
Gott wird angerufen um gedeihliches Wetter und um eine gelungene Ernte. Er wird gebeten, die menschliche Arbeit zu segnen und den Blick für die Schöpfungskraft der Natur zu stärken.

Der Wettersegen lädt uns ein inne zu halten und den Blick auf das Wunder der Schöpfung Gottes zu werfen.

Verwendung für geistlichen Impuls Wettersegen



Das Bild zeigt die Goritzleitn zwischen Osterhofen und der Rothmühle nahe Königsdorf.
Orte wie dieser laden uns ein zur Ruhe zu kommen und dem Wirken Gottes in der Natur und in unserem Leben nach zu spüren.

Wenn wir den Wettersegen hören und Bilder wie dieses sehen, dann fällt es uns wahrscheinlich nicht schwer nachzuvollziehen, wie die Segensformel gemeint ist.

Viel schwieriger wird es, wenn wir die Bilder in unserem Kopf haben, wie Menschen in Deutschland und gerade auch in Regionen Bayerns mit der Flutkatastrophe 2013 zu kämpfen haben.
Wo ist denn dieser Gott mit seinem Segen, wenn ganze Existenzen in den Wassermassen untergehen und das Leben von Mensch und Tier bedroht ist? Klingt dann so eine Segensformel nicht fast schon wie ein Hohn?

Es wird eine Frage aufgeworfen, die Menschen seit sehr langer Zeit beschäftigt: Wie kann ein Gott, zu dem wir uns hilfesuchend wenden so etwas zulassen?

Eine letztendlich Antwort auf diese Frage kann und wird es nicht geben und die Frage an sich wird uns, anbetrachts des Ausmaßes und der Gewalt von Naturkatastophen auf dieser Welt, wahrscheinlich ebenfalls nicht weiter bringen.

Durch alle Zeiten hindurch mussten Menschen mit Umwelteinflüssen zurechtkommen und so denke ich, dass es weniger die Frage nach dem Warum ist, die uns bewegen sollte, sondern mehr die Frage nach dem Wie? Mit wie ist in diesem Kontext die Frage nach unseren Ressourcen gemeint, die Frage wie wir es schaffen können mit solchen extremen Situationen umzugehen.

Der Glaube an Gott und die Hoffnung, die im Wettersegen zum Ausdruck kommt, können eine Kraftquelle sein, die uns Menschen hilft, mit schlimmen Erfahrungen umzugehen.
Wr dürfen es Gott zutrauen, dass er unserm Dasein wohlgesonnen ist und Leben in Fülle will.

So wünsche ich an dieser Stelle allen Menschen, die in diesen Tagen viel Leid erfahren müssen die Kraft und die Hoffnung auf Gottes Wirken in dieser Welt, damit Zuversicht und Lebensfreude eines Tages wieder zurückkehren dürfen.

Ihr

Roland Gruber, PR