Pfarrverband Kraiburg

Marktplatz 33, 84559 Kraiburg a. Inn, Telefon: 08638-88570, E-Mail: PV-Kraiburg@erzbistum-muenchen.de
Saal-Übergabe

Übergabe der renovierten Säle - Kraiburg hat wieder ein kulturelles Zentrum

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurden am Freitag, 24. Februar 2017 die Säle, zumindest offiziell, an die Marktgemeinde übergeben. Erschienen waren die Markträte, Architekt Anglhuber, Statiker Scheitzeneder, Bürgermeisterin Maria Maier aus Jettenbach und Bürgermeister Jakob Bichlmaier aus Taufkirchen. Eingeladen waren zudem die Mitglieder der Kirchenverwaltung, die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und die Vertreter vieler örtlicher Vereine.
Bürgermeister Dr. Heiml begrüsste die Anwesenden und sprach den Dank an die zuständigen Behörden, an das Planungsbüro Anglhuber und an die Handwerker aus. Besonders erwähnte er auch die vielen freiwilligen Helfer, die einen erheblichen Beitrag zum Projekt geleistet haben. Architekt Anglhuber schilderte in kurzen Worten den Beginn des Vorhabens unter dem damaligen Bürgermeister Loher und meinte verschmitzt, es war eine Planung zu machen, das BB-Haus muß neu werden, aber es darf nichts kosten.

Die verantwortlichen Personen während der Renovierungszeit hatten eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Nach außen erscheint davon wenig, aber so viel sei erwähnt, es war nicht leicht, Ansichten und Meinungen immer unter den berühmten Hut zu bringen. Das Ergebnis aber kann sich sehen lassen. Die Bischof-Bernhard-Säle sind wohl für die Bevölkerung in und um Kraiburg ein gutes neues Zuhause für das kulturelle Zusammenleben.

Großer Saal:
Er strahlt in einem neuen Glanz. Die bisherige Holzdecke wurde durch eine Akkustikdecke ersetzt. Schon durch diese Maßnahme wurde der Saal heller. Der Parkettboden wurde bei den Abrißarbeiten arg in Mitleidenschaft gezogen, er wurde in den letzten Wochen geschlifffen und eingelassen und ist wie neu. Der Thekenbereich wurde als Box ausgebildet. Hier findet die Ausgabe von Essen und Getränken statt. Durch eine gekonnte Abschottung können die Mitarbeiter im Hintergrund für die Zubereitung sorgen. Der Zutritt zum großen Saal erfolgt derzeit noch über den Seiteneingang, führt an der fertigen Garderobe vorbei und dann durch die Treppenführung wie bisher noch oben. Allein dieser Aufgang sorgt mit den Spiralleuchten und den Bogenelementen zu einem ah-Erlebnis. Dann betritt man den großen Saal und staunt erstmals über die positive Veränderung. Der große Saal kann auch über den Arkadenhof und dem kleinen Saal erreicht werden. Die bestehende Treppe blieb erhalten und erhielt mit Fenstersegmenten eine Art Aussichtsplattform über Kraiburg hinweg bis zur Nachbarstadt Waldkraiburg.

Kleiner Saal:
Der kleine Saal ist ebenso fertig gestellt und wird in Kürze von der Marktgemeinde Kraiburg an die Pfarrei Kraiburg übergeben. Der kleine Saal wird von der Gemeinde langfristig an die Pfarrei Kraiburg als Pfarrheim vermietet.

Nutzungsmöglichkeiten:
Die Säle können nun nach der erfolgten Renovierung durch die Öffentlichkeit genutzt werden. Je nach Art der Veranstaltung kann die Bestuhlung erfolgen. Im großen Saal wurden Tische und Stühle in weiß aufgestellt, im kleinen Saal wurden schwarze Stühle angeschafft. Dies hat den Vorteil, dass bei Reihenbestuhlung, z. B. bei Theater o. ä. die Anzahl der Stühle ergänzt werden, jedoch wieder leicht zugeordnet werden können. Im großen Saal können je nach Bestuhlung knapp 400 Personen untergebracht werden und im kleinen Saal bis zu 120 Personen. Die Versorgung im großen Saal erfolgt verpflichtend mit einem Caterer, dazu wurden von der Gemeinde das Restaurant Hardthaus und der Gastwirt Sahlstorfer unter Vertrag genommen. Für Feierlichkeiten hat der Saalnutzer die Möglichkeit, sich für einen Caterer zu entscheiden, eine Eigenversorgung ist nicht möglich.

Anfragen zum großen Saal sind an die Marktgemeinde Kraiburg und Anfragen zum kleinen Saal sind an das Pfarrbüro zu richten.

Sonstiges:
Leider ist der Zugangsbereich noch nicht fertiggestellt, so dass der Zugang zu den Sälen derzeit noch ein Provisorium über den Nebeneingang ist. Auch der Arkadenhof ist noch eine Baustelle. Die Bauarbeiten gehen allerdings noch weiter. Die Räume im vorderen Gebäudeteil sind noch fertigzustellen. Es sind die Funktionsräume für die Pfarrei. Es ist also noch etwas Geduld bis zur endgültigen Fertigestellung erforderlich.

Einweihung und Festtage:
Bereits im Juli wird das 550-jährige Weihefest des Bischof Bernhard des Kraiburgers gefeiert. Es beginnt mit einer Festmesse, Erzbischof Lackner aus Salzburg hat sein Kommen zugesagt. Am 15. und 22. Juli wird dieses Jubiläum eine weltliche Feier erfahren. Ein Historienspiel, es beginnt an der Remise und endet am Marktplatz. An diesen beiden Tagen wird der Marktplatz zu einem Festplatz für die Bürger. Die Einweihung der beiden Säle wird am 22. Oktober durch Weihbischof Haßlberger vorgenommen.
Saal - Ausblick
Blick über das Inntal nach Waldkraiburg vom Treppenaufgang zum großen Saal
Aufgang BB-Saal
Ein Blickfang - das Treppenhaus zum großen Saal
Saalübergabe.1
Ein Prost auf die neuen Säle
Marktplatz.1
Der Blick auf das Ensemble, wie man es am Marktplatz kennt.
Zukunft für Kraiburg - Kultureller Mittelpunkt wird saniert

Gerne kann ehrenamtlich geholfen werden, Meldungen sind erbeten bei Gregor Kifinger, Tel. 08638/72626 oder in der Marktgemeinde Kraiburg.



Die Fotos zeigen den Bauzustand am 18.02.2016

Ansicht BBH
Von außen erkennbar, hier ist eine Baustelle

BBH-Rohbauzustand.01
Das ehem. Cafe
BBH-Rohbauzustand.02
Das Bild zeigt, dass einige Fundamentarbeiten erforderlich sind.

BBH-Rohbauzustand.03
So schaut es derzeit im großen Saal aus. Durch Eigenleistungen vieler Helfer wurde die Decke abgebaut, Leitungen demontiert und sonstige Einbauten entfernt.

BBH-Rohbauzustand.04
Ein Blick in den Zustand des kleinen Saals. Dieser Raum ist das künftige Pfarrheim.

Arkadenhof oder auch unser Pfarrgarten

Arkadenhof
Der Arkadenhof ist vermeintlich ein fester Bestandteil des BB-Hauses, es ist aber in der Tat der Pfarrgarten. Dieser wunderschöne Innenhof hat eine direkte Verbindung zu den Sälen und eignet sich daher für Feste im Freien. Hochzeiten, Musikveranstaltungen und sonstige Feiern werden hier abgehalten. In den vergangenen Jahren wurde auch als weltliche Feier zum Patrozinium unserer Pfarrkirche, der Barthlmä-Kirta als Frühschoppen veranstaltet. Ein wahrlich schönes Ambiente für Freiluft-Veranstaltungen. Leider müssen diese mit Rücksicht auf die Anwohner eingeschränkt werden.

Kultur im Saal am 7. Oktober

Das Fest "Kultur im Saal" fand unerwartet guten Zuspruch. Die Verantwortlichen unter der Führung des Fördervereins konnten sich nicht so recht vorstellen, wie der Tag verlaufen sollte. Man hatte sich gut vorbereitet. Am Samstag vorher wurde der Saal geschmückt, die Einzelheiten besprochen, die Arbeit der Freiwilligen eingeteilt und am Sonntagmorgen der letzte Schliff gemacht. Es regnete in Strömen und zugleich war die Bürgermeister-Wahl. Es waren gute Voraussetzungen.
Schon nach der Kirche ging es rund. Die Blaskapelle Kraiburg spielte zum "Einmarsch" und das Mittagessen im Saal zog viele Gäste an. Das vorgelegte Programm lief wie am Schnürchen ab. Der Nachmittag setzte sich bei Kaffee und Kuchen fort und die Befürchtung, dass es am späten Nachmittag abreißen würde, trat nicht ein. Die Veranstalter setzten mit der "Wahlparty" noch einen drauf. Vielleicht aus Neugier, wie die Wahl gelaufen ist, vielleicht auch, um noch ein Glas Wein zu trinken. Der große Saal war plötzlich wieder Mittelpunkt. Die Bürgermeister-Kandidaten trafen ein und der neu gewählte Bürgermeister, Dr. Herbert Heiml, nahm die Glückwünsche entgegen.

Wieder ein Argument für die Sanierung der Säle im Bischof-Bernhard-Haus. Sie bleiben Mittelpunkt für das kulturelle Leben in Kraiburg.

Um den gesamten Ablauf nochmals im Überblick zu sehen, rufen Sie einfach das Programm auf unter "Kultur im Saal"

Diskussion um die Säle

Es ist gut, wenn diskutiert wird, wenn über Für und Wider gesprochen wird. Grundsätzlich ist festzustellen, dass es sich die Verantwortlichen in der Marktgemeinde Kraiburg und in der Kirchenverwaltung nicht leicht machen, eine gute Entscheidung zu treffen. Es ist aber erforderlich, dass Fehlinformationen geklärt werden.

In einem Leserbrief werden verschiedene Darstellungen geliefert, warum der Saal nicht erforderlich ist. Hier besteht Erklärungsbedarf, denn diese Meinung kann klar widerlegt werden. Die Säle im BB-Haus in Kraiburg werden seit Jahrzehnten von der Kirche unterhalten und für Veranstaltungen bereitgestellt. In den vergangenen Jahren wurde die Betriebsgenehmigung durch das Landratsamt unter Auflagen gegeben. Flucht- und Rettungswege und der Brandschutz unterliegen strengen Vorgaben. Ein Saal, der für nahezu 400 Personen zugelassen ist, erfordert auch entsprechende Schutzbestimmungen.

Die Hinweise, dass Kraiburg mehrere Säle bietet, sind leicht zu widerlegen. In Kraiburg wird von keinem Gasthaus ein Saal betrieben. Die genannte Schul-Aula ist für öffentliche Veranstaltungen nicht zugelassen und auch keineswegs geeignet. Die Remise fasst bei voller Bestuhlung max. 140 Personen. Nimmt man die Tische hinzu, schafft der Raum knapp 100 Personen und für Tanzveranstaltungen müsste man eine Tischreihe wegnehmen, es erübrigt sich eine weitere Betrachtung. Außerdem ist anzumerken, dass für Feierlichkeiten von Vereinen (dazu gehören auch Tanzveranstaltungen) und private Feiern die Gemeinde keine Genehmigung erteilt. Weitere öffentliche Räumlichkeiten, Fehlanzeige.

Es geht nun darum, für das gesellige Leben und für das Vereinsleben in Kraiburg entsprechende Voraussetzungen zu schaffen. Glücklicherweise ist schon ein geeigneter Gebäudebestand vorhanden, noch dazu in der guten Stube von Kraiburg, am Marktplatz. Die Säle hatten im vergangenen Jahr eine sehr gute Belegung und dies ist nach den bisherigen Anmeldungen auch für 2012 zu erwarten. Ein Vergleich mit dem Stadtsaal Mühldorf, mit dem Kulturhof in Mettenheim oder mit dem Haus der Kultur in Waldkraiburg ist abwegig. Im Vergleich zu diesen Objekten finden im Bischof-Bernhard-Haus vor allem Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Familienfeiern, Vereinsfeste und Konzerte statt. Der kleine Saal soll weiterhin der Pfarrsaal bleiben.

Kraiburg muß diese einmalige Chance nutzen, den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu erhalten. Die Finanzierung ist durch den hohen Anteil aus der Kirche und den bereits zugesagten öffentlichen Zuschüssen vertretbar und belastet die Marktgemeinde Kraiburg nur mit einem Anteil von ca. 25 %. Zukunft Kraiburg ist das Motto. Ein Ort im schönen Inntal mit historischer Vergangenheit, lebenswert und liebenswert.