Pfarrverband Mammendorf

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Kirchen der Pfarrgemeinde

Pfarrkirche St. Michael in Adelshofen
Um 1450 ließ der Ortsadelige Ulrich IV. Adelshofer die Michaelskirche in gotischer Bauweise errichten. 1580 ging die Hofmark und damit auch die Kirche in den Besitz einer Seitenlinie der Fugger (von Kirchberg und Weißenhorn) über, die zahlreiche Spuren in der Kirche hinterließen. So erinnern an der Kichenaußenwand zwei Epitaphien an die Fuggerzeit und im Innern ist ihr Wappen z. B. am Chorbogen zu sehen. Sie waren es auch, die die Kirche im 18. Jh. barockisierten, bevor sie die Hofmark 1822 verließen. Im 19. Jh. wurde das Gotteshaus erweitert und neugotisch ausgestattet.
Im neugotischen Hochaltar befinden sich eine Madonna mit Jesuskind (Zentrum) sowie die Wetterpatronin St. Barbara (rechts) und die Weberpatronin St. Katharina (links). Im Giebelfeld blickt der Schutzpatron der Kirche, der Erzengel Michael, mit dem Schwert und der Waage in Händen auf die Gläubigen herab. Die Deckenbilder im Altarraum sind barocken Ursprungs. Sie bilden ein komplexes Gefüge, das das Leben Mariens zugleich zeigt und deutet.
An der Decke des Langhauses sind die vier Evangelisten dargestellt – barocke Fresken, die erst bei der Renovierung 2007 wieder entdeckt wurden.
Besonders erwähnenswert ist das spätgotische, hölzerne Taufbecken, das um 1505 entstand. Der älteste Ausstattungsgegenstand der Kirche ist eine sehr schöne und seltene Maßwerkschnitzerei, die heute noch ihrem ursprünglichen Zweck dient.


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Kirche St. Martin in Nassenhausen
Die Kirche St. Martin, erstmals 814 urkundlich erwähnt, hatte eine romanische Anlage, wurde aber nach verschiedenen Umbauten 1914 endgültig abgebrochen, um einem Neubau Platz zu machen.
Die beiden Nassenhausener Brüder, Weihbischof Dr. Alois Hartl und Domdekan Martin Hartl, ließen die neue „Nassenhausener Basilika“ in neubarocker Art erbauen. Auch diese wurde 1917 wieder dem hl. Martin geweiht, der als eindruckvolle Figur im Hauptaltar dargestellt ist.
Der neubarocke Saalbau erhielt eine einheitliche Ausstattung durch gute Münchner Kräfte (die Stuckierung z.B. erfolgte durch Karl Blersch, die Gemälde der Seitenaltäre stammen von Ludwig Bockhorni, 1917).

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Fördervereine St. Michael und St. Martin
Da beide Gotteshäuser renovierungsbedürftig waren, haben sich 2005 zwei Fördervereine gegründet. Diese waren aufgrund der Spendenfreudigkeit der Pfarrmitglieder und des großen Engagements auch aller örtlichen Vereine sehr erfolgreich. Schnell kamen die erforderlichen finanziellen Eigenmittel der Pfarrei zusammen und außerdem fanden sich viele unentgeltliche Helfer. Dadurch konnte bereits 2007 die umfangreich Innenrenovierung in Adelshofen und Turmsanierung in Nassenhausen abgeschlossen werden. Zum Patrozinium von St. Martin 2008 konnte nach 7-monatiger Innenrenovierung die Wiedereröffnung der Kirche in Nassenhausen mit einem festlichen Gottesdienst gefeiert werden. Der letzte Teil der Renovierungsarbeiten bzw. die liturgische Neugestaltung in Nassenhausen wurde im November 2012 beendet. Die Einweihung des „Tisch des Brotes“ (Volksaltar), „Tisch des Wortes“ (Ambo) und des Taufsteins fand in einem Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger am 11.11.2012 statt.

Altar

2013 wurde im Aussenbereich ein Denkmal für Selipert errichtet.