Pfarrverband Mammendorf

Münchener Str. 1, 82291 Mammendorf, Telefon: 08145-270, E-Mail: PV-Mammendorf@erzbistum-muenchen.de

Ein Streifzug durch die Geschichte der Pfarrei St. Jakobus d. Ältere in Mammendorf

Weltgeschehen

1789-1792
Französische Revolution







1793-1794
Schreckensherrschaft in Frankreich






1795-1799
Direktorium in Frankreich mit dem Aufstieg Napoleons







1799-1804
Konsulat Napoleons






1804
Kaiserkrönung Napoleons







1806
Auflösung des dt. Reiches
1806
Der Zusammenbruch Preußens






1809
Erhebung Österreichs gegen Napoleon






1807-1814
innere Umgestaltung Deutschlands:
Hardenberg
Stein
Humboldt

Einfluss der Ideen der französischen Revolution auf Deutschland
Entstehung des dt. National-Bewusstseins
1812
Russlandfeldzug Napoleons







1813-1815
Befreiungskriege Deutschlands







1814-1815
Wiener Kongress zur Neuordnung (Restauration) Europas







1815-1830
Zeit der Restauration







Beginnende Industrialisierung Englands







1830
Juli-Revolution in Frankreich














1830-1840
Vormärz im dt. Reich








1832
Hambacher Fest









1834
Gründung des dt. Zollvereins (Vorstufe der politischen Einigung)









1837
Protest der Göttinger Sieben







1837-1901
Königin Viktoria von England






1848
Märzrevolution in Deutschland






20.03.1948
Ludwig I. von Bayern dankt ab






18.05.1948
Eröffnung der verfassungsgebenden Versammlung in der Paulskirche in Frankfurt





1849
Ende der Nationalversammlung





1850-62
Reaktionszeit





1852-70
Napoleon III











1850
Beginn der Industrialisierung in Deutschland





1862-1866
Hegemoniebestreben Preußens





1866-1871
Nationale Einigung in Deutschland unter Preußens Führung





1866
Deutscher Krieg





1870-1871
Deutsch-französischer Krieg





1871
Gründung des zweiten deutschen Kaiser-reichs

Geschehen in Mammendorf

1788-1808 Pfarrer Franz Xaver Therer

Grabtafel aller Pfarrer
Gedenktafel aller Pfarrer
25.11.1756
geboren in München

1779
Priesterweihe

29.10.1780
Provisor in Otterfing
anschließend Pfarrer in Arget

09.07.1788
Pfarrer in Mammendorf

1798
Dekan des Kapitels in Mammendorf

1808
Stadt- und Militärpfarrer in Ingolstadt

1811
verstorben in Ingolstadt
Pfarrer Franz Xaver Therer
Pfarrer Franz X. Therer
Franz Xaver Therer muss zu jenen Mammendorfer Pfarrherren gezählt werden, welche nachhaltig und manchmal auch über die Grenzen des Ortes hinaus gewirkt haben. Den augenfälligsten Beweis für Therers Wirken besitzen wir zunächst in unserer heutigen Pfarrkirche, deren imposantes Erscheinungsbild wir – abgesehen von der Westerweiterung des Langschiffs von 1902 – gerade ihm verdanken: Nachdem ein Sturm nur wenige Jahre nach Westenrieders Beschreibung am Leonhardstag, den 6. November 1795, das Dach des Langhauses schwer beschädigt hatte, ging Therer quasi einen Neubau der Pfarrkirche an: Unter Einbezug alter Mauerteile und Beibehaltung des Turmes ließ er diese mit erhöhtem und vergrößertem Haupthaus neu aufführen.
Bei der feierlichen Weihe am 8. Oktober 1797 präsentierte sich diese nun alles andere als „armselig“. Nicht nur der ganze Baukörper war jetzt eine stattliche Erscheinung, auch die Innenausstattung war etwas Besonderes. Denn ganz im Stil des Klassizismus gefertigt, stellt die neue Mammendorfer Pfarrkirche damit eine gewisse Rarität in unserer Region dar. Zugute kam der Ausstattung vor allem auch die bedachte und kenntnisreiche, „qualitätssichernde“ Baubegleitung durch Therer selbst, indem er etwa überregional bekannte Handwerker wie den Wessobrunner Stuckateur Johann Michael Sporer beizog.
Ab 1788, erst 32 Jahre alt, wird er Pfarrer von Mammendorf, wo er für 20 Jahre eine ungemein vielfältige und fruchtbare Tätigkeit entfaltet. Als guter Seelsorger wird er jedenfalls beschrieben, aber es gibt später auch Schmähungen gegen ihn.

Erste Berühmtheit erlangt er durch seine Grabung 1791 im Spielberger Wald zwischen Nannhofen und Aufkirchen, wo er vorgeschichtliche Hügelgräber erforscht. Das Kartenmalen scheint ihm Freude bereitet zu haben, denn ebenfalls von seiner Hand ist ein Plan von Mammendorf mit einer ersten Vergabe von Hausnummern, 120 sind es damals gewesen. Um 1800 folgt von seiner Hand auch ein erster Katasterplan für die Ortsfluren.
Ganz bedeutend für Mammendorf und ursächlich auch für die Gestaltung in ganz Bayern waren jedoch seine Bemühungen um die Verbesserung des Schulwesens. Er richtete bei uns den Schulbetrieb neu ein, erstellte Lehrpläne und Leitlinien zur Gestaltung des Unterrichtswesens in einer dermaßen erfolgreichen und weiterführenden Art, die ihm rasch Beachtung, Anerkennung und in Teilen Nachahmung auf höchster Ebene einbrachte.

Therers Bekanntschaft mit dem Akademie-Mitglied Lorenz Westenrieder war dabei sicher für beide befruchtend, denn Westenrieder war bereits seit 1784 Schulrat, von 1799 bis 1802 dann Direktionalrat für das deutsche und lateinische Schulwesen in ganz Bayern.
Als zur Zeit Therers, um 1800, der damalige Kurfürst Maximilian IV. Joseph, ab 1806 König Maximilian I. von Bayern, die allgemeine Schulpflicht einführte, blieb die Schulaufsicht in den Händen der Kirche, nachträglich fixiert im Konkordat von 1817. Diese enge Verschränkung von Kirche und Staat im Schulwesen hatte nicht nur Freunde, bis nach dem Ende der Monarchie in Bayern dann 1919 das gesamte Schulwesen endgültig an die staatliche Oberbehörde ging.

Therer war durch und durch ein Kind der Aufklärung und suchte neue Wege, etwa im Sinne des preußischen Landwirtschaftstheoretikers Albrecht Thaer. Insgesamt muss man den Mammendorfer Pfarrherrn Therer zu jenen klugen Köpfen in Bayern rechnen, welche zunächst vom Geist der Aufklärung beseelt in vielen Bereichen des Wissens und des Lebens neue Wege gegangen war.
Hochaltar St. Nikolaus
Hochaltar st. Nikolaus
Therer zog sich aber nie ins Gelehrtenstübchen zurück. Er hatte immer das Wohl seiner Pfarrgemeinde im Auge, sei es beim Schulwesen – zusammen mit seinem Hilfspriester Matthias Kollmansperger - oder bei der Beschaffung des Hochaltars – künstlerisch bedeutsam von dem Dachauer Bildhauer Lorenz Luidl - für die Nikolauskirche aus dem Kloster Taxa oder wenn er in den napoleonischen Kriegen die französischen Besatzer in Mammendorf couragiert in die Schranken wies.

Als 1801 nach einem Blitzschlag fast ganz Peretshofen ruiniert und auch die Michaels-Kirche schwer beschädigt war und hätte abgerissen werden sollen, setzte er sich mit den fünf Peretshofener Bauern zusammen vehement für den Erhalt der Kirche ein. 1808 allerdings verließ er Mammendorf und ging als Militär- und Stadtpfarrer nach St. Moritz zu Ingolstadt, wo er 1811 55-jährig verstarb.

1808-1826 Pfarrer Josef Eibel

1750 geboren
1768 Hilfs-priester
1788 Pfarrer in Zorneding
1808 Pfarrer in Mammendorf
02.02.1826 verstorben in Mammendorf
Reliquientafel in St. Jakob
Reliquientafel St. Jakob
Die Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation und die Ausrufung des Bayerischen Königreichs erlebten die Mammendorfer noch gemeinsam mit Pfarrer Therer. Die weiterführende Umgestaltung Europas zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte die Pfarrgemeinde, wenngleich auf einer etwas anderen Augenhöhe, zusammen mit ihrem neuen Pfarrherrn Josef Eibl. Als dieser 1808 von Zorneding nach Mammendorf kam, war er bereits im 58. Lebensjahr. Mammendorf sah sich mit der Weltpolitik konfrontiert. 1809 waren über 700 Franzosen im Ort einquartiert, die dort marodierten und auch sonst für genügend Ärger sorgten, so dass Eibl sie in die Schranken weisen musste. Auch gab es jede Menge Ärger mit der Schulaufsicht, welche gravierende Mängel am örtlichen Schulwesen feststellte.
Man darf nicht übersehen, dass Therer seinem Nachfolger die Meßlatte unge-wöhnlich hoch gelegt hatte, dennoch scheint in der Zeit nach ihm vor allem der Schulbesuch, oder besser gesagt: der ständige Schulboykott der Mammendorfer, zum permanenten Ärgernis geworden zu sein. Am 2. Februar 1826 erlöste ihn der Tod von den Strapazen des Mammendorfer Pfarrlebens; seine letzte Ruhe fand er neben der Pfarrkirche. Geblieben sind uns als Erinnerung an seine Zeit die beiden von ihm gestifteten Reliquientafeln auf der Kanzelseite der Pfarrkirche.

1826-1830 Pfarrer Philipp Riembauer

26.04.1774
geboren in Langquaid
Benefiziat in Margartshausen
Pfarrer in Garmisch
Kammerer des Dekanats Werdenfels

07.05.1826
Pfarrer in Mammendorf

04.11.1830
Pfarrer von Painten/Opf.
Pfarrer von Traunwalchen/TS

21.03.1841
verstorben in Traunwalchen
Türe Pfarrhof
Pfarrtür mit Initialen
Auch der Nachfolger Philipp Riembauer war nicht mehr der Jüngste, als er die nicht gerade kleine Pfarrei nur wenige Wochen nach Eibls Tod übernahm. Nach Studien in Regensburg, Salzburg und Rom, einem Benefiziat in Margartshausen und einer Pfarre in Garmisch kam er als 52-Jähriger zu uns. Schon 1830 verließ er wieder Mammendorf, um Pfarrer in Traunwalchen zu werden, wo er 1841 verstarb. Alles was in Mammendorf von ihm blieb sind seine Initialen an der Eingangtür des Pfarrhofes. Ein undatierter Seelssorgsbericht, in die Zeit zwischen 1822 und 1830 einzuordnen, stellt der Gemeinde kein gutes Zeugnis aus, denn sowohl Schulwesen wie religiöser und sittlicher Zustand scheinen danieder zu liegen; die schuld wird vor allem den Personen des „öffentlichen Lebens“ gegeben, gemeint sind besonders Lehrer und Wirtsleute!

1830-1839 Pfarrer Dr. Josef Alois Prand

Pfarrer Josef Alois Prand
Pfarrer Prand
27.01.1801 Waging/TS

17.04.1824 Priesterweihe
Engelsberg/Trostberg
Landshut St. Martin
Vikar in Tittmoning

27.03.1830 Pfarrer in Mammendorf

1836 Franz Xaver Vordermayer vikariert Mammendorf

1836 Schulreferent der kgl. Bayer. Regierung

02.02.1839 Generalvikar von München und Freising

1840 Oberkirchenrat und Schulrat

05.10.1843 Domkapitular

1855 Domprobst

1856 Generalvikar

02.08.1882 verstorben in Non/Reichenhall
Josef Prand, Doktor der Theologie, war 1801 als Lehrersohn in Waging auf die Welt gekommen und nun, gerade erst 29 Jahre alt, Pfarrer von Mammendorf. Allein aus seiner Familie ergriffen drei Brüder das Priesteramt, entsprechend konsequent wie seine Erziehung schien auch sein Wirken zu sein, denn gleich zu Beginn ging er streng gegen den allgemein konstatierten Sittenverfall in der Gemeinde vor.

1836 wurde er dann Schulreferent bei der Regierung von Oberbayern. Seitdem hatte er nur noch wenig Zeit für seine Gemeinde; faktisch führte sein Vikar Franz Vordermayr spätestens ab da die Geschäfte und beaufsichtigte auch maßgeblich 1838 den Bau des Gemeinde- und Mesnerhauses, in dem die neue Schule untergebracht wurde.
Zu den 1700 fl von Gemeinde und Regierung gab Pfarrer Prand aus seinem Privatsäckel noch 400 oder 500 fl dazu. Die 100-Jahr-Feier der Bruderschaft zum Guten Tod 1834 ließ er den Mammendorfern zu einem einzigartigen kirchlichen Fest werden. Selbst auch hervorragender Musiker, verbesserte Prand außerdem das Kirchenmusikwesen und hinterließ eigene Kompositionen.

1839 allerdings wurde er dann Kanonikus bei St. Kajetan in München und verließ damit endgültig seine Gemeinde, aber nicht ohne weiter einzugreifen in den harten Kampf seines Vikars gegen den Moral- und Sittenverfall der modernen Zeit oder 1849 mit einer großen privaten Spende die Folgen des Mammendorfer Brandes zu mildern.

Kaum in München, wurde Prand Oberkirchenrat und Schulrat, 1843 dann Domkapitular. Mit seiner Berufung zum Generalvikar der Erzdiözese erreichte er den Höhepunkt einer beachtlichen Karriere, bis er 1882 bei Reichenhall verstarb und im Münchner Dom beigesetzt wurde.

1839-1870 Pfarrer Joseph Baur

Pfarrer Joseph Baur
Pfarrer Joseph Baur
06.04.1804
Geboren in Marktoffingen/Ries

1827
Priesterweihe

1832
Pfarrer in Stozard

29.07.1839
Pfarrer in Mammendorf

22.04.1870
gestorben in Mammendorf
Mit Prand hatte Mammendorf einen jungen und hoffnungsvollen Pfarrer bald wieder abgeben müssen, doch es sollte ihm ein anderer folgen, der, auch erst 35 Jahre alt, dann ganze 31 Jahre hier blieb. Zunächst übernahm Josef Baur mit seiner neuen Pfarrei auch die Plagen seines Vorgängers mit den Begleiterscheinungen des Eisenbahnbaus. Daneben hatte er eine rege Bautätigkeit zu bewältigen. 1846/47 erhielt die Kirche in Nannhofen Empore und Orgel

1856 bekam Pfaffenhofen die Orgel erbaut von dem seit 1845 in Mammendorf niedergelassenen Orgelbauer Peter Moser.

1868 wurde in Peretshofen renoviert

1870 das Langhaus in Pfaffenhofen verlängert
In den ersten Morgenstunden des 26. Mai 1854 brach der erst vor hundert Jahren erbaute Turm der Nikolauskirche zusammen. Die Sakristei wurde zerstört, der Hochaltar schwer beschädigt. Bei alledem gab es sogar noch eine gute Nachricht: Menschen waren nicht zu Schaden gekommen und die Glocken hatten eine weiche Landung in der nebenstehenden Linde. Dennoch war es kein Einfaches, bis im Jahre 1856 die Nikolauskirche ihren Turm wiederhatte.

1848 hatte Pfarrer Baur im Zuge der weitgreifenden Veränderung hinsichtlich der Besitzverhältnisse des Pachtlandes die gesamten Mammendorfer Fluren katastermäßig neu kartiert. Allerdings brachte ihm seine Beteiligung an dieser Umwandlung der grundherrlichen Verhältnisse in moderne Eigentums- und Pachtverhältnisse auch jede Menge Ärger, vor allem mit unzufriedenen Bauern ein. Von seinem Grab, das sich einst auf dem Friedhof der Pfarrkirche befand, wissen wir heute leider nichts mehr.

1870-1882 Pfarrer Matthias Georg Mayr

19.04.1822 geboren in Landshut
29.06.1848 Priesterweihe
27.07.1848 Koadjutor in Mittenwald
26.04.1850 Provisor in Schlehdorf
26.08.1851 Kooperator in Dietramszell
23.11.1854 Verweser des Deuringschen Benefiziums in Dietramszell
24.07.1855 Beichtvater der Salesianer in Dietramszell
28.02.1862 Inspektor und Beichtvater
01.08.1862 Schloßbenefiziat in Zangberg
06.05.1863 Beichtvater des Klosters in Zangberg
04.06.1870 Pfarrer in Mammendorf
01.02.1882 freiresigniert nach Landshut gezogen
10.11.1891 verstorben als Komorant in Pasing
Die auf Pfarrer Baur folgenden Pfarrherren konnten keine besonderen Spuren in Mammendorf hinterlassen. Ganz im Gegensatz zu den Vorgängen auf europäischer oder Dekanatsebene.

Europa
Frankreich befand sich im Krieg mit den Preußen, und die süddeutschen Staaten, mit Bayern, hatten sich an die Seite Preußens gestellt. Die Gründung des Deutschen Reiches 1871 hat wohl im realen Leben der Mammendorfer Pfarrei wenig Spuren hinterlassen.

Dekanat
1871 waren die nördlichen Pfarreien aus dem Dekanat Egenhofen, zu dem Mammendorf gehörte, ausgegliedert worden. Die Kirchenstruktur in unserer Region hatte sich erstmals seit dem Hochmittelalter nennenswert verändert. 1924 wurde das Dekanat in Egenhofen und Fürstenfeldbruck aufgeteilt und 1973 die Dekanatsstruktur im ganzen Bistum weitgehend an die Landkreisgrenzen angepasst.
Pfarreibeschreibung von 1874
Eine große und von der wirtschaftlichen Fundierung her wenn auch nicht reiche, so doch gut situierte Landpfarrei, eine „Wechselpfarrei“, welche also durch den Bischof ohne Rücksicht auf fremde Präsentationsrechte besetzt werden konnte. Insgesamt zählt die Statistik 1387 Seelen in 217 Häusern, unterschieden wird immer noch zwischen Unter-Mammendorf, dem Pfarrsitz, und Ober-Mammendorf als Filiale, dazu die Dörfer Germerswang und Pfaffenhofen mit weiteren Filialkirchen, Nannhofen mit Schlosskirche, dazu noch die Weiler Egg, Eitelsried, Hirschthürl und Peretshofen mit St. Michael. Für Egg wird die Kapelle genannt, welche heute in beklagenswertem Zustand noch dort zu sehen ist.
In der seit jeher im Unterdorf gelegenen Schule befanden sich immerhin 147 Werktagsschüler – so sie denn in der Schule auftauchten. Als Seelsorger vorgesehen waren der Pfarrer, ein Kooperator und ein Koadjutor. Letztere Stelle dürfte wohl selten besetzt gewesen sein. Wirtschaftliche Grundlage war ein ansehnlicher, aber verstreuter Pfründenbestand mit einem beachtlichen Reinertrag von 2400 fl jährlich.
Pfarrer Mayr resignierte zum 1. Februar 1882 und zog sich, noch vor Vollendung seines 60. Lebensjahres, in seine Heimatstadt Landshut zurück.

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