Pfarrverband Mammendorf

Münchener Str. 1, 82291 Mammendorf, Telefon: 08145-270, E-Mail: PV-Mammendorf@erzbistum-muenchen.de

Ein Streifzug durch die Geschichte der Pfarrei St. Jakobus d. Ältere in Mammendorf

Weltgeschehen

1871-1890
Bündnispolitik Bismarcks












1890-1904
der neue Kurs in Deutschland nach dem Sturz Bismarck: Imperiale, impulsive Machtpolitik












1891
Alldeutscher Verband












1880-1914
Hochkapitalismus












1860-1914
Gründung der Arbeiterbewegung:
Gewerkschaften
Arbeiterparteien



















1900
Einführung des BGB










1914-1918
Erster Weltkrieg











06.04.1917
Kriegseintritt der USA











30.10.1918
Waffenstillstand









28.06.1919
Friedensvertrag von Versailles








Feb. 1919
Eröffnung der Nationalversammlung in Weimar; Beginn der Weimarer Republik






1919-1923
Krisenjahre








1923
Einmarsch der Franzosen ins Ruhrgebiet








Nov. 1923
Hitlerputsch








1918-1924
Bildung der Sowjetunion








1925-1934
Reichspräsident Hindenburg
Radikalisierung








24.10.1929
Schwarzer Freitag der New Yorker Börse








1933
Machtübernahme Hitlers









29.09.1938
Münchner Konferenz











01.09.1939
Überfall Deutschland auf Polen;
Beginn des zweiten Weltkrieges











1939-1945
zweiter Weltkrieg
politische Verfolgung
Vertreibungen
Judenverfolgung
Rassenwahn











30.04.1945
Selbstmord Hitlers




08.05.1945
Bedingungslose Kapitulation Deutschlands




Seit 1944
Vertreibung der Deutschen v.a. aus den Ostgebieten



1945
Potsdamer Abkommen (dt. Teilung)




1947
Londoner 6-Mächte-Konferenz




Juni1948
Währungsreform




Mai 1949
Grundgesetz; Fixierung der dt. Teilung




1954
Pariser Verträge BRD tritt der Nato bei








Mrz. 1953
Tod Stalins









1949-1963
Bundeskanzler Konrad Adenauer
Westintegration der BRD
Beginnender Wiederaufbau
Trümmerfrauen
Parallele Entwicklung des zweiten deutschen Staates der DDR









1956
Aufbau der Bundeswehr









1945-1984
Kalter Krieg

Geschehen in Mammendorf

1882-1900 Pfarrer Friedrich Leopold Mayer

Pfarrer Friedrich Leopold Mayer
15.11.1830
geboren in Pfaffenhausen/MN

1850
philosophische Studien an Universität München
theologische Studien an der Hochschule zu Dillingen

15.03.1855
Abschlusszeugnis

1856
Priesterweihe
Kaplan in Altstätten
Kaplan in Haldenwang

23.05.1874
Stadtpfarrer in Kempten St. Lorenz

30.04.1878
kgl. Verdienstkreuz I. Klasse vom Hl. Michael

04.03.1882
Pfarrer in Mammendorf

30.11.1900
gestorben in Mammendorf
begraben in seiner Heimat Pfaffenhausen
Dass sowohl Pfarrer Mayr, als auch Pfarrer Mayer und sein Nachfolger nicht unbedingt bleibende Spuren in Mammendorf hinterließen mag an den mangelnden Quellen liegen, aber auch an der schwindenden Rolle von Kirche und Pfarrer und den fehlenden Einzelereignissen. Sicher lag es aber auch in den jeweiligen Persönlichkeiten selbst. Friedrich Leopold Mayer kam aus Kempten und war von 1882 bis zu seinem Tod im Jahre 1900 Pfarrer von St. Jakob.
Seine Liebe galt mehr Hunden, Pferden, exotischen Tieren und dem Militär, als den pfarrlichen Dingen. Ein für Mammendorf nachhaltiges Ereignis bleibt dennoch festzuhalten. 1891 wurde auf Grund einer Stiftung von Michael Aumüller das Kloster der Armen Schulschwestern gegründet. Ab 1894 übernahmen sie den Elementarschulunterricht für die Mädchen. Generationen von Mammendorferinnen sind seither bei ihnen in die Schule gegangen.
70 Jahre alt verstarb Pfarrer Mayer schließlich, immer noch im Amt, im Jahre 1900 an Magenkrebs und wurde in seiner Heimat beigesetzt

1900-1909 Pfarrer Lorenz Dunstmair

Pfarrer Lorenz Dunstmair
Pfarrer Lorenz Dunstmair
09.08.1863 geboren in Schabing/TS
08.04.1888 Priesterweihe
15.04.1888 Koadjutor in Miesbach
17.06.1889 Beurlaubung wegen Krankheit
05.08.1889 Wallfahrtspriester in Birkenstein
28.07.1894 Benefiziatsvikar in Schlossberg
12.11.1894 ebendort investiert
15.09.1897 Pfarrer in Oberdorfen
30.01.1901 Pfarrer in Mammendorf
01.10.1909 Pfarrer in Teisendorf
01.03.1930 freiresigniert in Teisendorf
02.05.1938 gestorben in Teisendorf
Der damals 37 Jahre alte Lorenz Dunstmair kam 1901 aus der Traunsteiner Gegend nach Mammendorf, bis er wieder 1909 in die Nähe seiner Heimat zurückging und die Pfarrei Teisendorf übernahm. Ihm haben wir die heutige Form unserer Pfarrkirche zu verdanken. Unter ihm wurde ab 1902 das Kirchenschiff von den jetzigen Eingangstüren aus nach Westen verlängert und mit den entsprechenden Einbauten versehen. Als Bauernsohn hat er die Kirchenpfründe zusammen mit seinen Kooperatoren selbst bewirtschaftet.

1909-1918 Pfarrer Franz Xaver Scheitzach

Pfarrer Franz Xaver Scheitzach
Pfr. Franz X. Scheitzach
17.10.1864 geboren in München
08.04.1888 Priesterweihe
12.04.1888 Koadjutor in Teisendorf
25.10.1988 Aushilfspriester in Freising
16.04.1989 Kooperator in Freising
20.01.1891 Kaplan in München-Haidhausen
13.07.1891 2. Kooperator in Ebersberg
09.11.1891 Pfarrvikar in Steinhöring
23.01.1892 Pfarrvikar Hechenberg
30.03.1892 Kooperator in Prien
19.06.1894 Exposi-tus in Unterdarching
27.05.1896 Pfarrer in Unterpfaffenhofen
16.12.1909 Pfarrer in Mammendorf
15.04.1918 Pfarrer in Erding
01.04.1935 Resigniert in Erding
28.01.1936 verstorben in Erding
Geistlicher Rat, Schuldekan, Dekan
In seine Amtszeit fiel die Gründung des Katholischen Burschenvereins Mammendorf am 24. April 1911. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges zogen immer mehr Burschen und Männer ins Feld, immer mehr blieben auch auf den Schlachtfeldern. Das öffentliche wie private Leben musste, wie auch anderswo, zunehmend von Frauen, Kindern und alten Männern getragen werden.
Das Jahr 1917 wurde für unseren Ort ein besonders schlimmes Jahr: Am 19. April geschah jenes schwere Eisenbahnunglück im Bahnhof Nannhofen, bei dem Dutzende Menschen getötet oder schwerst verletzt wurden. Auch der Pfarrer hatte in diesen Tagen alle Hände voll als Seelsorger zu tun. Dagegen war der Verlust des Bronzegeläuts der Pfarr- und Nikolauskirche, auch der zinnenen Orgelpfeifen, die alle als Schmelzmetall dem Kriegsgott geopfert wurden, eine Bagatelle. Letztendlich aber schien Scheitzach, Sohn eines Kunstmalers, den schönen Dingen und der Literatur verbunden, beschrieben als „bescheidener, feiner geistlicher Herr“, mit den eher rauheren Mammendorfern nicht besonders warm geworden zu sein.

1918-1940 Pfarrer Josef Sell

Pfarrer Josef Sell
Pfarrer Josef Sell
1.08.1970 geboren in München
29.06.1895 Priesterweihe
18.07.1920 Primiz in Kirchdorf
20.07.1895 Kooperatorverweser Hummel
14.09.1896 Kooperatorverw. Steinkirchen
12.02.1897 Kooperatorverweser Altenerding
19.07.1898 Kooperator in Walpertskirchen
05.11.1898 Kooperator in Zorneding
20.09.1990 Aushilfe in Kirchseeon
12.09.1902 Expositus in Kirchseeon
22.10.1913 Pfarrer in Parsberg
27.06.1918 Pfarrer in Mammendorf
01.09.1940 freiresig-niert in Mammendorf
03.08.1950 verstorben in Mammenmdorf
Geistlicher Rat und Schuldekan, bayerisches Verdienstkreuz
Im Sommer 1918 folgte der Münchner Josef Sell nach, der seine Pfarrkinder streng, energisch und eigenwillig führte, da er als 48-jähriger nicht mehr so konzessionsbereit gewesen sein dürfte, wie jüngere Kollegen. Sells Amtsübernahme fiel in eine echte Umbruchszeit: Kriegsende, Rückkehr und Eingliederung der Soldaten, Revolutionswochen, Demokratie.
Vielleicht veranlasste ihn gerade diese ruhelose Zeit nach seiner Resignation zum 01.09.1940 eine bisher nicht vorhandene Pfarrchronik ins Leben zu rufen. Das ist tatsächlich geschehen, denn diese „Pfarrchronik“ wird, mit einer Lücke für die Amtszeit Martin Bauers und in unterschiedlichster Form, seither weitergeführt. Josef Sells Eintragungen über seine eigene Zeit in Mammendorf sind, da nicht zeitnah geschrieben, eher von begrenztem Wert als Quelle für seine Amtszeit.

Ein kleines Bonmot am Rande: Sell schrieb die Pfarrchronik im Nauderhaus in der jetzigen Ahornstraße nieder, wohin er sich nach der Resignation zurückgezogen hatte: dies ist das Elternhaus des jetzigen PfarrArchivars.
In der unruhigen und revolutionären Zeit 1918/19 schwor er an den Adventssonntagen mit seinen „Revolutionspredigten“ die Mammendorfer auf ihre Pflichten als treue und verlässliche Bürger ein. Im Geiste wohl mit der Mehrheit seiner Gemeindemitglieder verbunden war Sell tief deutschnational gesinnt und konnte die Räteherrschaft nicht gutheißen, ließ die Dinge aber eher gelassen auf sich zu kommen und im Verbund mit den Gemeindeältesten wurde aufkeimendes Revoluzzertum im Keim erstickt. Obwohl er selbst von den Fürstenfeldbrucker Räten wohl auf einer schwarzen Liste geführt worden war, wurde er politisch in Ruhe gelassen.
Pfarrliche Ereignisse
01.01.1919
feierlicher Empfang der Kriegsheimkehrer mit militärischem Gepräge

1920
Volksmission durch Redemptoristen-Patres

1920
Ersatzglocken (Stahl) von Schilling&Lutter in Apolda. Wegen der beginnenden Inflation und postalischer Verwicklungen kamen diese um 13.000 Mark billiger.

15.07.1920
Primizfeier des Neupriesters, Joseph Schlemmer, im Garten der Mädchenschule

1926
Renovierung St. Georg in Pfaffenhofen

1928
Renovierung St. Peter und Paul in Nannhofen

21.04.1932
Firmung durch Kardinal Faulhaber mit Visitation. Ergebnis: Der Kardinal hat sich besonders über die „andächtige Haltung der Burschen“ gefreut.

Nov. 1932
8 Tage Volksmission

1932
Umpfarrung von Germerswang nach Malching zur Resignation des Malchinger Pfarrers und Einführung der Frühmesse an Sonn- und Feiertagen

1938
Trockenlegung der Pfarrkirche, keine Innenrenovierung wegen Mangel an Baustoffen und Arbeitern

31.08.1940
Resignation in seinem 70. Lebensjahr. Sein Wunsch für die Zukunft der Pfarrgemeinde: Möge sie bleiben was sie über Jahrhunderte immer war: „katholisch bis ins innerste Mark der Knochen“

03.08.1950
verstorben in Mammendorf
Beerdigung Pfarrer Josef Sell
Beerdigung von G.R Josef Sell am 07. August 1950

1940-1956 Pfarrer Martin Bauer

Pfarrer Martin Bauer
Pfarrer Martin Bauer
07.04.1892 geboren in Rainbach
29.06.1920 Priesterweihe
06.08.1920 Kaplan in Kolbermoor
15.07.1923 Kooperator in Rott a. Inn
01.04.1926 Expositus in Oberbiberg
16.11.1927 Kooperator in Landshut
16.06.1939 Kom. Wehrmachtspfarrer
01.10.1940 Pfarrer in Mammendorf
06.08.1956 verstorben in Mammendorf
Martin Bauer, gebürtig in Rainbach bei Haag (Obb.), hatte bereits das 48. Lebensjahr vollendet, als er in Mammendorf seine neue Pfarrei übernahm, und war damit ebenso alt wie seinerzeit sein Amtsvorgänger. Die gesamte Amtszeit musste er ohne Kaplan bewältigen. Die Kriegsjahre verliefen den Seelsorgsberichten zu Folge eher gleichförmig ohne besondere äußere Ereignissen: keine Feindeinwirkungen, die Zahl der Flüchtlinge aus der Hauptstadt blieb überschaubar. Im Herbst 1942 stürzte aus unerfindlichem Grund das Kreuz des Turms von St. Nikolaus herab.
Die Mammendorfer waren auch weiterhin gute Kirchgänger, was 750 und 850 Gläubige von 1.500 Seelen bei einer normalen Sonntagsmesse bedeutete – davon dürfte der heutige Pfarrer von Mammendorf eher träumen. Konflikte mit den Nationalsozialisten im Dorf, vor allem dem damaligen Bür-germeister Lorenz Scherer, blieben aber dennoch nicht aus.
Wegen einer Sammlung für die Renovierung der Pfarrkirche landeten Pfarrer Bauer und die Spender auf schwarzen Listen der Nazis. Bis das gerichtliche Verfahren über zwei Instanzen schließlich eingestellt wurde, wurde die Renovierung unbeirrt vorgeführt und abgeschlossen.
Als die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges auf ihren Höhepunkt zutreibt, berichtet Pfarrer Bauer Anfang 1945: „Doch finden religionsfeindliche Bestrebungen keinerlei Anklang sondern meist scharfe Ablehnung, zumal man meist überzeugt ist, dass religionsfeindliche Bestrebungen mit Schuld sind an dem Leid, das dieser Krieg gebracht hat.“
Höchste Gefahr herrschte kurzzeitig am 29. April 1945 beim Einmarsch der Amerikaner. Die Belastungen der folgenden Wochen und Monate durch die einquartierte Soldaten, durchziehende Heimkehrer und durch das Gefangenenlager am Fliegerhorst teilten sich Gemeinde und Pfarrer ohne Unterschied. Mit fortschreitender Normalisierung ergaben sich neue Problemfelder, die den Pfarrherrn selbst in seelische Not brachten und ihn an seiner Herde schier verzweifeln ließ:
  1. „Haß, Neid, Rachsucht und Schadenfreude“ als Folgen der Ent-nazifizierung.
  2. Gut katholisches, christliches Verhalten schien den Menschen plötzlich fremd.
  3. Denunziantentum machte sich breit.
  4. Flüchtlinge und Vertriebene schienen bei den Einheimischen, wie überall in Deutschland, auf hartnäckige Ablehnung zu stoßen
Gedenkstein Pfarrer Martin Bauer
Gedenkstein
Dennoch konnte die „Neue Heimat“ zum Wohle vieler Familien 1947 auf Initiative von Pfarrer Bauer begonnen und am 23.10.1949 eingeweiht werden. Pfarrer Bauer hatte den pfarreigenen Grund zur Verfügung gestellt, verhandelte mit der kirchlichen Pfründenverwaltung, der Caritasdirektion, der Ligabank in Regensburg und der bayerischen Landessiedlungsanstalt unter höchst schwierigen Bedingungen. Für den Aufbau der Siedlung und seine Leistungen zur Versöhnung von Einheimischen und Flüchtlingen wurde ihm 1958 in der Martinssiedlung ein bescheidenes Denkmal gesetzt.
Negative Entwicklungen waren in den Nachkriegsjahren in den Berichten vermehrt festzustellen:
  • Die Gefahren des neuen Dorfkinos für die Jugend
  • Die „Vergötzung des Kindes“
  • Das Auftreten von Adventiste
  • Das Auftreten Zeugen Jehovas
  • Protestantische Bevölkerung in rein katholischem Gebiet
  • Der Weg der Buben ging am Sonntag nicht in die Kirche sondern auf den Fußballplatz
Positiv konnte er anmerken:
  • Sehr gute Versorgung mit Gottesdiensten durch die Mithilfe von Pfarrer Sell und den als Studienrat tätigen Priester Joseph Kellerer, geboren in Mammendorf.
  • Installation einer Art Krankenhausseelsorge in Nannhofen
  • Der Burschenverein richtet eine „Volksbibliothek“ ein
  • 1953 Primiz des Neupriesters Franz Liebsch
  • Erster Pfarrausschuss als Vorläufer des Pfarrgemeinderats
Am 06.08.1956 verstarb Pfarrer Bauer nach einem Autounfall im Krankenhaus. Seine Resignation wäre ab 01.09.1956 bewilligt gewesen.

1956-1987 Pfarrer Thomas Führer

Pfarrer Thomas Führer
G.R. Thomas Führer
28.03.1913 geboren in Adelshofen
28.03.1913 Taufe in Adelshofen
27.04.1923 Erstkommunion in Adelshofen
16.05.1924 Firmung in Fürstenfeldbruck
31.03.1940 Priesterweihe
07.04.1940 Primiz in Adelshofen
01.05.1940 Kooperaturverw. in Zorneding
12.04.1940 aktiver Wehrdienst (Allgäu, F, Rus)
13.04.1945 Gefangenschaft in Milpe/Wstfl.
01.12.1945 Kaplan in Olching
01.08.1949 Kaplan in Landshut/St. Margaret
01.06.1952 Expositus in Eisenärz
01.09.1956 Pfarrer in Mammendorf
01.12.1961 Kammerer des Dekanats FFB
1966–1978 Dekan des Dekanats FFB
01.07.1972 Erzbischöfl. Geistlicher Rat
1976 Pfarradministrator Jesenwang
01.09.1987 Rückzug in s „Private“
08.12.1990 gestorben in Fürstenfeldbruck
Ebenso wie Pfarrer Bauer stellt sein Nachfolger Pfarrer Thomas Führer nur nüchterner als sein Vorgänger fest, was die Veränderung der Zeiten mit sich brachte. Der enge Kontakt zur Großstadt durch das Pendlertum machte sich bemerkbar in Lebensweise, Ansichten oder Kleidung. Dennoch konstatierte er eine gute Spendenbereitschaft und gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Alles in allem konnte der neue Pfarrer recht zufrieden sein mit Mammendorf.
Als er am 30. August 1956, nun 43 Jahre alt, von seiner neuen Gemeinde feierlich am Bahnhof Nannhofen abgeholt wurde, kehrte er damit wieder in seine Heimatregion zurück.
Als Stütze des kirchlichen Lebens sind zu erwähnen: die Bruderschaft vom Guten Tod, der Ludwig-Missionsverein, der Bonifatiusverein, der Korbiniansverein, der nächtliche Sühneverein und zeitweise eine Gruppierung des III. Ordens, natürlich der katholische Burschenverein, den er gar „eine Segensquelle für die Pfarrgemeinde“ nannte. Eine Werkvolkgruppe, die KAB-Ortsgruppe, sollte später noch dazu treten.
Wichtige Ereignisse waren:
26.02.1961
Weihe der Pfarrbücherei

seit 1963
Umsetzung des II. Vatikanischen Konzils
Umgestaltung des Presbyteriums in der Pfarrkirche
Einrichtung des Volksaltares
Stärkung des Laienapostolats

Den Neuerungen begegnete Pfarrer Führer durchaus zwiespältig und er wollte auf keinen Fall mit einer Flut von Neuerungen sein Kirchenvolk vor den Kopf stoßen.

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