Pfarrverband Mauern

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Vortrag von Schwester Teresa Zukic

Schwester_Teresa_Zukic
„Mein Leben ist mein Hobby“ stellte Schwester Teresa Zukic mit Freuden fest, als sie pointenreich und zugleich mit unnachahmlicher Ruhe ihren ungewöhnlichen Lebenslauf vortrug. Weit über Einhundert Zuhörer waren am Donnerstagabend in den Saal zum „Alten Wirt“ gekommen, um die in Medien, Funk und Fernsehen seit Jahren präsente Ordensschwester zu hören und kennenzulernen. Und der Besuch hatte sich allemal gelohnt, viele wertvolle Impulse, Anregungen, Ermunterungen und Beispiele für das „Abenteuer Christ sein“ zeichnete die Nonne auf. Mit ihrer milden und warmherzigen Stimme rührte sie an und zog die Besucher sofort in ihren Bann. Als Skateboard fahrende Nonne wurde Schwester Teresa durch ihre spirituellen Impulse in ihren Vorträgen in ganz Deutschland bekannt und die Powerfrau begeistert seither Menschen für ein aufregendes, lebendiges Christ sein. Zukic ist Buchautorin und gibt überkonfessionell Vorträge und Besinnungstage. Von Unternehmern entdeckt, gibt sie seit Jahren Motivationstrainings für Mitarbeiter und Topmanager. Zukic komponiert aber auch Rockmusicals, neun Stück sind es inzwischen  und diese führt sie mit ihrer Gemeinde auf. 2004 erhielt sie den Kulturpreis für Musik und Gegenwartsliteratur des Kreistages der Stadt Bayreuth und im Oktober 2013 wurde ihr auf Vorschlag von Bundespräsident Joachim Gauck die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Doch der Weg zu dem, was sie heute ist, schien nicht immer leicht, gibt Zukic zu. Für die gebürtige Kroatin schien ein ganz anders Leben vorgesehen zu sein, sie war Leistungssportlerin und Schülerin eines Sportinternates als sie eines Nachts „existentiell berührt“ wurde. Zukic erzählt von dieser für sie so entscheidenden und einschneidenden Nacht, die alle ihre Kariere-und Berufswünsche in den Hintergrund gestellt hatte. Gut 50 000 Kilometer sei sie jährlich „Im Auftrag des Herrn“ unterwegs und über 180 Vorträge habe sie im vergangenen Jahr gehalten, einen sogar auf der Zugspitze, erzählt Schwester Teresa. Schließlich zeigte sie ihre „5 Schritte zu einem erfüllten Leben“ im Abenteuer Christ sein auf. „Würde ich mich als Freund oder Freundin annehmen?“ stellte sie die Frage ins Publikum, denn ein wichtiger Schritt sei es,  die Freundschaft mit sich selber zu leben. Nur wer mit sich selbst zufrieden sein könne, der sei es auch mit anderen. Auch von ihrem persönlichen Lieblingsevangelium, ihrem „Anti-Stress-Evangelium“ berichtete die Nonne. Man solle die Bibel nicht nur lesen, sondern Bibel werden. Wir reden ständig mit uns selber, auch wenn wir beten – es gebe hundert Methoden, Gott zu loben und dazu habe man immer Gelegenheit. Ob im Stau, beim Zähneputzen oder beim Anstehen im Supermarkt, es gebe viele Momente. Ungewöhnliches gegen die Gewohnheit tun sei ein weiterer Schritt zum lebendigen Christ sein, denn Gewohnheit sei der größte Klebstoff. „Wir sind ein Jammerland – wir führen die Bestenlisten von Unzufriedenheit an – wir sind nicht mehr verliebt“, stellte Teresa Zukic fest. „Wenn ich nicht in Christus verliebt wäre, dann würde ich vieles nicht tun“. Liebe und Glaube dürfe nicht gewöhnlich werden. Zwei Hausaufgaben gab sie ihren Zuhörern mit auf den Weg: „Einen Menschen umarmen und fest drücken und einen Menschen anlächeln“.