Pfarrverband Mauern

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Kirchenführungen im Pfarrverband

Bei einem Tag der offenen Tür hatten die Pfarrangehörigen des Pfarrverbandes Mauern-Schweinersdorf-Volkmannsdorf Gelegenheit, sich mit der Geschichte ihrer Kirchen vertraut zu machen. In der Pfarrkirche Mauern berichtete Kirchenpfleger Hubert Oberprieler in anschaulicher und kompetenter Weise von der Geschichte der Pfarrkirche St. Johanes der Täufer. Als Taufkirche (Holzbau) wurde die Kirche als Eigenkirche der Schlossherrschaft im Jahr 764 erbaut. Um 1500 wurde an den einschiffigen Bau eine niedrigere Kapelle als Gruft Kirche angebaut – in der Gruft fanden die früheren Schlossherren ihre letzte Ruhestätte. Die Steintafeln zeugen noch heute davon. Der 36 Meter hohe Barockkirchturm präge seit seinem Bau um 1711 das Ortsbild von Mauern. Auf dem Glockenturm befinden sich, nachdem die Glocken in den beiden Weltkriegen beschlagnahmt waren, wieder vier Glocken, die Dreifaltigkeitsglocke aus dem Jahre 1745 hatte die Gemeinde nach dem zweiten Weltkrieg wieder zurückerhalten, berichtete Oberprieler. Auch auf die letzte Kirchenrenovierung, die im Jahr 1998 mit einer modernen Gestaltung des Altarraumes abgeschlossen wurde, sowie auf die neue Jahn Orgel, die seit 2002 von der Empore erklinge, ging der Kirchenpfleger ein.

Sixthaselbach. Um 15 Uhr hatten die Pfarrangehörigen Gelegenheit die Filialkirche in Sixthaselbach, erbaut in der zweiten Hälfte des 15 Jahrhunderts, mit seinem markanten 36 Meter hohen, spitzen Kirchturm, an dessen vier Seiten mit hohem Helm Giebeln angebracht sind, genauer kennen zu lernen. Mesner Bartholomäus Bauer und Organist Josef Bauer schilderten in interessanter und ausführlicher Weise die verschiedenen Epochen, die in St. Sixtus, die Kirche ist dem Patron Papst Sixtus II geweiht, ihre Spuren hinterlassen haben. Schnitzfiguren des Kirchenheiligen befinden sich in der Mitte des Hochaltars und an der rechten Seite des Kirchenschiffes. Ausführlich ging Bartholomäus Bauer auch auf die weiteren Figuren am Hochaltar und im Kirchenraum ein. Der Volksaltar wurde im Jahre 2002 aus der ehemaligen Kanzel erstellt. Die alten Bilder der vier Evangelisten Johannes (mit Sinnbild Adler) Lukas (mit Sinnbild Stier) Markus (mit Sinnbild Löwe) Matthäus (mit Sinnbild Engel) wurden in den Volksaltar übernommen. Josef Bauer wusste schließlich vieles von der Geschichte von Sixthaselbach zu erzählen. Der Ort verdankt seine frühe Ersterwähnung (um 748) einer der ältesten Urkunden des Hochstifts Freising.

Volkmannsdorf. Hans Obermaier gestaltete dann eine Stunde später in der Volkmannsdorfer Pfarrkirche St. Laurentius mit viel geschichtlichem Hintergrundwissen eine Führung. Das genaue Baujahr der Pfarrkirche mit ihrem an der Südseite des Chores angebauten Spitzturm sei nicht bekannt. Es werde jedoch vermutet, dass das Gotteshaus Ende des 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut wurde. Im Jahr 1468, etwa zu der Zeit der Errichtung des Chores der Volkmannsdorfer Kirche, wurde das Kastulusmünster in Moosburg vom romanischen in gotischen Stil umgestellt. Das Äußere des Chores des Kastulusmünsters ähnle unübersehbar dem des Chores von St. Laurentius, so Obermaier. Bei  der informativen und sehr anschaulichen Führung wurde auch  der Kircheninnenraum mit seinem wundschönen Altarraum eingehend vorgestellt. Den Tag der offenen Kirchen hatte Hans Obermaier zum Anlass genommen, die Kirchenchronik zu aktualisieren, diese verteilte er am Ende an die anwesenden Besucher.

Den Abschluss der Kirchenführungen des Pfarrverbandes bildete schließlich eine feierliche Vesper in der Pfarrkirche St. Johannes in Mauern.

Bilder von der Kirchenführung in Mauern
Kirchenführung
Kirchenführung
Kirchenführung
Kirchenführung