St. Petrus Ap.

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Kinderkreuzweg 2015


Am Karfreitag fand in Sixthaselbach der traditionelle Kinderkreuzweg statt. Es kammen viele Kinder um gemeinsam, die Geschichte jener denkwürdigen Nacht, als Jesus im Garten Getsemani betete bis zur Kreuzigung, zu hören und zu erleben. Anhand eines Rollenspiels wurde diese Geschichte so erzählt, wie z. B. ein grüner Zweig, ein Dornenzweig und ein Stein die Nacht im Garten Getsemani erlebten.

Der grüne Zweig klagte die Dornen an, da Jesus sehr unter den Dornen gelitten hat, da aus ihnen ein Kranz für ihn geflochten wurde. Die Dornen bedauerten die Sache sehr. Hatte das alles einen Sinn? Der Stein meinte: "Ihr Dornen seid uns eine Mahnung daran, wie auch heute noch Menschen sich gegenseitig verletzen, so wie Jesus verletzt wurde. Aber ihr erinnert auch daran, dass die Liebe darüber siegt."

Auch Simon von Zyrene konnte die Geschichte nicht vergessen... Er wurde von einem Hauptmann als Zeuge verhört, da er Jesus geholfen hat das Kreuz zu tragen. Er sagte:"... Bis zum Kreuzhügel hinauf ließen sie mich das Ding mitschleppen. Nicht, dass es mich allzu große Mühe gekostet hätte, ich bin schwerere Arbeit gewöhnt. Aber eigenartig war es doch... Jesus verhielt sich so komisch. Er war so - wie soll ich sagen - dankbar... Er hat mich mit so einem Blick angesehen, als hätte er nicht nur den kurzen Weg diese Last mitgeschleppt, sondern als hätte er mehr getragen, als bloß den Kreuzbalken. Und ich hätte ihm dabei geholfen..." Es ist Nacht geworden über Jerusalem, selbst nach diesen Tagen. Keiner ist mehr draußen hier auf der Schädelhöhe auf Golgota. Die Leute sind schnell weggegangen, als würden sie fliehen von diesem Ort. Nur ein paar Holzsplitter, ein Nagel und zwei Würfel sind am Fuß des Kreuzes noch liegen geblieben... Sie unterhielten sich: "Ich kan immer noch nicht verstehen, warum ein Unschuldiger sterben musste, wie es soweit kommen konnte!" "Vielleicht gerade deshalb, damit die Menschen begreifen, darauf zu vertrauen, dass Gott aus jeder Schwäche Stärke, und aus dem Tod neues Leben macht." "Ich möchte so gern daran glauben, gerade jetzt wo alles so dunkel und ohne Hoffnung ist, aber es ist mir schwer ums Herz." "Doch auch diese Nacht geht zu Ende. Seht, es tagt schon.

Da kommen Frauen den Hügel herauf. Bestimmt wollen sie zum Grab Jesu, um ihm noch einmal nah zu sein. Wer weiß, vielleicht ist ihnen und uns allen Gott gerade näher, als wir glauben."

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