St. Petrus Ap.

Schwanhildenstr. 8, 85368 Schweinersdorf, Telefon: 08764-224, E-Mail: PV-Mauern@erzbistum-muenchen.de

Konzert zugunsten der renovierten Kirchenorgel Schweinersdorf


Beim Benefizkonzert für die Königin der Instrumente, für die im vergangenen Jahr neu renovierte Kirchenorgel in der Pfarrkirche St. Petrus, wurden am Sonntag alle Register gezogen. Nicht nur Rainer Elsässer an der Orgel sondern auch der Mauerner Kirchenchor unter dessen Leitung und der Schweinersdorfer Chor Mosaik unter der Leitung von Hildegard Vogtmannsberger glänzten.

Herausragend auch die Solostücke wie das „Memorare“ von Josef Rheinberger welches Angela Schwaiger und Sonja Riedmaier eindrucksvoll von der Empore aus darboten und mit klarem Klang den Kirchenraum erfüllten.

Rainer Elsässer verstand es gleich zu Beginn mit dem „Praeludium in g-Moll“ von Johann Sebastian Bach in das abwechslungsreiche Programm einzustimmen. Klassisch auch die Darbietungen des Mauerner Kirchenchores, der gleich im zweiten Programmpunkt mit „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach sein ganzes gesangliches Potential stimmgewaltig und ausdrucksstark zum Besten gab. Dem „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart folgten „Ich bete an die Macht der Liebe“ von Dimitri Bortnjansky und schließlich das „Vater unser“ von Nicolaus Kedov.

Das anspruchsvolle „Ave Maria“ lebte von der sicheren Höhe und der seidenweichen Stimme von Sopranistin Stephanie Wagner und einer einfühlsamen, sicheren Alexandra Elsässer (Alt), die im Duett das Stück von Anton Diabelli mit einer exakten Orgelbegleitung von Rainer Elsässer zelebrierten.

Dazwischen glänze Mosaik mit frischen Stücken wie „Jeder Regenbogen“ oder „Gott sei mit dir“ von Kathi Stimmer-Salzeder oder dem schwungvollen Stück „I will follow him“ und dem „Halleluja“ von Leonard Cohen welches Sonja Riedmaier mit Mosaik eindrucksvoll darbot. Instrumentalstücke von Mosaik passten sich hervorragend ein und schließlich waren beim „Halleluja“ von Wolfgang Amadeus Mozart, welches die Münchner Mezzospranistin Stephanie Wagner glockenrein und mit exakter Phrasierung darbot, die Besucher in ein andächtiges Zuhören versunken.

Der Schlusspunkt gehörte dann wieder der Orgel und beim „Prelude“ von Theodore Dubois konnte Elsässer das Publikum von der Klangqualität der renovierten Orgel überzeugen.

Herzlicher Applaus zeigte am Ende, dass die gut dosierte Mischung, aus Arrangements klassischer Kirchenmusik und den Stücken von Kathi Stimmer-Salzeder von den Chorleitern Rainer Elsässer und Hildegard Vogtmannsberger in einer passend gesetzten Programmauswahl hervorragend beim Publikum ankamen.

Schade, dass sich nur um die 100 Besucher diesen einmaligen Ohrenschmaus gönnen wollten – die Musiker, Solisten und die Chöre hätten sicherlich mehr Besucher erwartet und auch verdient. Wertschätzung zeigten die Besucher dann allemal, denn für die Orgelrenovierung wurden 1765 Euro gespendet. Kirchenpfleger Josef Schweiger bedankte sich am Ende bei allen Mitwirkenden. Er hatte die Besucher auch über die umfangreiche Renovierung der Maerz Orgel, Baujahr 1883, informiert Da es sich um eines der wenigen erhaltenen Instrumente des renomierten Münchner Orgelbauers Franz Borgias Maerz handelt, komme dieser Orgel eine überregionale, historische Bedeutung zu. -bk-

Ein wahrer Hörgenuss das „Ave Maria“ von (v.l) Rainer Elsässer, Alexandra Elsässer (Alt) und Mezzosopranistin Stephanie Wagner (Fotos: bk)

Orgel SD 1
Angela Schwaiger (l.) und Sonja Riedmaier gaben beim „Memorare“ ein herausragendes Debüt.


Orgel SD 2
Mit Herz und Freude bot der Schweinersdorfer Chor Lieder von Kathi Stimmer-Salzeder.


Orgel SD 3