St. Johannes der Täufer

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Adventsingen 2015

Auf eine stimmungsvolle und auch heitere Art wurden die vielen Besucher des diesjährigen Adventsingen in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer am vierten Adventsonntag auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt. Neben dem Kirchenchor unter der Leitung von Gabriele Kaspar setzten Katharina Seipp an der Harfe und Solistin Sonja Riedmaier wahre Glanzpunkte. Vom ersten Vers bis zum letzten Wort zog die „Baierische Weltgschicht“ von Michael Ehbauer die Zuhörer gleich in ihren Bann. Markus Mayer schaffte es mit seiner mitreißenden Art, die bekannte Geschichte in bayerischer Mundart von der Verkündigung Mariens bis zu Christi Geburt stilsicher und authentisch vorzutragen – und gut 75 Minuten lang konnte man meinen, die Protagonisten seien alleine im Kirchenschiff, kein Laut war zu vernehmen – die andächtige Stille gab dem Adventsingen eine ganz besondere und einzigartige Atmosphäre. Gleich zu Beginn dankte Pfarradministrator Viktor-Roland Spielauer den Mitwirkenden und stellte den Besuchern einen vorweihnachtlichen Höhepunkt in Aussicht. Er zitierte aus der Geschichte des Sternenguckers Kasper „Je staader das´d bist, umso mehr hörst!“. Spielauer wünschte den Besuchern gemeinsam einzutauchen in die Stille des Universums, so wie es der Sternengucker erlebte,  einzutauchen in die Stille der Heiligen Nacht und in die Stille in sich selbst. „Lassen sie sich von den vorweihnachtlichen Klängen verzaubern, von den spannenden Momenten der biblischen Geschichte, und genießen sie die musikalischen Darbietungen. Vielleicht geht am Ende auch in ihrem Herzen der Sternenhimmel leuchtend auf“, wünschte Spielauer. In der mit Kerzenlicht erhellten Kirche konnte schon nach den ersten Takten nichts mehr von der Geschichte ablenken. Schier vorstellen konnte man sich Maria, wie sie mit ihrem Verlobten Josef „d´Werkstod sauber zammagramd hod“ und sie später die Verkündigung des Erzengel Gabriels erlebte.  „Jetzt is ois klar, jetzt woaß i´s gwiß, dass mir a Wunder heid gscheng is. Drum is mia  a ums Herz so leicht, Wia noch a zentnerschweren Beicht. Jetzt bin i sicher, hob an Muat, jetzt woaß i a, wos recht und guad!“. Prägnant geschildert wurden auch die Gefühle des heiligen Josef, der sich nicht vorstellen wollte, von Maria getäuscht worden zu sein. Erst als ihm der Erzengel Gabriel die Worte Mariens bestätigte, fasste er Mut und kehrte zurück zu seiner Verlobten. Eindrucksvoll und leidenschaftlich interpretierte Mayer die Verse des Dichters. Die Geschichte faszinierte und machte deutlich, aus wie vielen Blickwinkeln das Geschehen der Heiligen Nacht erzählt werden kann, wie dieses Ereignis auch in unsere heutige Zeit passt. Unterstrichen wurden die Passagen mit passenden Liedbeiträgen des Kirchenchores und einigen Stücken des Männerchores. Sonja Riedmaier brillierte mit den Marienliedern „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Was soll das bedeuten“. Die einzelnen Musikstücke, die Katharina Seipp auf der Harfe gefühlvoll und präzise darbot, gaben Raum zum Verweilen in der biblischen Geschichte. Nach dem gemeinsam gesungenen Schlusslied, dem Andachtsjodler spendeten die Besucher den Akteuren langanhaltenden Applaus
Advetsingen_2015
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