St. Johannes der Täufer

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Sebastianifest 2015

Sebastipfeile, Weinverköstigung und das Sebastianslied sind seit altersher Zeugen der Sebastianibruderschaft in Mauern. Pfarradministrator Viktor-Roland Spielauer feierte mit vielen Gläubigen einen Festgottesdienst, der vom Mauerner Kirchenchor unter der Leitung von Norbert Smolka musikalisch gestaltet wurde. In der Predigt erinnerte Spielauer an das Leben und Wirken des Heiligen. Der Legende nach sollte Sebastian, ein Hauptmann der römischen Garde, wegen seines Christlichen Glaubens im Jahr 288 auf Anordnung des römischen Kaiser Diokletian von Bogenschützen mit Pfeilen getötet werden. Der Totgeglaubte war aber nur schwer verletzt und wurde von Irene, der Witwe oder Schwägerin des Heiligen Kastulus, wieder gesund gepflegt. Erneut stellte sich Sebastian dem Kaiser, um auch ihn zu bekehren. Der Imperator ließ ihn daraufhin in der Arena auf dem Palatin in Rom zu Tode peitschen. Das Leben des heiligen Sebastian könne auch in der heutigen Zeit Orientierung, Mahnung und christlicher Maßstab sein. Sebastian habe Nächstenliebe geübt und mit seiner Standhaftigkeit, Güte und Barmherzigkeit vielen Menschen geholfen. Gott brauche auch heute Menschen, die sich gesandt wissen, um Zeugen der Wahrheit und Boten der Liebe zu sein. So habe das Leben des Heiligen nichts an Aktualität eingebüßt. Sein Fest zu feiern heiße, sich berühren und durchdringen zu lassen vom Evangelium, sich begeistern und anstecken zu lassen von der Gesinnung der Barmherzigkeit und Liebe, um den Glauben zu bezeugen in Wort und Tat. Mit einer Bitte an den heiligen Sebastian beendete Spielauer die Predigt: „Heiliger Sebastian, komm wieder! Komm wieder in Menschen, die gesinnt sind wie du, die handeln wie du, die leben wie du! Komm zu uns, Sporne uns an, ermutige uns, beseele uns. Hilf uns, nicht nur Christen zu heißen, sondern es wirklich zu sein“. 
Die am Ende des Festgottesdienstes gesegneten Sebastianipfeile werden wie seit jeher an die Gläubigen verteilt, sie sollen an die Marter erinnern und die Gläubigen zum verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen und der Umwelt ermahnen. Von vielen Gläubigen werden die kleinen Zinnpfleile im Geldbeutel mitgetragen, auch in der Hoffnung, dass sie vor Krankheit und Armut schützen. Der Brauch der Verköstigung mit gesegneten Sebastianiwein hat sich bis heute gehalten. Mit den Worten „Trink die Liebe und Standhaftigkeit des heiligen Sebastian“ wurde anschließend der Sebastianiwein den Gottesdienstbesuchern angeboten, wer wollte, konnte den Wein aus dem Reliquienbecher kosten, den Pfarradministrator Spielauer reichte.
Sebastianifest
Sebastianifest
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