St. Johannes der Täufer

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Sebastianifest in Mauern

Sebastiani
Mit der Messe in C-Dur von Anton Bruckner für vierstimmigen gemischten Chor und Orgel gestaltete der Mauerner Kirchenchor unter der Leitung von Rainer Elsässer das Bruderschaftsamt für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder der Sebastiani-Bruderschaft. Zum Zwischengesang zelebrierte der Chor den "Halleluja-Ruf und Graduale am Fest des hl. Sebastian" für Soli und Chor von Robert Führer und zur Gabenbereitung boten Stephanie Wagner, Sopran und Alexandra Elsässer, Alt  "Er weidet seine Herde", ein Duett aus dem Oratorium "Der Messias" von Georg Friedrich Händel. Pfarrer Viktor-Roland Spielauer stellte in seiner Predigt das von Standhaftigkeit und Überzeugung geprägte Leben des heiligen Sebastian heraus. Als Offizier habe Sebastian freien Zutritt zu allen Gefängnissen Roms gehabt und er habe dieses Privileg genutzt,  um seinen Mitchristen Hafterleichterung zu verschaffen und ihnen in den Gefängnissen Roms beizustehen. Außerdem habe er römische Adlige durch seine Lebenshaltung überzeugt, ebenfalls Christen zu werden. „Sebastian wurde – sozusagen wegen subversiver Tätigkeit gegen die Staatsgewalt – inhaftiert und zum Tod durch Erschießen  mit Pfeilen verurteilt“, so Spielauer. Der Legende nach habe Sebastian dies aber überlebt und ist dem erstaunten Kaiser ein weiteres Mal entgegengetreten. Sehe man sich das Leben des Heiligen genauer an, gebe es einige markante Dinge, dies sei zum einen die Unbestechlichkeit und die Zuverlässigkeit sowie auch die Liebe und Güte, mit der der Heilige den Notleidenden Barmherzigkeit erwiesen habe. Auch in der heutigen Zeit solle man sich anstecken lassen von der Überzeugung des Heiligen und als Christ den Glauben bezeugen in Wort und Tat. Und wie es seit Alters her beim Bruderschaftsamt der Brauch ist, wurden gegen Ende des Gottesdienstes die Sebastipfleile und der Sebastiwein vom Priester geweiht. Mit den Worten „Trink die Liebe und Standhaftigkeit des heiligen Sebastian“ wurde anschließend der Sebastiniwein den Gottesdienstbesucher angeboten, wer wollte, konnte den Wein aus dem Reliquienbecher kosten, den Pfarrer Spielauer reichte.
Sebastiani
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