St. Johannes der Täufer

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Heiliges Grab

Heiliges Grab
Das Brauchtum, am Karfreitag und Karsamstag ein Heiliges Grab in der Kirche zu errichten, wird in der Mauerner Pfarrkirche St. Johannes der Täufer seit einigen Jahren wieder praktiziert. Neben dem Geburts- und Hinrichtungsort hat keine Stelle die Christen im Heiligen Land mehr fasziniert als das reale Grab Jesu. Es ist der Ort, an dem sich das zentrale Geschehen um Jesus ereignet hat: die Auferstehung. Zwischen 327 und 335 wurde über der vermuteten Grabstätte ein Grabbau auf quadratischem Grundriss mit rundem Obergeschoss errichtet. Nach mehrfachen Zerstörungen und Wiederherstellungen entstand 1099 der Kreuzfahrerbau, der konstantinische Baukomplex der heutigen Grabeskirche in Jerusalem. Die liturgische Vergegenwärtigung des Heiligen Grabes geht bis in das 4. Jahrhundert zurück. Weil die Grabesruhe Jesu auf 40 Stunden berechnet wurde, entwickelte sich am Heiligen Grab das "Vierzigstündige Gebet", das von der Kathedralkirche schließlich auf die Pfarrkirchen übersprang und sich dort als "Ewige Anbetung" fortsetzte. Auch in der Mauerner Pfarrkirche hatten die Gläubigen an den beiden Kartagen die Möglichkeit zur stillen Anbetung am Heiligen Grab, das vor dem Sebastianialtar aufgebaut war.
Heiliges Grab