St. Johannes der Täufer

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Vortrag von Pfarrer Dr. Manfred Schwarzhuber über das Zweite Vatikanische Konzil

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Das Zweite Vatikanische Konzil hat im Leben der Katholiken viel verändert – Der frühere Mauerner Pfarrer Dr. Manfred Schwarzhuber gab bei einem Vortrag im Pfarrheim einen Einblick und berichtete als Zeitzeuge über die gewaltige Aufbruchsstimmung in der Kirche. Die Geschichte der Konzile und einige Gesichtspunkte aus den Unterlagen zum Zweiten Vatikanischen Konzil stellte er ausführlich dar. Drei Jahre lang, von Oktober 1962 bis Dezember 1965 tagten in vier Sitzungsperioden im Petersdom tausende von Bischöfen und hunderte Theologen aus aller Welt. Papst Johannes XXIII. hatte einige Monate nach seiner Wahl die Einberufung des Konzils angekündigt und unter das Motto „Macht die Fenster der Kirche weit auf“, gestellt. Vier Konstitutionen, zehn Dekrete und zwei Erklärungen habe es von 1963 bis 1965 gegeben, informierte Pfarrer Schwarzhuber. Er stellte zu den Dekreten den Unterbau vor und ging auf die Punkte im einzelnen ein. Mit der Liturgiereform sei vieles anders geworden. Es wurde die Volkssprache eingeführt, der Volksaltar lasse seither die aktive Beteiligung der Gläubigen zu und auch die Konzelebration, bei der mehrere Priester gleichzeitig der Eucharistiefeier vorstehen sowie die Fürbitten seien eingeführt worden. Die Predigt des Priesters wurde wichtiger Teil der Liturgie, nicht wie früher als Unterbrechung der Liturgie bewertet. Das klerikal-hierarchische Kirchenbild habe sich seither stark verändert – nun gebe es die Gleichheit der Glieder der Kirche, „Communio“, der Gemeinschaft. Die Vielfalt an Diensten für Männer und Frauen sei möglich geworden. Auch die Stellung der Frau innerhalb der katholischen Kirche wurde aufgewertet. Frauen können seither Dienste und Ämter übernehmen, wie beispielsweise als Gemeinde- oder Pastoralreferentin, informierte Schwarzhuber Es wurden Ministrantinnen, Lektorinnen und Lektoren, Kantoren und Kantorinnen sowie eine Vielzahl von Räten wie beispielsweise der Pastoralrat, Diözesanpastoralrat, Priesterrat oder auch der Pfarrgemeinderat eingeführt. Die Stellung des Pfarrers als Pfarr-Herr oder Hochwürden habe sich gewandelt und der Pfarrer wurde als Mitglied der Gemeinschaft der Glaubenden gesehen. In seinen Ausführungen berichtete Schwarzhuber über die vielen positiven Veränderungen der Kirche, er stellte dabei auch die frühere Stellung in den Fokus seiner Ausführungen.
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