Pfarrverband Nandlstadt

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Pfarrgemeinde St. Stephanus Reichertshausen

Bleistiftgrafik St. Stephanus
Zur Pfarrgemeinde St. Stephanus gehören neben dem Ort Reichertshausen auch folgende Orte und Ansiedlungen: Willertshausen, Mösbuch, Sindorf, Kleingründling, Holzmair und Wolfersdorf (Kaifleisch) sowie die Filialorte Pfettrach und Brandloh.

Die Pfarrgemeinde besteht aus ca. 410 Katholiken wovon ca. 30% die sonntäglichen Gottesdienstangebote wahrnehmen.

Autor des folgenden Textes: PGR-Vorsitzender von Reichertshausen  Adolf Widmann

Reichertshausen wird erstmals in einer Urkunde vom 16. Juni 779 genannt. Danach hat eine religiöse Frau namens Toza auf ihrem Eigenbesitz zu Reichertshausen ein Bethaus zu Ehren des hl. Korbinian errichtet. Dieses und ihren weiteren Besitz, ausgenommen zwei Nebenhöfe schenkte sie an die „bischöfliche Kirche der heiligen und unbefleckten Jungfrau Maria auf dem Domberg in Freising". Frau Toza war die Herrin auf dem Westermairhof, dem Urmairhof von Reichertshausen. Die zwei Nebenhöfe waren die Höfe des Willifried und des Willicoz, aus denen sich der Ort Willertshausen entwickelte. Gegen Ende des 9. Jahrhunderts erwarb der Edle Aaron von Bischof Abraham zu Freising auf dem Tauschwege den ganzen Besitz zu Reichertshausen nebst Kirche. Der Edle Aaron war vollfreier Herr
und residierte bis etwa 1180 auf dem Westermairhof. In der Folge bildete Reichertshausen mit Sindorf eine Obmannschaft im Amt Mauern und unterstand unmittelbar dem Landgericht.
Willertshausen wird wie Reichertshausen selbst erstmals im Jahr 779 genannt. Es war eine Obmannschaft im Amt Siechendorf, ebenfalls dem Landgericht unmittelbar unterstellt.
Im Jahr 1818 wurden Reichertshausen und Willertshausen mit Hettenkirchen, Mösbuch, Sindorf und Holzmair zu einer Gemeinde vereint. 1900 kam noch Kleingründling hinzu. Diese Gemeinde hatte bis zum Jahr 1972 Bestand (Wolfersdorf war schon früher zur Gemeinde Haslach gekommen). Mit Ausnahme von Hettenkirchen (nun Gmeinde Attenkirchen) und Kleingründling (nun Gemeinde Nandlstadt) gehören im Jahr 2015 alle Orte zur Marktgemeinde Au i. d. Hallertau.
Von den kleineren Orten werden urkundlich erstmals genannt Hettenkirchen 972, Holzmair 1806, Kleingründlding 1215, Mösbuch 957 und Sindorf 1224.
Die Pfarrei
Wann die Pfarrei Reichertshausen gegründet wurde, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Erst die Matrikel von 1315 zeigt, dass das Bistum Freising zu dieser Zeit bereits eine feste Organisationsform angenommen hatte. Mit ziemlicher Sicherheit war auch Reichertshausen jetzt schon eine Pfarrei (mit Filiale Pfettrach) im Dekanat Attenkirchen. 1524 wies sie 70 Kommunikaten auf Die Pfarrei hatte schon einen eigenen Pfarrhof mit Ökonomie. 1738 zählte die Pfarrei dann 227 Kommunikanten, 1874 sind es 387 Seelen in 64 Anwesen (einschl. Pfettrach und Brandloh). 1726 wurde der heutige Pfarrhof gebaut. Mösbuch und Dobl wurden 1838 und Sindorf 1921 von Attenkirchen aus- und in Reichertshausen eingepfarrt.
Im Jahr 2014 ist Reichertshausen immer noch eine selbständige Pfarrei mit eigener Kirchenverwaltung. Sie gehört seit 1982 zum Pfarrverband Nandlstadt. Kirchenpfleger (Vorsitzende der Kirchenverwaltung) waren seit 1950 Anton Penger (Kleingründling), Josef Penger (Mösbuch), Hans Bauer und Rudolf Schöpf (Reichertshausen). Im Jahr 2014 ist Hans Penger, Kleingründling, der Kirchenpfleger. Seit 1990 gibt es daneben noch das eigenständige Gremium des Pfarrgemeinderates. Vorsitzende waren seither Hans Krimmer (1990/98), Inge Sittenauer (2002/2006) und Adolf Widmann (seit 2006).
Die Pfarrei am Beginn des 21. Jahrhunderts
Im Jahr 2014 ist die Pfarrei immer noch selbständig. Sie gehört zum Pfarrverband Nandlstadt. Dieser wird von Pfarrer Stefan Rauscher aus Attenkirchen betreut.
Er ist um den Pfarrverband sehr bemüht und richtet es so ein, dass in jeder noch selbständigen Pfarrei wöchentlich eine hl. Messe gelesen werden kann.

Die Pfarrei hat in Reichertshausen und Pfettrach zusammen 411 Gläubige. Im Frühjahr 2014 wurden 132 Kirchenbesucher gezählt.