Pfarrverband Nandlstadt

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Geschichte der Brünnlkapelle

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Brünnlkappelle Baumgarten Marienkapelle
Brünnlkapelle Baumgarten
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Brünnlkapelle 1793. Zu dieser Zeit wurde das Gnadenbild, eine Kopie der Muttergottes- darstellung von Lukas Cranach, für die Kapelle gestiftet. Das Original des Bildes befindet sich in Innsbruck.

1804 musste die Kapelle auf Anordnung des Staates abgebrochen werden, das Gnadenbild kam in die Baumgartner Kirche.

Auf Drängen der Bevölkerung wurde 1838 eine kleinere Kapelle aus Holz auf dem alten Platz direkt an der Quelle erbaut.

1849 begann man hundert Meter oberhalb des alten Standortes einen größeren Kapellenbau. Nach der Fertigstellung wurde die Kapelle am Osterdienstag 1850 eingeweiht.

1976 bedurfte es einer großen Renovierung der Kapelle mit Unterfangarbeiten und neuen Fundamenten. Bei der Neugestaltung des Innenraumes wurden die zahlreichen Votivtafeln, die zum Teil noch aus der alten Kapelle stammen, von der Giebelseite abgenommen, in der Apsis der Kapelle aufgehängt und durch ein Gitter im Chorbogen gesichert.

In den 80er Jahren zeigten sich wieder enorme Risse im Altarbereich und starke Schäden am Stuck des Chorbogens und der Fenster. Im März 1998 wurde mit einer umfassenden Renovierung begonnen.

Dabei wurde das Dach grundsaniert, der Dachstuhl wegen gravierender Mängel teilweise erneuert und der Chorbogen mit Kernbohrverfahren und schwerer Verschraubung - senkrecht und waagrecht - aufgehängt. Der Turm musste stabilisiert und neu eingedeckt werden.

Besonders gut fügt sich nun der neue Altar in die Gnadenbildgruppe ein und rundet die Gesamtansicht des Altarraumes harmonisch ab. Dank der großen Mithilfe der Bevölkerung war es möglich, im September 98 die Neueinweihung der renovierten Kapelle zu feiern.
Votivgaben aus neuerer Zeit (1994/95/98/99) geben Zeugnis von der Zuflucht, die zu dieser Gnadenstätte auch heute noch genommen wird.

Am Pfingstsonntag 2000 konnte das 150-jährige Jubiläum gefeiert werden. Im Rahmen einer feierlichen Marienandacht wurde die neu gefasste Quelle eingeweiht. Der eigentliche Ursprung der Brünnl - Wallfahrt ist damit wieder sichtbar und hörbar geworden.

Als besonderes „Jubiläumsgeschenk" stifteten die Frauen der Kuratie Baumgarten zwei Altarbuschen in wertvoller Klosterarbeit.

Nun mögen auch die Bittgänge zum Brünnl neu belebt werden. Die Brünnlkapelle will auch in Zukunft für viele ein Ort der Zuflucht und der inneren Einkehr bleiben!

Autor unbekannt