Kath. Pfarrei St. Markus - München-Neuaubing
(Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz)

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Gedenken

Kopp_Fritz

Nachruf zum Tod von Pfarrer i.R. Fritz Kopp

Der Tod ist nichts, ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.
Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt,
sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nicht eine andere Redensweise,

seid nicht feierlich oder traurig.
Lacht über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.

Betet, lacht, denkt an mich,
betet für mich,
damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgend eine besondere Bedeutung,
ohne Spur eines Schattens.
Das Leben bedeutet das was es immer war,
der Faden ist nicht durchgeschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.

Henry Scott Holland
Fritz Kopp wurde am 22. Februar 1929 in München geboren. Nach seiner Schulzeit und dem Abitur besuchte er 1948 das Priesterseminar in Freising. Am 29. Juni 1954 wurde er im Freisinger Dom zum Priester geweiht. Vom 10. August 1954 bis zum 31. Juli 1955 war er in der Pfarrei St. Jakob in Rottach-Egern tätig. Vom 1. August 1955 bis 31. August 1957 war er als Koadjutor in der Pfarrei St. Laurentius in Egern angewiesen. Er wechselte am 1. September 1957 bis zum 14.Oktober 1965 als erster Kaplan nach München Obermenzing in die Pfarrei Leiden Christi. Am 15.Oktober 1965 wurde er mit dem Aufbau der Gemeinde St. Markus in München Neuaubing beauftragt.

Ab 15. Oktober 1966 leitete er als Kurat die Kuratie St. Markus, die mit dem ersten Gottesdienst am ersten Adventsonntag in der Gaststätte zur Aubinger Einkehr gegründet wurde. Mit dem 1. Februar 1974 und der Kircheneinweihung der Pfarrkirche St. Markus am Lichtmesstag wurde St. Markus zur Pfarrei erhoben und Fritz Kopp zum Pfarrer von St. Markus ernannt. Am 31.Januar 1994 trat Pfarrer Kopp seinen wohlverdienten Ruhestand an und war seitdem als Pfarrer im Ruhestand in der Pfarrei Maria Heimsuchung im Pfarrverband München-Westend. Am 4. Februar 2017 verstarb Pfarrer Fritz Kopp im Rot-Kreuz-Pflegeheim in München Westkreuz.

Seine Tätigkeit als Priester und Pfarrer war vor allem geprägt durch seine große Liebe zur Liturgie, zur Bibel und zur Seelsorge, sowie zur Ökumene. So knüpfte er von Anfang an einen lebendigen Kontakt zur evangelischen Adventkirche in der Limesstrasse und pflegte die regelmäßige Feier ökumenischer Gottesdienste. Unvergesslich waren seine mitreißenden Predigten vor allem in der Feier der Osternacht. Großen Wert legte er auf die Gestaltung der Liturgie, die passende Liedauswahl und die angemessene Feierlichkeit, die etwas von der Gegenwart Gottes erahnen lassen konnte. In der Einführung und im Gebrauch des Neuen Geistlichen Liedgutes fand das alltägliche Lebensgefühl der Menschen einen guten Platz im Gottesdienst. Seine Liebe zur Bibel äußerte sich in zahlreichen Bibelveranstaltungen und Bibelkreisen, die sich bis in die letzten Jahre auch immer wieder privat trafen. Als Seelsorger war er vor allem ein Mensch, der den lebendigen Kontakt zu seinen Gemeindemitgliedern suchte. So besuchte er während seiner Tätigkeit als Pfarrer in St. Markus zweimal alle seine Gemeindemitglieder. Das erste Bauvorhaben, das Pfarrer Kopp noch vor dem Bau der Kirche realisierte, war der Bau der Kindertagesstätte St. Markus, damit für die vielen Kinder in Neuaubing-West ein erstes, gutes Betreuungsangebot besteht. Viel Kraft und Ausdauer musste Kurat Kopp aufbringen, bis nach der langen Zeit in der Behelfskirche eine Kirche aus Stein gebaut werden konnte.

Die Begegnungen mit Pfarrer Kopp waren wohltuend menschlich, offen und immer gerade heraus. Jeder der ihn kannte wusste bei ihm immer woran er war, er ließ einen an seiner Freude aber auch an seinem Ärger teilhaben. Man konnte mit ihm wirklich im guten Sinne streiten und er war dabei niemals nachtragend. Eine große Freude bereitete es ihm, seine Mitmenschen zu beschenken. Hierbei zeigte sich sein großes Herz und seine Liebe. An Pfarrer Fritz Kopp konnte man erleben, dass gelebtes Evangelium im Alltag möglich und ansteckend ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass aus „seiner“ Pfarrei 3 Priester, 2 Diakone, ein Pastoralrefernt und 3 Religionslehrer hervorgegangen sind.

Wir verneigen uns vor einem erfüllten Priesterleben und sagen „Vergelts Gott Fritz“.

Diakon Ulrich von Wurm-Seibel


Das Requiem fand am 09.02.2017 um 11:00 Uhr in St. Markus statt und wurde unter Beisein von Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg und dem früheren Generalvikar Gerhard Gruber, von Pfarrer Anton Weber und Diakon Ulrich von Wurmb-Seibel gehalten. Beigesetzt wurde er in einem Priestergrab auf dem Waldfriedhof (alter Teil).

Bauer_Reinhard

Nachruf zum Tod von Reinhard Bauer

Nicht der Mensch hat am meisten gelebt,
welcher die meisten Jahre zählt,
sondern der,
welcher sein Leben am meisten empfunden hat
Jean-Jacques Rousseau

Reinhard Bauer verstarb für uns alle unerwartet und viel zu früh in der Nacht zum 27.01.2017 im Alter von nur 61 Jahren.
 
Er war seit vielen Jahren in Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Pfarrhilfswerk und im Maibaum-Verein, der unverzichtbare Arbeiter im Hintergrund.
 
Als Finanzfachmann stellte er jährlich den Pfarreihaushalt auf, war Ratgeber und Mahner, überwachte als Vorstandsmitglied (Kassier) die Einnahmen und Ausgaben im Pfarrhilfswerk und beim Maibaum-Verein, arbeitete seit Beginn im Pfarrgemeinderat mit und war Leiter des Arbeitskreises Feste + Feiern, der jährlich die Pfarreifeste plant und durchführt.
 
Aber was viel schwerer wiegt, ich habe einen Freund und Kameraden verloren, der mich seit den Anfangszeiten der Pfarrei, von der Pfarrjungend bis heute begleitet hat.
 
Der Gedanke, das Leben ohne dich weiterführen zu müssen, ist unvorstellbar!

Die Beisetzung fand am 03.02.2017 auf dem Aubinger Friedhof unter großer Anteilnahme von Familie, Freunden und Kameraden im Beisein der Fahnenabordnungen des Maibaum-Vereins St. Markus München-Neuaubing e.V., unseres Patenvereins G.T.E.V. Almfrieden Aubing e.V. und der Siedlervereinigung der DORNIER-Eigenheimer Neuaubing e.V. statt.
 
Für den Pfarrgemeinderat St. Markus, das Pfarrhilfswerk St. Markus und den Maibaum-Verein St. Markus
   
Alfred Lehmann
PGR St. Markus - Schriftführer - Öffentlichkeitsarbeit
Pfarrhilfswerk St. Markus - 2. Vorstand und Schriftführer
Maibaum-Verein St. Markus München-Neuaubing e.V. - 2. Vorstand und Schriftführer

Gesswein_Roland_SAC

Nachruf zum Tod von Pater Roland Geßwein SAC

Herr, du hast mich gekannt und dennoch gerufen.
Nimm mich, wie ich bin,
und mache mich, wie Du mich haben willst.
(Primiz-Spruch)

Pater Roland Geßwein SAC wurde am 21. September 1938 in Heilbronn-Böckingen geboren. Nach dem Abitur trat er 1959 in die Gesellschaft des Katholischen Apostolates (Pallottiner) ein. Von 1959 bis 1966 studierte er Philosophie und Theologie in Untermerzbach und Vallendar. Am 18.07.1965 wurde er zum Priester geweiht. Anschließend folgte ein pastoraltheologisches Studium in Friedberg bei Augsburg mit gleichzeitigem Praktikum in der Stadtpfarrei St. Georg in Göggingen.
 
Nach dieser Zeit wurde er von seinem Provinzial im Gymnasial- und Internatsbereich eingesetzt, sowohl in Bruchsal als auch in der Schweiz. 1972 erfolgte die Ernennung zum Diözesanjugendseelsorger der Katholischen Landjugendbewegung und der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in der Diözese Würzburg. Hier wirkte er annähernd 14 Jahre mit großem Engagement und Freude im Sinne von Vinzenz Pallotti.
 
Es folgten zwei Pfarrstellen in Stuttgart-Hohenheim und Immenstaad (Bodensee). Dann übernahm er die frei gewordene Stelle als Touristik- und Kurseelsorger in Oberstdorf. Sein Motto hieß: In den Menschen die Sehnsucht wecken für die Botschaft Jesu und seiner Person.
 
Obwohl ihm der Abschied aus Oberstdorf schwer fiel, stellte er sich noch einmal einer neuen Herausforderung und übernahm die ihm angebotene Pfarrstelle von St. Markus in Neuaubing. Von 2004 bis 2012 war er hier Gemeindepfarrer. Ab 01.09.2012 war er Mitglied des Seelsorgeteams unseres neugegründeten Pfarrverbands Neuaubing-Westkreuz und dort als Pfarrvikar tätig. Er blieb der pastorale Ansprechpartner für die Pfarrei St. Markus. Angewiesen war er für alle Pfarreien im Pfarrverband.  
 
In all den Jahren seiner Tätigkeit widmete er sich mit seiner ganzen Kraft dieser Arbeit. Er begleitete Kinder und Jugendliche ins Zeltlager und blieb ganz selbstverständlich die ganze Zeit dabei. Bis auf die diesjährige Bildungsreise, bei der er aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr mitfahren konnte, machte er sich jedes Jahr mit einer Gruppe auf die Reise. Die jährlichen Aktivenausflüge bereicherte er immer mit seinen Ideen und Initiativen. Vor allem das von ihm so geliebte Allgäu mit den Bergen bereisten wir mehrmals. Einmal im Monat schaute er bei den Seniorennachmittagen vorbei; oft auch mit einem inhaltlichen Angebot. Auf seine Initiative hin gab es in jedem Jahr in der Fastenzeit ein geistliches Angebot, das er zusammen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen vorbereitete.
Er war immer offen für neue Ideen – freute sich wenn Veranstaltungen gelangen und hörte geduldig zu, wenn es um Konflikte und ungeklärte Fragen ging. Ein großes Anliegen war ihm die Kirchenmusik und die Feier der Liturgie im Jahreskreis.
Die Pfarrei St. Markus war schon vor Pater Geßwein mit Vinzenz Pallotti vertraut; er aber brachte uns Pallotti intensiver näher und ließ uns an der Sichtweise der Pallottiner teilhaben. Neue pastorale Ansätze und Ideen haben Pater Geßwein immer begeistert.
Die Entwicklungen in der Erzdiözese und die Zusammenlegung von Pfarreien sah er kritisch und versuchte doch immer einen guten Weg für die Zukunft der Kirche mitzugestalten.  
 
Am 18.07.2015 konnte er sein 50-jähriges Priesterjubiläum feiern. Zu diesem Anlass fand in St. Markus ein festlicher Gottesdienst statt, den er zusammen mit Pfarrer Robert Gawdzis, dem Leiter des Pfarrverbands, feierte.
 
Von Anfang an hat er auch den Maibaum-Verein St. Markus München-Neuaubing e.V. sehr unterstützt. Es war nur folgerichtig, dass er 2005 dem Verein beigetreten ist. Anlässlich seines 70. Geburtstags erhielt er am 21.09.2008 aus der Hand des damaligen ersten Vorstands Günter Bauer, die Ernennung zum Ehrenmitglied überreicht.
 
Im August 2016 sollte sein Dienst im Pfarrverband enden. Ein Abschied, der ihm und der Pfarrgemeinde schwergefallen wäre, stand bevor. Nun ist es ganz anders gekommen.
 
Am 10. Juni 2016 wurde er von dieser Erde abberufen und uns bleibt nur – im Sinne seines Primizspruches - zu sagen, Herr, du hast ihn gerufen.
Wir werden Pater Roland Geßwein SAC immer ein ehrendes Andenken bewahren.
 
Das Requiem fand am Donnerstag, den 16.06.2016 um 09:30 Uhr in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh (Herrgottsruhstr. 29, 86316 Friedberg) statt. Anschließend war die Beisetzung im Grabfeld der Pallotiner.
 
Silvia Wallner-Moosreiner
PGR Vorsitzende

Nachruf zum Tod von Christa Zierer

Nach einer zunächst erfolgreichen Operation wegen ihrer Magenkrebserkrankung, ist Christa Zierer nach einer Notoperation und Tagen voller Hoffen und Bangen im Kreise der Familie und ihrer engsten Freunde am 22.06.2009 verstorben.
Wie ihre Tochter Vroni schrieb, ist sie aus der Fülle des Lebens in die Fülle des Lebens mit einem Lächeln auf den Lippen gegangen!!!

Christa Zierer war ab September 1999 als Praktikantin während ihrer Ausbildung zur Gemeindereferentin in St. Markus beschäftigt. Sie hat die Ausbildung mit der Aussendung am 20.10.2001 beendet. Bis zu ihrem Ausscheiden am 06.08.2005 hat sie dann sehr erfolgreich in unserer Pfarrei als Gemeindereferentin gewirkt. Ihre Arbeit war für Sie nicht lediglich ein Job - im Gegenteil - sie hatte immer die Einzelschicksale und Lebensumstände der Menschen im Kopf. Ihr mütterliches Wesen machte es schwer, sie nicht zu mögen oder ihr gleichgültig gegenüber zu stehen, denn sie konnte mit dem Herzen denken...
Aussendungsfeier
Aussendung am 20.10.2001
Während ihrer Dienstzeit in St. Markus war sie sowohl für Pater Toni Kolb SAC als auch für dessen Nachfolger Pater Roland Geßwein SAC eine große Stütze bei der seelsorgerischen Arbeit. Schon früh zeigte sich ihr Interesse für die Familienpastoral, wobei ihr ihre Ausbildung als Lehrerin und die eigene Familie mit ihren vier Kindern poitiv zugute kam. Durch ihr Einfühlungsvermögen, das konkrete Eingehen auf die Fragen und Probleme junger Mütter und Familien, und auch die stete Gesprächsbereitschaft, wurde ihr den Zugang zu diesem Personenkreis erleichtert.

Aber auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen war ihr sehr wichtig. Die jährlichen Kinderbibelwochen, die sie in Teamarbeit vorbereitet hat, führten zu einem guten Kontakt zwischen Kindern, Jugendlichen und Eltern. Auch die Anleitung und Führung unserer Ministranten hat sie mit viel Herz erfüllt.
Zu besonderen Anlässen hat sie mit großem Engagement und theologischen Kenntnissen den Predigtdienst übernommen. Dabei kam auch ihr pädagogisches und psychologisches Geschick zum Tragen.

Auf eigenen Wusch beendete sie den Dienst 2005 in St. Markus und wechselte in die Seniorenseelsorge im Alten- und Pflegeheim des BRK und AWO-Seniorenzentrum Josefstift, Fürstenfeldbruck.
In Antoine de Saint-Exuperys Buch "Der kleine Prinz" heißt es: "Und wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben."

Die Beisetzung hat am Donnerstag, 25.06.2009 auf dem Friedhof Aubing stattgefunden.

Alfred Lehmann