Kath. Pfarrei St. Markus - München-Neuaubing
(Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz)

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Berichte und Fotos aus dem Jahr 2008


26.01.2008 - Pfarrfasching (Manege frei - Circus St.Markus)

Plakat_2008
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Der neunte Faschingsball, der vom aktuellen Arbeitskreis „Feste, Feiern und geselliges Leben“ seit dem Jahr 2000 vorbereitet und durchgeführt wurde, stand diesmal unter dem Motto „Manege frei - Circus St. Markus“ und führte die Narren in die Welt des Zirkus. Es hatten sich ca. 120 Gäste und Helfer im wie immer phantasievoll dekorierten Pfarrsaal eingefunden.

Nachdem der AK-Leiter Reinhard Bauer in seiner Eigenschaft als "Zirkus-Direktor" die Gäste mit einer launigen Rede begrüßt und auf den Abend eingestimmt hatte, stürmten sie die Tanzfläche. Alle tanzten ausgelassen zu den Klängen der Kapelle „Bavaria Sound“, die neben einer professionellen Gesangs- und Musikdarbietung auch eine eigene Lichtshow bot.

Als Einlage unterhielt die Showgruppe des „Faschingsclub Weiß-Blau e.V.“ aus Unterschleißheim, bestehend aus 15 Mädchen und 5 jungen Männern sowie dem aktuellen Faschingsprinzenpaar, mit einem mitreißenden halbstündigen Programm die Faschingsgäste.

Ab 22.00 Uhr konnte man in der gemütlichen „Artistenbar“ im Keller das im Eintrittspreis enthaltene Glas Sekt abholen und bei guter Musik und in netter Runde so manchen Drink konsumieren.

Alfred Lehmann

23.02.2008 - Preisschafkopfen zu Gunsten der Mission

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Am Samstag den 23.02.2008 trafen sich 36 Freunde des beliebten bayrischen Kartenspiels in der Pfarrei St.Markus. So mancher ist Stammgast und kommt schon seit Jahren zu dem von der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Inge Leising und ihrem Team vorbereitet und durchgeführten Turnier.

Am Schluss konnte Kirchenpflegerin Christine Musso den von ihr gestifteten Pokal an Georg Thalhauser, der mit 34 Punkten den 1.Platz belegte, überreichen; außerdem bekam er noch einen Geschenkkorb mit ausgewählten Biersorten. Den 2.Platz belegte Wilhelm Greiner mit 36 Punkten (Geschenkkorb mit Wein) und Harry Frenzel den 3.Platz mit 27 Punkten (bayerischer Brotzeitkorb). Auf den „undankbaren“ 4. Platz kam Georg Heiß (24 Punkte). Er erhielt zum Trost einen vom Maibaum-Verein St.Markus München-Neuaubing e.V. gestifteten Preis. Auch keiner der übrigen Mitspieler ging leer aus, für jeden war auch diesmal wieder ein kleines Präsent reserviert, wobei Konrad Bauer als Letzter mit Minus 33 Punkten sogar eine, von der Familie Krause gestifteten, Weißwurst-Schüssel aus Porzellan, gefüllt mit Weißwürsten, und dem dazu passenden Senftiegel, als Trostpreis erhielt.

Alle Preise und Lebensmittel wurden gestiftet, von der Wurst bis zum selbstgebackenen Kuchen; besonders herauszuheben ist die Metzgerei Jukic, die wieder alle Wurstsemmeln kostenlos lieferte - deshalb ergab sich ein Reinerlöß von 680,00 €, über den sich Pater Vinzenz Maidhof für seine Arbeit in den Slums von Bogotá und einem Lepradorf in Kolumbien freuen kann.

Alfred Lehmann

28.02.2008 - Besuch im Bayerischen Rundfunk (Fernsehstudios Freimann "Die Abendschau")

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07.-09.03.08 - "Passion 2008 - Gespielt Gesungen Gelesen"

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Das von der stellvertretenden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Silvia Wallner-Moosreiner geschrieben und inszenierte Projekt
"Passion 2008 - Gespielt Gesungen Gelesen"
das aus Texten des Neuen Testaments, Liedern des Musicals "Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber und Spielszenen mit eigenen Texten bestand, wurde jeweils am 07.03./08.03./09.03.08 im Pfarrsaal von St. Markus mit großem Erfolg aufgeführt.

Mit viel Engagement und Begeisterung agierten die ca. 30 Schauspieler/Sänger und Helfer im Alter von ca. 10 bis 65 Jahren, aus den Pfarreien St. Lukas, St. Konrad und St. Markus, vor- und hinter der Bühne.
"Ich war bewusst nie bei den Proben dabei um mich in der Aufführung überraschen zu lassen. Tatsächlich begeisterte mich das was zu hören und zu sehen war; meine Erwartungen wurden weit übertroffen".

Auch die täglich ca. 100 Zuschauer waren begeistert, und geizten nicht mit Szenen- und Schlussapplaus. Auch Pater Geßwein freute sich sehr sowohl über die gelungen Aufführung als auch über das Engagement so vieler Menschen in seiner Pfarrei. Gleiches gilt auch für unseren "Altpfarrer" Fritz Kopp, der sich hinterher angeregt mit den Schauspielern unterhielt.
Da der Eintritt frei war, wurden Spenden zur Deckung der Unkosten (z.B. musste die Ton und Lichtanlage von der Stadt München ausgeliehen werden) gerne angenommen.

Fazit: ein sehr gelungenes Projekt, dass in der Pfarrei St.Markus so oder ähnlich mit vielleicht anderen Themen in den nächsten Jahren fortgeführt werden sollte.

Alfred Lehmann
Passion 2008 — Jesus Christus Superstar Musical-Inszenierung mit großem Erfolg im Pfarrsaal
Ein kleiner Erfahrungsbericht:


Es könnte schlimmeres geben als den Namen „Jesus" als Spitznamen zu bekommen. Genau dies ist nämlich dem Darsteller der Titelrolle des Musicalprojektes passiert. Reinhard Albang, alias Jesus, wurde bereits nach wenigen Proben mit seinem Rollennamen angesprochen. Und auch viele andere Darsteller identifizierten sich im Laufe der Proben immer mehr mit ihren Rollen.
Dabei spiegelten die Gesichter, in die man beim ersten Treffen im Oktober 2007 schauen konnte, nicht sofort die Überzeugung wieder, dass diese Idee umzusetzen sein wird. Auch die Besetzung der Musik mit einem Akkordeon-Orchester war mehr als ungewöhnlich. Aber, was am Beginn noch nicht unbedingt zu erwarten war, passierte nach und nach bei den Proben: Der Funke sprang über und große Begeisterung stellte sich ein.

Viele der Mitwirkenden lernten sich im Lauf der Zeit gut kennen und spornten sich immer wieder gegenseitig an. Auch hinter den Kulissen gaben alle ihr Bestes und alle Probleme und Hindernisse konnten bewältigt werden.

Je näher die Aufführungen rückten, desto mehr beschäftigte alle die Frage, ob denn Zuschauer kommen und den Pfarrsaal in ein echtes Theater verwandeln.
Die Befürchtungen stellten sich als unnötig heraus. Dreimal volles Haus ließen unseren Puls ansteigen und verhalfen uns zu einem großen Erfolg, den wir beim Schlussapplaus auch in vollen Zügen genossen.
Etwa 35 Beteiligte trugen zu diesem Erfolg bei und allen sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.

Nun richtet sich also unser Blick nach vorne: Die Planungen für unser nächstes Musical haben begonnen. Viele der Darsteller machen wieder mit, auf neu dazukommende freuen wir uns. Die Proben starten Ende September.

Silvia Wallner-Moosreiner

22.05.2008 - Fronleichnams-Prozession

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26.-31.05.08 - Bildungsreise an die Ostsee

Ziel der Bildungsreise war die Ostsee mit den Hansestädten Rostock, Lübeck, Wismar, Stralsund, die Insel Rügen und Schwerin, der Landeshauptstadt des neuen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Sicher behütet von dem Reisesegen von Pfarrer Geßwein erreichten wir nach etwas mehr als 10 Stunden Rostock. Die Fahrt ging bei bewölktem, bestem Reisewetter ausschließlich über die Autobahn, nur unterbrochen durch kurze Pausen zum Vertreten der Füße und zur Stärkung bei Würstl und Brot, Kaffee und Brezen während der Rasten. In Rostock bezogen wir sodann unser 4 Sterne-Hotel Radisson SAS. Das Hotel war unser Ausgangspunkt für die Ausflüge und Besichtigungen der Woche.

Beeindruckend für viele der Mitreisenden auf der Anreise war die für uns unbekannte Weite des Landes, die grüne und dünn besiedelte Landschaft, durch die wir reisten. Es wechselten sich nicht endende Felder, Wälder und Seen in dieser herrlichen Landschaft ab. Mit dem Abendessen um 20.00 Uhr neigt sich der erste Tag dem Ende zu. Einige Unerschrockene der Reisetruppe erkundeten noch vor und nach dem Essen Rostock auf eigene Faust.

Die Hanse war eine Organisation von Kaufleuten in rund 70 großen und 100 bis 130 kleineren Städten, die das Gebiet von heute sieben europäischen Staaten umfasste. Vom 13. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts beherrschte die Hanse weitgehend den Fernhandel des östlichen Europas. Die hansischen Kaufleute versorgten West- und Mitteleuropa mit den Luxuswaren aus dem östlichen Europa. Im Gegenzug brachten sie diesen Ländern Waren des Westens wie z.B. Tuche, Metallwaren, Waffen und Gewürze. Die Städte der Hanse sind geprägt von ihren Häuserfassaden der Gotik, der unterschiedlichsten Epochen der Giebelhäuser, der Backsteinbauweise und dem Stil der Backstein-Gotik der Kirchen.

Der zweite Tag begann mit einer kombinierten Stadtrundfahrt und Stadtrundgang durch das weitläufige moderne und alte Rostock. Rostock liegt an der Warnow und ist geprägt von vielen Parks und Grünanlagen und steht an Stelle 5 der deutschen Städte mit Straßenalleen. Wir besichtigten das Rathaus und die St. Marienkirche. Bewundern konnten wir die Präzision, Genauigkeit und Vielfalt der Informationen der durch Mechanik gesteuerten astronomischen Uhr aus dem Jahre 1472. Diese Uhr wird täglich aufgezogen und funktioniert noch heute. Am Nachmittag besuchten wir den Rostock vorgelagerten Überseehafen Warnemünde. Vor der Hafenrundfahrt durch den Überseehafen mit den Skandinavienfähren und den Hafendocks, konnten wir auf eigene Faust den Fischerhafen und den Ort Warnemünde flanieren.
Am Mittwoch besuchten wir Lübeck. Lübeck wurde 1143 gegründet auf einer von Wasser umgebenen Inlandinsel. Bereits 1160 erhielt Lübeck von Heinrich dem Löwen das Stadtrecht. Das Erkennungsbild von Lübeck sind seine sieben Türme und das Holstentor. Die drei Nobelpreisträger Thomas Mann, Willy Brandt und Günter Grass sind Söhne der Stadt. Während des Stadtrundganges besichtigten wir die Stiftung Heilig Geist Hospital. In diesem von den Lübecker Kaufleuten zwischen 1260 bis 1286 gegründeten Spital fanden 100 kranke und pflegebedürftige Menschen eine kostenlose Unterkunft. Das Hospital ist somit eines der ältesten Sozialeinrichtungen Europas. Faszinierend die alten in Backstein-Gotik erbauten Kirchen, der Dom die Marien-, Petry-, Jacobi- und Katharinenkirche. In der Marienkirche konnten wir um 13.00 Uhr den Figurenumlauf der astronomischen Uhr miterleben. Noch heute kann man die Platz sparende Bebauung der Altstadtinsel und die winzigen Häuser, teils noch heute verbunden durch die alten engen niedrigen Häusertunnel sehen und bewundern. Bis zur Einführung des Euro war auf dem Fünfzigmarkschein das Holstentor zu sehen. Am Nachmittag erreichten wir Wismar und die Gruppe konnte die Stadt auf eigene Faust erkunden. Das waren die Nikolaikirche, die romantischen Gassen und Straßen, der Marktplatz, das Rathaus bis hin zum Überseehafen Wismar.

Ein Lob an die Reisegruppe darf nicht unerwähnt bleiben. Die Gruppe harmonierte wunderbar, verstand sich blendend. Durch die Pünktlichkeit und Disziplin gestaltete sich die Reise trotz des teils anstrengenden Ausflugstresses ohne Probleme. Wir fanden immer genügend Zeit zum persönlichen Gespräch und Austausch untereinander. Die Abende fanden teils in geselligen Runden in der Hotelbar oder in nahe liegenden „Kneipen“ ihren Ausklang. Jeden Morgen starteten wir im Bus beschützt durch das von Pfarrer Geßwein abgehaltene Morgenlob gut in den Tag, bis auf den Dienstag, wo das „Morgenlob“ aus terminlichen Gründen erst am Mittag stattfinden konnte. Unsere Woche war von herrlichsten und besten Wetter verwöhnt. Trotz Sonnenschein und warmen Temperaturen war teils durch den doch ständig vorhandenen Ostseewind eine Windjacke angebracht.

Der vierte Tag war Schwerin gewidmet. Das imposanteste Bauwerk der Residenz- und Landeshauptstadt Schwerin ist das Schloss. Es ist umgeben und liegt am viertgrößten See Deutschlands mit 63 qkm, dem Schweriner See. Sehenswert auch die Altstadt mit der Nikolaikirche und dem Marktplatz, herrlichen Straßenzügen mit ihren altertümlichen Baustilen. 2009 ist Schwerin Gastgeber der Buga und lädt zu einem Besuch ein. Ein Höhepunkt anlässlich eines weiteren Besuches könnte die Besichtigung des großen Schlosses sein. Als bekannter Sohn der Stadt wäre Rudolph Karstadt zu nennen der Begründer der Karstadt-Kaufhauskette.
Als zusätzliches „Zuckerl“ besichtigten wir noch auf der Heimreise von Schwerin nach Rostock in Bad Doberan das Münster. Die Zisterzienserklosterkirche aus dem 14. Jahrhundert gilt mit seiner reichen Originalausstattung als die „Perle der Backsteingotik“.

Am Freitag stand die Insel Rügen auf dem Programm. Die größte deutsche Insel mit 956 qkm erreichten wir über die neue Rügenbrücke von Stralsund. Bei der Rundfahrt über die weitläufige Insel, mit vielen Halbinseln kamen wir auch zum nördlichsten Punkt, dem Kap Arkona. Auf der Fahrt zum Kap konnten wir bei herrlichstem Wetter die vorgelagerte Insel Hiddensee mit seinem Leuchtturm sehen. Wir besuchten den Nationalpark Jasmund mit dem Gebiet der Kreidefelsen am Königstuhl. Auf der Weiterreise kamen wir vorbei und durch die Orte Sassnitz und Binz. Gesehen und besucht haben wir auch den kleinsten Ort von Rügen, das Fischerdorf Vitt. Das Dorf hat nur 13 Häuser ist nur zu Fuß erreichbar und liegt uneinsehbar an den Klippen. Auch von See aus ist dieses Fischerdorf nicht auszumachen und soll Störtebecker als Zufluchtsort gedient haben. Durch Rügen sind wir auf der zum Weltkulturerbe zählenden deutschen Alleenstraße gefahren.
Zuletzt besuchten wir noch mit unserer Reiseführerin für diesen Tag die Stadt Stralsund. Bei dem kurzen Stadtrundgang durch die historische Altstadt besuchten wir die Nikolaikirche mit dem angebauten Rathaus der Stadt. An der Nikolaikirche wurde besonders bewusst welche enorme Wiederaufbaukosten teils aus Fördermitteln und durch Spenden und wie viel Renovierungsarbeit um die Kunstschätze zu erhalten noch geleistet werden muss. Bei einem Abstecher in den Überseehafen von Stralsund sahen wir die Original restaurierbedürftige Gorch Fock I vor Anker liegen. Es werden noch Jahre vergehen, bis dieses Originalsegelschiff wieder wie die Gorch Fock II die Ostsee befahren kann.

Viel über das Leben während der Nachkriegszeit und dem DDR-Regime haben uns hautnah als Zeitzeugen unsere Stadtführer während der letzten Tage erzählt. Sie sprachen von den Schwierigkeiten und den Repressalien der Bürger und der Anfeindung und Ausgrenzung der Christen und der Kirche während der Regierung des DDR-Regimes. Der 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, kann als einer der glücklichsten Momente der deutschen Geschichte genannt werden. An diesem Tag begann die friedliche Wiedervereinigung unseres deutschen Landes.
Am Samstag hieß es Abschied nehmen von Rostock und die Heimreise anzutreten. Wie auf der Anreise erreichten wir auf der Heimreise nach etwas mehr als 10 Stunden St. Markus. Die Heimreise führte uns auf gleichem Weg über Autobahn zurück nach München.

Zuletzt gilt es noch einige Worte des Dankes zu sagen. Der erste Dank gilt unserem Pfarrer, Pater Roland Geßwein, der es sich nicht nehmen ließ, auch diese Reise zu begleiten. Mit seinem geistlichen Beistand, dem Reisesegen und dem täglichen Morgenlob hat er entscheidend zu dem glücklichen Gelingen der Reise beigetragen. Dank auch unserem „Kapitän“ des Busses der Firma Unholzer, unserem Wieland Zurbuchen. In gewohnt sicherer und perfekter Weise hat er uns durch fast ganz Deutschland gefahren. Ihm verdanken wir durch seine Mitarbeit bei der Planung die interessante und abwechslungsreiche Reise. Vergessen wollen wir nicht unsere Reiseleiterin, die allseits bekannte und beliebte Inge Leising. Sie schafft es immer wieder, jede neue Reise als Höhepunkt zu gestalten und zu organisieren. Uns fehlte wie immer nichts und die Reise wird uns allen noch lange in angenehmer, positiver Erinnerung bleiben. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ an alle.

Dieter Kratzsch

12.07.2008 - Aktivenausflug nach Rothenburg o.d.T., Creglingen und Neresheim

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Am Samstag, den 12.07.2008 hieß es „auf geht´s“ nach Rothenburg ob der Tauber. Pater Geßwein hatte zum jährlichen Aktivenausflug der Pfarrgemeinde St. Markus geladen. Pfarrer Geßwein ließ es sich wie immer nicht nehmen, an diesem Tag in unserer Mitte zu weilen. Der mit 49 Personen gut besetzte Bus brachte uns aus dem an diesem Tag tristen und verregneten Samstag nach der unterfränkischen, mittelalterlichen Kleinstadt Rothenburg ob der Tauber. Dieses städtische Kleinod mittelalterlicher Baukunst wurde weitgehendst von den Zerstörungen der Kriegswirren verschont. Um das Jahr 970, mit der Gründung der Kirche St. Peter, durch den ostfränkischen Adligen Reinger, entstand durch erste Ansiedlungen langsam Rothenburg. In seiner langjährigen Stadtgeschichte erlebte die Reichstadt mit seiner damaligen noch bestandenen Stauferburg ihre wirtschaftliche und politische Blütezeit. Legendär die Geschichte des Meistertrunkes des Altbürgermeisters Nusch, als im dreißigjährigen Krieg 1631 die Stadt durch seinen Trunk vor der Zerstörung und Plünderung durch den Feldherrn Tilly verschont blieb. In zwei Gruppen aufgeteilt, von Stadtführern begleitet, durchwanderten wir bei trockenem und angenehmen Ausflugswetter, ausgehend vom Marktplatz, die alten Gassen mit ihren Gebäuden und Häusern der unterschiedlichsten Baustile. Vorbei am Rathaus, an mannigfaltigen Brunnen, der St. Jakobskirche, dem ehemaligen Dominikanerkloster bestaunten wir die herrliche Altstadt von Rothenburg, genossen bei dem herrlichen Ausblick von der Stadtmauer aus, über das unten liegende Taubertal, die Silhouette des am gegenüberliegenden Hang liegenden Teils der Stadtmauer der Altstadt. sowie hinunter in das unterhalb liegende, liebliche Taubertal mit dem Flüsschen Tauber. Nach dem Mittagessen hieß es Abschied nehmen.

Der Nachmittag war ganz der Besichtigung von sakraler Kunst gewidmet. Wir sahen Meisterwerke des Schnitzkünstlers und Bildhauers Tilman Riemenschneider und des Barockbaumeisters Balthasar Neumann. Der Weg führte uns zuerst zu der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Hergottskirche in Creglingen. Tilman Riemenschneider war im Mittelalter als spätgotischer Bildhauer und Schnitzer im Gebiet Main-Franken von großer regionaler Bedeutung. Unser Pfarrer hielt uns in der Kirche ganz im Bann bei seiner Erklärung des Schnitzaltars von 1505 bis 1510 von Tilman Riemenschneider. Das Kunstwerk hat die gigantischen Ausmaße von 9,20 m Höhe und 3,68 m Breite. Der Altar ist aus Föhrenholz gearbeitet und die Figuren aus Lindenholz geschnitzt. Beeindruckend die Darstellung der Gesichtsauszüge jeder einzelnen Figur des Künstler. Uns spiegelten sich die innersten Empfinden und Regungen beim Betrachten der Figuren wider.

Angekommen in der Benediktinerabtei Neresheim feierten wir von Pfarrer Geßwein zelebriert in der Nebenkapelle eine Messe. Nach dieser Messe, die uns Gelegenheit gab, innere Einkehr, Besinnung und Ruhe an diesem ereignisreichen Tag zu finden, blieb genügend Zeit die Abteikirche selbst zu bestaunen. Nach Plänen von Balthasar Neumann begann 1750 der Bau der Abteikirche. Die Kirche wurde erst 1792 geweiht. Balthasar Neumann lebte von 1687 bis 1753 und war in Main-Franken der Baumeister des Barock. Neben Würzburg war das mainfränkische Gebiet seine Wirkungsstätte. So auch in Neresheim. Dessen Fertigstellung der Abteikirche erlebte er aber nicht mehr. Von Martin Knoller stammen die herrlichen, leuchtenden Fresken der Kirche und die Barockorgel von Johann Nepomuk Holzhay. Gestärkt durch eine Vesper im Klosterhospiz der Abtei verließen wir wieder Neresheim und begaben uns auf die Rückfahrt nach München, wo wir gegen 19.00 Uhr gesund und wohlbehalten zurückkehrten.

Danke sagen wir - die Teilnehmer des Aktivenausfluges - unserem Pfarrer, Pater Geßwein. Er ermöglichte uns diesen erlebnisreichen Tag als Dank an seine aktiven Pfarreimitglieder für die geleistete Mitarbeit des vergangenen Jahres.

Dieter Kratzsch

21.09.2008 - Feier zum 70.Geburtstag von Pater Roland Geßwein SAC

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Viele Pfarreimitglieder, Angehörige und Freunde des Jubilars waren zum Festgottesdienst gekommen, der musikalisch vom Kirchenchor der Pfarrei (verstärkt durch einige Sänger aus St. Konrad) gestaltet wurde (seit langem mal wieder eine volle Kirche). Kurz vor Schluss überreichten dann alle Ministranten jeweils eine rote Rose und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Inge Leising gratulierte mit einem Blumenstrauß im Namen der Pfarrei.

Nach dem Auszug wurde Pater Geßwein bereits im Innenhof vom Maibaum-Verein erwartet, der zusammen mit der Fahnenabordnung und vielen Vereinsmitgliedern ein Spalier bildete. Vereinsvorstand Günter Bauer gratulierte dem Jubilar im Namen des gesamten Vereins recht herzlich und überbrachte die vom Vorstand beschlossene Ehrenmitgliedschaft im Maibaum-Verein. Pater Geßwein wurde damit als Erstem diese Ehre zuteil.

Nachdem alle gratuliert hatten (darunter auch Frau Gisela Mayrhofer-Bernhard in Vertretung ihres Gatten, Staatsminister Dr. Otmar Bernhard, und Bezirksrätin Barbara Kuhn), folgten viele der Einladung zum Mittagessen im Pfarrsaal.
Nach dem Essen überbrachten dann noch verschiedene Gruppierungen ihre Geburtstagsgrüße. U. a. sangen Kindergartenkinder und Maibaum-Verein, die Pfarrjungend überreichte einen Bilderrahmen mit Fotos vom letzten Zeltlager (bei dem Pater Geßwein ebenfalls dabei war), bevor dann bei Kaffee und Kuchen (vom Sozialkreis gestiftet) der Tag so langsam ausklang.

Der Sachausschuss Feste, Feiern und geselliges Leben sorgte für Dekoration, Einrichtung, Getränke und Organisation des Mittagessens. Unser Dank gilt auch dem Sozialkreis für die gestifteten Kuchen und Kaffeezubereitung. Ein ganz besonderes Lob der Pfarrjungend, vor allem den Mädels in ihren Dirndln, die unermüdlich die Gäste mit Getränken und Essen versorgten.

Alfred Lehmann

Christkindlmarkt 2008 vom 06.12. - 07.12.2008

Plakat_2008_Christikindlmarkt
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Am 2. Adventswochenende lud Pater Geßwein und der Arbeitskreis Feste und Feiern wieder zum Christkindlmarkt in den Kirchhof der Pfarrei St.Markus ein. Der Verkauf fand in Buden und Zelten statt; im Pfarrheim konnte man sich aufwärmen und Kaffee und Kuchen genießen. Draußen wurden von der Jugend und der Bastelgruppe gefertigte Weihnachtsdekorationen, Geschenke, Adventsgestecke, spezielle Liköre und Marmeladen aus eigener Herstellung, südamerikanische Volkskunst und vieles mehr angeboten.

Die Kinder konnten basteln und Weihnachtsgeschichten wurden vorgelesen. Außerdem kam am Samstag der Nikolaus.
Zum trinken gabs Glühwein mit und ohne „Schuss“, Kinderpunsch, warmen Caiphi sowie kalte Getränke; außerdem Bratwurstsemmeln, Schupfnudeln mit Kraut, Crepes und Waffeln zum essen.

Leider hatte der Holzschnitzer (mit Kettensägen), der am Samstag den 06.12.2008 von 15.00 bis 16.30 Uhr auftreten sollte, kurzfristig abgesagt. Um 16.30 Uhr sangen dann die Konrad Spirits und an beiden Tagen wurden Lose für eine Tombola verkauft.

Der Markt war am Samstag von 15.00 - 22.00 Uhr (Adventkaffee bis 18.00 Uhr) und am Sonntag von 11.00 - 15.00 Uhr (Adventkaffee bis 17.00 Uhr) geöffnet

Alfred Lehmann