Kath. Pfarrei St. Markus - München-Neuaubing
(Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz)

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Berichte und Fotos aus dem Jahr 2005


Pfarrfasching und Kinderfasching 2005

Fotos vom Pfarrfasching finden Sie hier

Dieses Jahr fand unser Pfarrfasching nicht an einem Freitag sondern am Faschingssamstag statt. Wir hatten uns vom Wechsel mehr Besucher erhofft und wurden auch nicht enttäuscht. Allerdings hätte es uns gefreut, wenn noch mehr Pfarreimitglieder gekommen wären. Gute Tradition ist es mittlerweile, dass im Eintrittspreis (diesmal 7,50 €), ein Glas Sekt an der Bar enthalten ist - Jugendliche zahlten übrigens nur 5,00 € (allerdings ohne Sekt)! Die ca.120 Gäste tanzten ausgelassen zu den Klängen von "Schulz und Co" und begeisterten sich an der Darbietung der Glamour-Girls aus Puchheim, die anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums einen Querschnitt ihres Programms boten. Ab 22.00 Uhr schauten viele in der gemütlichen „Sternenbar“ im Clubraum vorbei, wo sie sich ihr Glas Sekt abholten und bei guter Musik und in netter Runde so manchen Drink konsumierten. Gegen 2.00 Uhr wurde dann "oben" Schluss gemacht, aber im Clubraum ging es noch laaange weiter....

Doch vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt und so mussten im Vorfeld diverse Arbeiten erledigt werden. Da wir uns im AK Feste und Feiern für das Motto "UFOs in St.Markus" entschieden hatten, mussten entsprechende Plakate und Eintrittskarten entworfen werden, Deko-Teile wie Roboter, Aliens usw. wurden gebastelt, die Band und die als Überraschung auftretenden Tänzerinnen aus Puchheim wurden engagiert. Außerdem musste Essen und Getränke vorbestellt und eingekauft und die Dienste (Essens- und Getränkeausgabe, Kasse, Bar, Disc-Jockey usw.) besetzt werden. Mehrere Termine an Samstagen und während der Woche waren dann noch notwendig, um unser Pfarrheim in eine Faschingshochburg zu verwandeln. An dieser Stelle möchten wir uns bei den vielen Helfern und Bastlern ganz herzlich bedanken - wir hoffen auch nächstes Jahr auf Eure Mitarbeit.

Unser Kinderfasching, der hauptsächlich von Monika Thalmaier organisiert wurde, fand dieses Jahr vor dem Pfarrfasching, nämlich am 30.01.2005 statt; und obwohl unsere Nachbarpfarrei St. Konrad ihren Kinderfasching am selben Tag angesetzt hatte, konnten wir wieder mit dem Besuch zufrieden sein. Während die Kleinen ihren Spaß an Musik, Tanz, Spielen und Geisterbahn hatten und auch den Auftritt der Cheerleader-Gruppe aus Neuaubing bewunderten, konnten es sich die Eltern im Clubraum gut gehen lassen. Als die letzten Kleinen gegen 17.00 Uhr nach Hause gingen, waren sich alle einig, dass sie bestimmt nächstes Jahr wieder kommen werden.

Alfred Lehmann

Juni 2005 - 4. Ökumenischer Kirchentag

In St.Markus sprach Dr.Hans-Jochen Vogel über "Christsein in der Politik")

13. - 18.Juni 2005 - Bildungsreise nach Istrin

Pfarrei St. Markus veranstaltete Bildungsreise nach Istrien - Auf den Spuren alter Städte und technischer Meisterwerke (Bericht der Aubing-Neuaubinger Zeitung vom 15. Juli 2005)

Neuaubing – Eine ökumenische Bildungsreise nach Istrien unternahm die Pfarrei St. Markus im Juni. Die Fahrt startete nach einem nächtlichen Gewitter morgens um 6 Uhr in Neuaubing vor der Pfarrkirche von St. Markus. Pater Roland Geßwein, der die Reise begleitete, erteilte den Reisesegen und schon ging es, wie immer mit dem Busunternehmen Unholzer und der Organisatorin, Inge Leising, los. Durch den Tauern-, Katschberg- und Karawankentunnel über Slowenien erreichte die Gruppe am späten Nachmittag das Ziel: den Ferienort Rabac. Das Städtchen liegt in einer zauberhaften Bucht mit gepflegten Anlagen und einer endlosen Promenade mit kleinen Geschäften und Einkehrmöglichkeiten.

Istrien blieb vom Krieg verschont und begeistert durch seine alten Bauwerke, die unter venezianischer und anschließend österreichischer Herrschaft entstanden sind, so berichten die Teilnehmer Marieta Halter und Siegfried Rymas. Mit dem kroatischen Reiseführer Boris wurde als erstes Porec mit der wunderschönen Altstadt besucht, wo die Euphrasius-Basilika mit den byzantinischen Mosaiken, der Bischofspalast und der Glockenturm von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Mit einer Fahrt auf dem Limski-Fjord, eingebettet von Muscheln, endete der Tag.

Als nächstes stand die Insel Krk auf dem Programm. Entlang dem Ucka-Gebirge erreichten die Neuaubinger über Rijeka und anschließend über die gewaltige, 1980 noch unter Tito erbaute Brücke, die Insel Krk. Die Brücke ist 1430 Meter lang und gilt als technisches Meisterwerk. Durchfahren wurde die zum Teil grüne, aber auch felsige Insel, um per Schiff die Klosterinsel Kosljun zu besuchen, eine von Benediktinern gegründete Anlage, die seit dem 15. Jahrhundert von Franziskanern bewirtschaftet wird. Mit einer Weinverkostung in Vrbrink an der Ostküste, ein malerischer Ort mit engen Gässchen, ging es zu einem Kurzbesuch nach Opatija weiter. Auch hier fallen die Gebäude aus der K-und-K-Monarchie auf.

Besonders beeindruckend in dem auf sieben Hügeln erbauten Hafenstädtchen Pula ist das aus Naturstein von den Römern errichtete Amphitheater. Wo früher Gladiatorenkämpfe stattfanden, wird heute gesungen und getanzt. Der Stadtrundgang führte die Gruppe weiter zu dem Triumphbogen im korinthischen Stil und zur Marienkirche.

Eine besonders stark italienisch geprägte Stadt ist Rovinj mit seinen engen Straßen. Es erinnert stark an Venedig. Ein Drittel der Einwohner sind Italiener. Erwähnenswert sind der rote Uhrturm und die Kirche der Heiligen Euphemia, benannt nach der Schutzpatronin der Stadt. An dem freien Tag nahmen die meisten das Angebot wahr, mit dem Schiff zur Insel Cres zu fahren. Bei herrlichem Wetter war es besonders angenehm, oben an Deck zu sitzen. Die Schwimmer kamen in der kleinen Badebucht, die angesteuert wurde, auf ihre Kosten. Mittags konnten sich alle am „gedeckten Tisch“ bei Fisch, Fleisch, Salat und Wein niederlassen. Auch die Stadt Cres wurde besichtigt. Es war ein schöner Tag, der für mancheinem beim Baden im Pool oder im Meer endete.

Am Samstag Früh trat die Reisegruppe wieder den Heimweg an. Pater Geßwein griff vor dem Hotel spontan zur Gitarre und alle sangen kräftig mit. An Triest vorbei ging es Richtung Grado in das nur wenig entfernt liegende Aquileia, eine der größten Städte des römischen Reiches. Von der Unesco wurde Aquileia als historisches und archäologisches Welterbe der Menschheit anerkannt. Alt und neu waren hier besonders stark zu spüren.

Wieder ging eine interessante Reise zu Ende. Der Dank aller gilt sowohl Inge Leising für die gute Organisation sowie auch Pater Geßwein für die geistliche Begleitung.

16.07.2005 - 40 Jahre im Dienst des Herrn (St. Markus: Pater Roland Geßwein feiert Priesterjubiläum)

Fotos finden Sie hier

Nachdem Pater Roland Geßwein bereits am 3. Juli 2005 zusammen mit seinen Ordensbrüdern - den Pallottinern - in seinem Mutterhaus in Friedberg sein 40-jähriges Priesterjubiläum gefeiert hatte, wurde dieser Anlass zwei Wochen später mit seiner Gemeinde, St. Markus in Neuaubing, noch einmal gebührend gewürdigt.
Im Mittelpunkt stand ein feierlicher Gottesdienst, der von einem Orchester und dem Chor von St. Markus umrahmt wurde. Die Predigt hielt Pater Fridolin Lechner SAC von den Pallottinern zu dem Bibelwort "Ich bin da". Weitere Konzelebranten waren der frühere Pfarrer von St. Markus Fritz Kopp, Professor Dr. Josef Finkenzeller und die Pallottinerpater Paul Hafner und Pater Abraham Kizhakeootu.

Pater Geßweins Familie und viele Weggefährten von nah und fern ließen es sich nicht nehmen, ihm die Ehre zu geben und dabei zu sein. Die Fahnenabordnungen verschiedener Vereine unterstrichen den feierlichen Anlass. Bei strahlendem Sonnenschein ging das Fest im Innenhof des Pfarrzentrums weiter. Alle Gäste und Gemeindemitglieder labten sich an einem vom Sozialkreis liebevoll zubereiteten Buffet, wobei die Gespräche untereinander nicht zu kurz kamen.

Alfred Lehmann

17.09.2005 - Aktivenfahrt nach Birnau, Haltnau, Meersburg und Weingarten

Fotos finden Sie hier

Um 7.00 Uhr morgens brachen ca. 55 Aktive und Angehörige mit einem Bus der Firma Unholzer zum diesjährigen Aktivenausflug Richtung Bodensee auf. Nach einer längeren Fahrt durch einen regnerischen Vormittag, auf der uns Pater Geßwein, der einige Jahre in der Nähe des Bodensees als Gemeindepfarrer tätig war, nicht nur viele Informationen über unsere Ziele gab, sondern auch einige Lieder mit uns sang, erreichten wir Birnau. Der Ort liegt zwischen Überlingen und Uhldingen an der B31 Richtung Meersburg, wo wir die Basilika, die einen Glanzpunkt an der oberschwäbischen Barockstrasse darstellt, besichtigten.

Bei der sehr kompetenten Führung erfuhren wir u. a., dass die Kirche „zum Heiligtum der lieblichen Mutter“ (lat."Mater amabilis") zu Birnau 1971 von Papst Paul dem VI. zur Basilika erhoben wurde. Sie wurde 1750 erbaut, wobei die Bauzeit 3,5 Jahre betrug, Architekt war Peter Thumb (1681-1766), Bildhauer Josef Anton Feuchtmayer (1696-1770) und der Maler Gottfried Bernhard Goez (1708-1774). Betritt man die Wallfahrtskirche durch das schwungvolle Eingangsportal, schlägt einem eine überwältigende Flut von Verzierungen, Ausschmückungen und Bildern entgegen. Die Basilika Birnau ist ein harmonisches Zusammenspiel von Farbe, Form und Licht. Sehenswert ist der Honigsschlecker am Bernhardsaltar (rechts am Übergang zum Chor). Die Engelsgestalt symbolisiert den "Genuss der honigsüßen Worte" des Heiligen Bernhard. Im Langhausfresko „Maria als Königin“ hat sich der Maler Goetz selbst mit Pinsel und Krücke dargestellt, da er beim Arbeiten vom Gerüst gefallen war. Der Hauptaltar, auf dessen Baldachin Engel spielen, wurde in späterer Zeit verändert. Unter dem Baldachin befindet sich das Gnadenbild der "Lieblichen Mutter von Birnau", ein Werk aus dem 15 Jahrhundert.

Nach der Führung feierten wir unter der Leitung von Pater Roland Geßwein einen gemeinsamen Gottesdienst, der von Frau Nassl an der Orgel begleitet wurde.
Anschließend wurden wir dann von unserem Fahrer Peter zur Weinstube Haltnau gebracht, wo wir hofften, uns in gemütlicher Atmosphäre zusammenzusetzen und Mittagessen zu können. Leider mussten wir feststellen, dass die Räume im Gebäude belegt waren. Wir wurden in ein zugiges Zelt direkt am See komplimentiert, wo uns der Wirt ein günstiges Mittagessen und Getränke (alles zum Selbstabholen) in Aussicht stellte. Es war dann doch ganz annehmbar, Essen und Trinken schmeckte und war reichlich.

Nach dem Essen bestiegen wir bei nun etwas besserem Wetter wieder den Bus und erreichten nach kurzer Fahrt die geschichtsträchtige Stadt Meersburg. Hier hatten wir einige Zeit zur freien Verfügung, die die Teilnehmer unterschiedlich nutzten. Das Wahrzeichen ist die im siebten Jahrhundert erbaute Burg Meersburg, die älteste bewohnte Burg Deutschlands. Vom Schiffslandeplatz in der Unterstadt führen enge Gassen vorbei an historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten hinauf in die Oberstadt. Hier ansässig sind auch das Staatsweingut (eine der ältesten Weinbau-Domänen Deutschlands) sowie der Winzerverein Meersburg (eine der ältesten Winzergenossenschaften Badens mit 40 Winzerfamilien) deren Weine weithin berühmt sind (Badischer Wein, von der Sonne verwöhnt).

Zum Abschluss des Tages besichtigten wir Deutschlands größte Barockbasilika (Schwäbisch St. Peter), die hoch oben auf dem Martinsberg, die Stadt Weingarten überragt und zum Benediktinerkloster gehört.

Sie ist kühl und mächtig, ein Monument des Glaubens. Der Beiname kommt nicht von ungefähr, da das barocke Meisterwerk nahezu exakt die Hälfte der Ausmaße von St. Peter in Rom besitzt. Dies und noch viel mehr erfuhren wir von einem 93jährigen Benediktinerpater der uns durch die Kirche führte. In nur neun Jahren (1715 bis 1724) wurde die Kirche unter Abt Sebastian Hyller zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, erbaut.

"Der Legende nach hat ein Soldat mit Namen Longinus das mit Erde von Golgatha vermischte Blut bei der Kreuzigung Christi an sich genommen. Er brachte es nach Mantua, wo es auf Umwegen in den Besitz Judithas, der Gräfin von Flandern und Frau Welfs IV gelangte.

Auf ihrem Sterbebett vermacht Juditha die Reliquie der Abtei Weingarten, dem Stammsitz und Grablege der Welfen. Das soll am Tag nach Christi Himmelfahrt im Jahre 1094 gewesen sein."

Wer die Basilika betritt, spürt einen Hauch von Unendlichkeit. Hier haben sich bayerische Künstler ein Denkmal gesetzt: Lichter Stuck harmoniert mit kunstvollen Fresken von Cosmas Damian Asam (1718 - 1720); der Hochaltar, das Chorgestühl von Josef Anton Feuchtmayer und das goldene Chorgitter vereinigen sich in vollendeter Pracht. Nicht vergessen darf man auch die berühmte Orgel von Joseph Gabler, bei deren Bau weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat. Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6666 Pfeifen und der geheimnisvollen „Vox humana“ Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Tief unten in den Gewölben birgt eine Gruft neun Mitglieder des Welfenhauses, darunter die Klostergründer Welf der IV. und seine Gemahlin Juditha.

Am späten Nachmittag brachen wir dann zur Heimfahrt auf, wobei Pater Geßwein bereits Spekulationen über das Ziel im nächsten Jahr anstellte. Ihn würde es z.B. gern nach Zürich ziehen um auf den Spuren des theologischen Reformators Huldrych Zwingli zu wandeln, der die nicht biblisch begründeten Traditionen der Kirche ablehnte. Ob diese Fahrt aber in einem Tag zu machen ist, muss erst geprüft werden.

Nach einem sehr interessanten aber auch anstrengenden Tag erreichten wir gegen 21.00 Uhr glücklich wieder St. Markus. Unser Dank gilt Pater Geßwein für die Organisation (natürlich unter Mithilfe von Frau Becker), die vielen Informationen und nicht zuletzt für den gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika zu Birnau. Schön war auch, dass wir unseren künftigen Pastoralreferenten Martin Holzner-Kindlinger, der auf Einladung von Pater Geßwein an der Fahrt teilnahm, schon etwas "beschnuppern" konnten.

Alfred Lehmann