Kath. Pfarrei St. Markus - München-Neuaubing
(Pfarrverband Neuaubing-Westkreuz)

Wiesentfelser Str. 47, 81249 München   -   Telefon: 089 / 89714911   -   eMail: St-Markus.Muenchen@ebmuc.de

Kindergarten-Pädagogische Arbeit mit Kindern

Grundsätze der pädagogischen Arbeit der Einrichtung

Warum tun wir es?
Unser Pädagogisches Profil:
Die Würde eines Menschen ist unantastbar!

a. Grundsätze des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes
• Der neugeborene Mensch kommt als „kompetenter Säugling" zur Welt
• Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit( 1 Abs.1 Satz 1 AVBayKiBiG)
• Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und Individualität von anderen Kindern
• Kinder haben Rechte
• Bildung im Kindesalter gestaltet sich als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen
• Kinder erwerben Kompetenzen, Werthaltungen und Wissen an vielen Bildungsorten
• „Nur, wenn man ganz ein Kind gewesen ist, wird man ein ausgeglichener Erwachsener sein"
M. Montessori

b. Grundhaltung der pädagogischen Fachkräfte
Die Rolle der Erwachsenen in Bezug auf das Kind ist gekennzeichnet durch Impulse gebende und unterstützende Begleitung, einfühlsame Zuwendung und reflektierende Beobachtung (§ 1 Abs. 1 Satz.2 und Abs. 2 AVBayKiBiG)
Sie fördert im Rahmen eines Prozessorientierten und ganzheitlichen Vorgehens die Eigenaktivität und Selbstgestaltung des Kindes, achtet auf sein Wohlbefinden und stärkt sein Selbstwertgefühl in nachhaltiger Weise
Der dialogische Charakter des Erwachsenen-Kind-Verhältnisses kommt darin zum Ausdruck, dass die Erfahrungs-, Lern- und Kommunikationsprozesse gemeinsam getragen werden und alle Beteiligten Lernende wie auch Lehrende sein können.

c. Förderung der Basiskompetenzen von Kindern
Auf der Grundlage eines christlichen Menschenbildes fördert die Einrichtung folgende Basiskompetenzen:
• Die Entwicklung von freiheitlich-demokratischen, religiösen, sittlichen und sozialen Werthaltungen (§ 1 Abs. 1 Satz 3 AVBayKiBiG)
• Der Erwerb von personalen, motivationalen, kognitiven, physischen und sozialen Kompetenzen, (§ 1 Abs. 1 Satz 3 AVBayKiBiG)
• Das Lernen des Lernens
• Die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme sowie zur aktiven Beteiligung an Entscheidungen, (§ 1 Abs. 1 Satz 3 AVBayKiBiG)
• Die Entwicklung von Widerstandsfähigkeit, die musischen Kräfte, die Kreativität

d. Pädagogischer Ansatz und Methoden
UNSER WEG: EINE PÄDAGOGIK, DIE VOM KINDE AUSGEHT

Janusz Korczak: „Aufgabe des Erziehers ist es, das Kind leben zu lassen und ihm zu dem Recht zu verhelfen, Kind zu sein."

Maria Montessori: ist überzeugt, dass das Kind einen Bauplan der Seele in sich trägt und sich selbst zum Menschen emporarbeitet. Die Menschen in seiner Umwelt müssten nur seine Entwicklungsbedürfnisse wahrnehmen und erspüren und demgemäß die Umgebung vorbereiten. Nach ihrer Auffassung führt der Weg vom Chaos zur Ordnung und von den Sinnen zum Inneren.

Friedrich Fröbel: erst greifen, dann begreifen
Friedrich Fröbel geht von der Überzeugung aus, dass alles in der Welt eine „Erscheinungsweise Gottes,, sei.
Wie in einem Garten unter Gottes Schutz und unter der Sorgfalt erfahrener, einsichtiger Gärtner (nur behütend, schützend, nicht vorschreibend, bestimmend)
im Einklang mit der Natur, den Gewächsen, die gepflegt werden, so sollen hier die edelsten Gewächse, Menschen, Kinder, als Keime und Glieder der Menschheit in Übereinstimmung mit sich, mit Gott und der Natur erzogen' werden.
Er will freie, selbsttätige Menschen bilden.
Er stellt einen interessanten Vergleich zu Pflanzen und Tieren her. Ihnen gebe man Raum, Zeit und Ruhe zur Entfaltung und zum Wachsen, nur dem Menschen nicht.
Mit dem goldenen Mittelmaß entsprechen wir - den Bedürfnissen und dem Wohl des Kindes.

Statements zum Menschenbild:
Jedes Kind hat das Recht zu lernen, zu spielen, zu lachen, zu träumen, zu lieben, anderer Ansicht zu sein, vorwärts zu kommen, um sich zu verwirklichen

WIR WOLLEN: Das SELBSTBEWUßTSEIN des Kindes durch Anerkennung seiner Individualität stärken und ihm wertungsfrei begegnen!

Erzieherprofil / Profil der pädagogischen Zweitkraft

Leitmotiv: Die Würde des Menschen ist unantastbar;
- die der anderen (Kinder, Eltern, Kollegen) und die eigene! Ein achtsamer, würdevoller Umgang miteinander
in gegenseitigem Respekt, getragen von Menschenliebe. „Wir sind klasse!"

Fähigkeiten / Fertigkeiten:
• Der Erzieher verfügt über erlebte und gelebte Erfahrung.
• Er hat und behält den Überblick; ein Erzieher braucht „rund um"- Augen, selbst was hinter seinem Rücken geschieht kann er „sehen" bzw. fühlen. Alle Gefahrenmomente, Möglichkeiten, Eventualitäten, etc. hat er im Blick.
• Er überlegt und handelt bewusst.
• Er setzt seine Stimme bewusst ein. Gibt ihr die jeweils passende emotionale Färbung und dies mal laut, mal leise.
• Er findet die Balance/ die Waage zwischen Freiheit und Disziplin. Er findet die Balance zwischen dem Bewusstwerden auch eigener Schattenseiten (wie z.B. Wut, Ärger, Aggression,....), dem damit umgehen und dem positiv sein.
• Er strukturiert seine Gedanken und äußert diese effizient (mit Ergebnis) bzw. setzt sie in die Tat um.
• Er kennt seine eigenen Grenzen, Stärken und Schwächen und kann mit ihnen umgehen. • Er weiß, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, und lebt danach. Er ist ehrlich zu sich selbst. Ist er überfordert teilt er dies mit.
• Er versucht immer wieder sein inneres und äußeres Gleichgewicht zu finden.
• Er kann da wo es richtig, möglich oder wichtig ist, seine eigene Meinung klar vertreten. Dieses in angemessener und anständiger Argumentation. Er zeigt auch Mut. Er kann auf das Feedback der anderen eingehen und Gewinn daraus ziehen - Verhaltensänderung
• Er besitzt die Fähigkeit, eine neutrale Haltung einzunehmen, dies beinhaltet: sich auf die Sicht des Gesprächspartners einzulassen und keine konfrontative Haltung - selbst wenn das Gefühl des Angegriffenseins besteht - einzunehmen.
Sachliche Gesprächsebene, emotionale Distanz - eigenes Verhalten ziel gerichtet steuern. Dies sind Qualitätsmerkmale des Gesprächsverhaltens in Konfliktsituationen! (Persönlichkeitsentwicklung)

Verhaltensweisen:
• Alles wird generell nur 1mal gesagt!
Das Geäußerte ist dafür aber präzise, knapp, bestimmt und prägnant; in einfachen, klar formulierten Sätzen. Die Dinge werden auf den Punkt gebracht, damit jeder versteht/weis, was und warum jemand etwas will (Nachfragen natürlich auch mal erlaubt).
• Der Einsatz der Stimme ist bewusst, der Situation angepasst. Die Stimme ist mal laut, mal leise - als Instrument.
• An abgesprochene Regeln wird sich gehalten. Diese werden nur nach gemeinsamer Absprache geändert. Bei Unklarheiten - Rückfrage.
• Es werden Nischen geschaffen für Kinder, Eltern und Erzieher (z.B. Schilder: „Bitte nicht stören")
• Körperhaltung und -gesten werden wahrgenommen, beachtet (z.B. zugewandt - abgewandt), bewusst eingesetzt und gesendet - bei allen Personen im Haus die in Interaktion miteinander stehen.
• Eigenes Wissen wird dosiert und passend eingebracht.
• „Selbstverständliches" unserem Rahmen und Stil entsprechend (z.B. kath. Einrichtung,...) wird widerspruchslos akzeptiert.
• Es wird die Meinung des anderen geachtet und dieser Rechnung getragen. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten der anderen werden positiv gesehen und anerkannt.
• Partnerschaft wird gelebt:
- sich als Team sehen, sich einander gewogen machen;
- den Anderen erkennen so wie er ist und gelten lassen (im Hinblick auf den Rahmen unseres Kindergartens und unseres pfarrkirchlichen und Gruppenübergreifenden Arbeitens
- für einander sensibel sein;
- sich nicht in die Interaktionen des anderen einmischen z.B. wenn 2 miteinander reden, hält sich der Dritte heraus (nur, wenn Mitsprache erwünscht ist),....
• Strukturiertes arbeiten: ein Gedankengang nach dem anderen; dies erfordert volle Konzentration, daher wird eines nach dem anderen erledigt,
Dies z.B. wenn zwei Leute etwas von der gleichen Person wollen (gegensätzliche Dinge), wird einer nach dem anderen behandelt. Dabei wird darauf geachtet, dass einer vom anderen nichts mithören kann. Deshalb wird z.B. mit den Eltern ins Büro oder in ein anderes Zimmer gegangen, denn sonst vermischen sich die Dinge und sind für die Erzieherin schwer zum Auseinander sortieren.
• Einsatz von bürokratischer Organisation als Projekt (Hilfsmittel): Nachrichten/Informationsbörse für Erzieher - Eltern;
Stift und Zettel im Korb in jedem Gruppenzimmer
• Die Erziehung erfolgt durch konsequente und liebevolle Art.
• Erziehung und Begleitung der Kinder mit Fachwissen, Gefühl und gesundem Menschenverstand!