Pfarrverband Oberes Leitzachtal

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300 JAHRE WALLFAHRTSKAPELLE BIRKENSTEIN 1710 – 2010

Innenansicht der Kapelle
Innenansicht der Kapelle
Begonnen hatte es schon im Jahre 1663, als dem damaligen Pfarrer von Fischbachau, vom Breviergebet ermüdet, in einen leichten Schlaf gesunken, im Traum die Muttergottes erschien und sagte:“Hier an diesem Ort will ich verehrt werden und denen, die mich hier anrufen meine Gnade mitteilen.“

Erst 1673 errichtete man an jener Stelle eine Kapelle. Der Pfarrvikar Johann Stiglmaier hatte von der Muttergottes ein deutliches Zeichen gefordert, wenn sie den Bau einer Kapelle wirklich wünsche. Das Zeichen ließ nicht lange auf sich warten: jener Pfarrvikar wurde todkrank. Er gelobte den Bau und wurde wieder gesund. Der Bauer, Michael Millauer, stiftete eine Marienfigur, die dieser für die Stiftung eines neuen Altars für die Fischbachauer Kirche erhalten hatte.

Schon bald gab es Überlegungen, eine größere Kapelle zu errichten. Somit erfolgte am 14. Mai 1710 die Grundsteinlegung. Man hatte sich für die Errichtung einer „Loretokirche“ entschieden, in Erinnerung an das Haus Mariens in Nazareth, welches man einst nach Loreto in Italien verbracht hatte. Man hielt sich genau an die Grundmaße des Hauses von Nazareth: 9,50 Meter lang und 3,50 Meter breit. Schon am 26. Oktober 1710 konnte die Muttergottes in die neue Kapelle übertragen werden, nachdem sie während des Baues in der Fischbachauer Kirche gestanden hatte. Lediglich zwei Tage danach, am 28. Oktober, wurde schon das erste heilige Messopfer in der neuen Kapelle gefeiert. Die unter dem Patronat „Maria Himmelfahrt“ stehende Kapelle wurde 1735, am 15. August, von einem wütenden Unwetter fast völlig zerstört. Nur das Gnadenbild nahm keinen Schaden.Die heutige Ausstattung stammt aus den Jahren 1761-69.

Am 5. August 1786 wurde die Kapelle geweiht. Die Säkularisation wollte die Kapelle zum Abbruch frei geben. Dazu kam es nicht. Doch es wurde still um Birkenstein. Ein eigener Wallfahrtspriester 1839 und die Armen Schulschwestern 1849 bewirkten das Wiederaufblühen des Gnadenortes, der bis heute als bedeutender spiritueller Ort des ganzen bayerischen Oberlandes gilt.
Maria Himmelfahrt
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Festprogramm des Jubiläumsjahres

siehe auch:
Kirchen und Kapellen