Pfarrverband Oberes Priental

Kirchplatz 2, 83229 Aschau/Chiemgau, Telefon: 08052-4428, E-Mail: Darstellung-des-Herrn.Aschau@erzbistum-muenchen.de

Aus unserem Pfarrbrief

Aus unserem Pfarrbrief Fastenzeit / Ostern / Pfingsten 2016
 
DAS GRAB IST LEER - HALLELUJA

Ein Wort voraus
Anbetung: Nicht handeln, sondern sein
Nicht Gott suchen, sondern sich von ihm finden lassen

Liebe Mitglieder unseres Pfarrverbandes,

manchmal habe ich den Eindruck, dass uns eine ganz wichtige Geistesgabe verloren zu gehen droht: Die Ehrfurcht vor Gott. In der Hl. Schrift erscheinen die Anbetung und der Lobpreis Gottes als Höhepunkt und Vollendung allen religiösen Tuns. "Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an". (vgl. Offenbarung 5,11-14)

Eine Gemeinde kann noch so viele Aktivitäten vorweisen: Wenn sie den Kontakt zum Allerheiligsten verliert, zu dem, der die Kirche wirklich trägt und hält, dann ist alles leeres, sinnloses Tun. Deshalb gehört die Eucharistische Anbetung zum wesentlichen Vollzug kirchlichen Lebens.

Tatsächlich wird in vielen Pfarreien und geistlichen Gemeinschaften die alte Gebetsform der Eucharistischen Anbetung wieder neu entdeckt. Vielleicht liegt das u.a. daran, dass in unserer lauten und wortlastigen Zeit die Sehnsucht des Menschen nach Ruhe und Stille wächst. In der Stille zu sich selbst kommen, manches beiseitelassen, sich auf Gott hin öffnen und sich neu von ihm berühren lassen. Schweigend vor dem ausgesetzten Allerheiligsten verweilen und das eigene Leben ihm voll Vertrauen hinhalten, ohne dabei etwas leisten oder verbergen zu müssen.

Vom heiligen Pfarrer von Ars wird folgende Geschichte überliefert: Ein Bauer kommt regelmäßig in die Kirche, bleibt lange da, ohne Gebetbuch und ohne Rosenkranz, nur den Blick zum Altar gerichtet. Der Pfarrer fragt ihn: "Was tust du denn hier die ganze Zeit über?" Der Bauer antwortet: "Ich schaue Ihn an, und Er schaut mich an. Das ist genug."

Ja, wir dürfen vor Gott sein, mit allem, was zu uns gehört und was uns ausmacht. Im Blick auf ihn werden wir durchdrungen von seiner liebenden Gegenwart. Dazu bedarf es keiner Worte mehr. Aus der Begegnung mit ihm erwächst Segen für uns und andere. Ein russisches Sprichwort bringt es auf den Punkt: "Nirgendwo ist mehr Menschlichkeit als dort, wo man Gott anbetet."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete Fastenzeit mit genug Zeit für das Gebet.

                                                                                Ihr Pfarrer Johannes Palus

Im Ruhestand im Priental

Ich möchte mich als Ruhestandspfarrer hier im Pfarrverband vorstellen: Ich heiße Johann Weindl und lebe seit 1. August 2012 im Aschauer Tal. Zu Hause bin ich in Taufkirchen, Landkreis Mühldorf. Am Sankt Peter- und Paulstag 1968 hat mich Julius Kardinal Döpfner im Dom zu Freising zum Priester geweiht. Nach meinen Kaplansjahren in Mittenwald, Markt Indersdorf und Berchtesgaden wurde mir die Pfarrei Geisenhausen zur Seelsorge anvertraut. Nach 38 Jahren als Seelsorger in Geisenhausen, davon 30 Jahre als Dekan im Dekanat Geisenhausen und 44 Jahre im priesterlichen Dienst, habe ich um meinen Ruhestand gebeten. Seit zwei Monaten bin ich nun mit meiner Pfarrhausfrau Elisabeth Frauendienst in Aschau. Ich bin dankbar, dass ich hier so gut angenommen wurde und im Rahmen meiner Möglichkeiten in der Seelsorge mitwirken darf. Ich freue mich nun auf viele Begegnungen hier im Pfarrver-band Oberes Priental.

Ihr Johann Weindl, Pfarrer i. R.